Dienstag, 12. November 2019

Wimbledon-Cup, Tennisschläger - und seine Socken Boris Beckers Trophäen ab heute zu ersteigern

Versteigerungsobjekte: Trophäen und Repliken, darunter der Sieger-Pokal für die Wimbledon Championships von 1985 und 1986 (M), der Sieger-Pokal der deutschen Mannschaft im Davis Cup in Göteborg von 1988 (l) und der Sieger-Pokal der US-Open von 1989 (r) sowie weitere Erinnerungsstücke des ehemaligen Tennisstars Boris Becker
Wyles Hardy & Co/DPA
Versteigerungsobjekte: Trophäen und Repliken, darunter der Sieger-Pokal für die Wimbledon Championships von 1985 und 1986 (M), der Sieger-Pokal der deutschen Mannschaft im Davis Cup in Göteborg von 1988 (l) und der Sieger-Pokal der US-Open von 1989 (r) sowie weitere Erinnerungsstücke des ehemaligen Tennisstars Boris Becker

Im vergangenen Sommer konnte Boris Becker die Zwangsversteigerung seiner Trophäen und anderer Andenken noch stoppen. Doch nun kommen rund 80 Gegenstände aus der Karriere der insolventen Tennislegende unter den Hammer. Das britische Auktionshauses Wyles Hardy & Co startet heute die Online-Aktion, die am 11. Juli mit dem Verkauf an die Höchstbietenden endet.

Tennislegende Boris Becker
Tobias Hase/DPA
Tennislegende Boris Becker

Der heute 51-Jährige war 2017 von einem britischen Gericht für zahlungsunfähig erklärt worden. Trophäen wie eine Kopie des Challenge Cup von Wimbledon und die Finalisten-Medaille, die Becker nach seiner Niederlage im Wimbledon-Finale gegen den Schweden Stefan Edberg 1990 erhielt, aber auch Persönliches wie Uhren, Tennisschläger und sogar ein Paar Socken des Ex-Tennisstars - sollten daraufhin von dem Auktionshaus meistbietend versteigert werden, um Gläubiger auszuzahlen.

Ende Juni 2018 wurde die Auktion in letzter Minute auf Betreiben Beckers zunächst auf Eis gelegt. Er hatte damals vergeblich versucht, als angeblicher Diplomat der Zentralafrikanischen Republik Immunität geltend zu machen. Das Außenministerium des afrikanischen Staates sprach aber von einer Fälschung. Im Dezember kündigte Becker dann an, er mache nicht länger einen Diplomatenstatus geltend. Damit wurde der Weg frei für die Zwangsversteigerung.

mg/dpa, afp

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