Jawort in Monaco Und es hat "Oui" gemacht

Oui! Oui! Es ist vollbracht. Fürst Albert II. und Fürstin Charlene sind nun auch kirchlich getraut. Nach der Zeremonie zog ein Autokorso von 200 Luxuslimousinen durchs Fürstentum. Und eine neue dringende Frage stellt sich Monegassen und Boulevardblättern: Wann kommt der Thronfolger?
Monacos Prince Albert II küsst Princess Charlene: Die zweite Traumhochzeit des Jahres

Monacos Prince Albert II küsst Princess Charlene: Die zweite Traumhochzeit des Jahres

Foto: ERIC GAILLARD/ Reuters

Monaco - Sie haben es wirklich getan - und "Ja", nein "Oui" gesagt: Fürst Albert II. und Fürstin Charlene haben kirchlich geheiratet. Vor 3500 Gästen nahm der Erzbischof von Monaco, Bernard Barsi, im Innenhof des Palastes der südafrikanischen Ex-Schwimmerin und Fürst Albert II. das Jawort vor Gott ab.

Charlene war für Albert vom protestantischen zum katholischen Glauben konvertiert, um die kirchliche Trauung möglichzumachen. Katholizismus ist in Monaco Staatsreligion - und die Voraussetzung dafür, dass Charlene und Albert einen legitimen Thronfolger und künftigen Regenten für das Steuerparadies am Mittelmeer zeugen können.

Die kirchliche Vermählung von Albert II. von Monaco, 53, und der 20 Jahre jüngeren Charlene begann um 17 Uhr. Die Feier unter freiem Himmel war der Höhepunkt der Hochzeitsparty. Denn die standesamtliche Hochzeit am Vortag feierte die Grimaldi-Familie im kleineren Kreis mit etwa 90 Gästen.

Nach der Trauung zog ein Autokorso durchs Fürstentum, an der Spitze das Paar, dahinter die wichtigsten Gäste in 200 Luxuslimousinen. Am Abend steigt nach dem Menü vom Drei-Sterne-Koch ein Ball in der Oper und zum Abschluss ein sicher opulentes Feuerwerk.

Die Gäste kommen, wie sich das gehört, aus Prominenz, Hochadel und Politik. Bundespräsident Christian Wulff und seine Frau Bettina werden ebenso vertreten sein wie die Ex-Schwimmerin Franziska van Almsick und der Modeschöpfer Karl Lagerfeld, ein Fan und Freund der monegassischen Fürstenfamilie. Lagerfeld sieht die Hochzeit unter einem guten Stern. Über Charlene Wittstock sagte er schon vor der Trauung, sie sei "aufrichtig, ehrlich und zielsicher", sie werde Albert "beschützen".

Lebemann und Dauer-Junggeselle

Auch dabei im Fürstentum ist das Topmodel Naomi Campbell, die am Vortag noch auf der Hochzeit von Modelkollegin Kate Moss und Jamie Hince, Gitarrist bei der Rockband The Kills, gefeiert hatte. Auch Roger Moore und Giorgio Armani sind nach Monaco gekommen. Aus den europäischen Königshäusern sind unter anderem Schwedens Kronprinzessin Victoria und ihr Mann Prinz Daniel zur Hochzeit am Mittelmeer angereist.

Mit der standesamtlichen Vermählung sind nun Zweifel entkräftet, die französische Medien in den vergangenen Tagen gestreut hatten. Wittstock habe von Details aus dem Liebesleben ihres Zukünftigen erfahren, und deshalb aus dem Fürstentum fliehen wollen, berichtete unter anderem die französische Klatschzeitschrift "L'Express". Der Fürstenpalast dementierte Trennungsgerüchte umgehend.

Wie schon bei der standesamtlichen Hochzeit wurde die Zeremonie auf Großbildleinwänden im ganzen Zwergstaat übertragen. Die Monegassen mussten lange auf die Hochzeit ihres Fürsten warten.

Albert, der als Lebemann und als ewiger Junggeselle galt, war dem weiblichen Geschlecht in hohem Maße zugetan. Zwei uneheliche Kinder, ein 2003 geborener Sohn von einer ehemaligen Stewardess und eine 19-jährige Tochter mit einer amerikanischen Immobilienmaklerin sind offiziell Alberts Kinder, allerdings ohne Rechte in der fürstlichen Familie. Seine jetzige Braut hatte Albert vor elf Jahren bei einem Schwimmwettkampf kennengelernt.

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