Krebsleiden Bee-Gees-Sänger Robin Gibb ist tot

Nach langem Kampf ist Bee-Gees-Sänger Robin Gibb am Sonntag seinem Krebsleiden erlegen. Gemeinsam mit seinen Brüdern Maurice und Bary wurde Gibb weltberühmt und landete Hits wie Stayin' Alive" und "Night Fever. Die Bee Gees verkauften mehr als 200 Millionen Platten.
Musikerlegende Robin Gibb: Bei der Verleihung der Goldenen Kamera im Februar 2011 ist der Musiker bereits schwer von der Krankheit gezeichnet

Musikerlegende Robin Gibb: Bei der Verleihung der Goldenen Kamera im Februar 2011 ist der Musiker bereits schwer von der Krankheit gezeichnet

Foto: Tobias Schwarz/ dpa

London - Nach Angaben seiner Familie starb der 62-jährige Robin Gibb am Sonntag nach einem langen Kampf gegen eine Krebserkrankung. Gibb hatte gemeinsam mit seinen Brüdern Maurice und Barry die Popband Bee Gees gebildet und war mit Titeln wie "Stayin' Alive", "Night Fever" und "Massachusetts" weltbekannt geworden.

In einer Erklärung der Familie hieß es, sie verkünde den Tod des Sängers mit "großer Trauer". Gibb hatte sich vor eineinhalb Jahren einer Darmoperation unterzogen, wobei ein Tumor entdeckt wurde. Anschließend wurde bei ihm eine Krebserkrankung diagnostiziert.

Noch im Februar hatte der britische Sänger erklärt, er habe sich von der Krankheit wieder erholt und damit Hoffnungen auf eine Heilung geweckt. Zuletzt hatte sich sein Zustand jedoch wieder deutlich verschlechtert. Im April fiel Gibb nach einer Lungenentzündung ins Koma, aus dem er jedoch wieder erwachte.

"Eine Seele in drei Körpern"

Gibb wurde am 22. Dezember 1949 auf der britischen Isle of Man geboren, etwa eine halbe Stunde später kam sein Zwillingsbruder Maurice zur Welt. Kurz nach der Geburt der Zwillinge zog die Familie nach Manchester im Nordwesten Englands, 1958 ging es weiter ins australische Brisbane.

Gemeinsam mit seinen Brüdern Maurice und Barry bildete Gibb die Popband Bee Gees. Als Kinderstars landeten sie 1963 ihren ersten Hit mit "The Battle of the Blue and Grey". "Wir sagten, dass wir eine Seele in drei Körpern waren, da war ein solches Gefühl zwischen uns, wir konnten unsere Gedanken lesen, als wir zusammen schrieben", sagte Robin einst.

1967 kehrte das Trio zurück nach Großbritannien, wo es weitere Erfolge zu feiern gab, darunter den britischen Nummer-eins-Hit "Massachusetts". Als große Stars kamen sie mit Hits wie "How Can You Mend a Broken Heart" oder "Jive Talking" heraus - ihr größter Erfolg war aber der Discohit "Saturday Night Fever" aus dem Jahr 1977, der sich mehr als 40 Millionen Mal verkaufte.

Mehr als 200 Millionen Platten verkauft

Insgesamt verkauften die Bee Gees über 200 Millionen Platten. Zugleich schrieben sie auch Songs für andere Musikgrößen wie Diana Ross, Barbara Streisand, Kenny Rogers und Dolly Parton sowie Dionne Warwick und Frankie Valli. 2004 wurden sie zu den sogenannten Commanders in the Order of the British Empire ernannt - eine Stufe unter dem Ritterstand.

Robin Gibbs war zwei Mal verheiratet und hinterlässt drei Kinder. Sein Zwillingsbruder Maurice starb 2003 nach einer Darmoperation. Ihr jüngerer Bruder Andy, der nicht Mitglied der Bee Gees war, starb 1988 an seiner Drogensucht.

"Manchmal frage ich mich, ob all die Tragödien, die meine Familie erleiden muss - dass Andy und Maurice so jung gestorben sind und all das, was mir in der letzten Zeit passiert - eine Art Preis dafür ist, den wir für den ganzen Ruhm und das ganze Glück, das wir hatten, bezahlen müssen", hatte Robin der Zeitung "Sun" im März gesagt.

mg/afp
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