Utz Claassen Ex-EnBW-Chef schreibt Krimi über Strombranche

Ex-EnBW-Chef Utz Claassen plant, einen Krimi über die Strombranche zu schreiben. Auf die Idee habe ihn seine Mutter gebracht, so der Manager. Der Titel des Buches steht bereits fest: "Atomblut".
Utz Claassen: Früher Konzernchef, künftig Krimiautor

Utz Claassen: Früher Konzernchef, künftig Krimiautor

Foto: ddp

Utz Claassen, früherer Chef des Energiekonzerns EnBW, schreibt einen Krimi über die Strombranche. Auf die Idee habe ihn seine 87 Jahre alte Mutter gebracht, sagte Classen dem "Hamburger Abendblatt".

Der Manager, derzeit ohne feste Anstellung, will unter dem Titel "Atomblut" die aktuelle Entwicklung in der Branche als Wirtschaftskrimi schildern. Die Handlung spiele "zu Zeiten der Energiewende, also jetzt und heute", sei allerdings fiktiv. Auch die in dem Buch vorkommenden Personen seien frei erfunden.

Der 48 Jahre alte Claassen, der auch Miteigentümer des Fußballklubs RCD Mallorca ist, war von 2002 bis 2007 Vorstandschef des Karlsruher Energiekonzerns EnBW. Seine Tätigkeit als Chef des Solarunternehmens Solar Millennium legte er 2010 nach nur 74 Tagen im Amt nieder. In einem laufenden Rechtsstreit geht es unter anderem um die Frage, ob er die bei seinem Antritt kassierten 9,2 Millionen Euro zurückzahlen muss.

Claassen hat bereits Bücher veröffentlicht, zum Beispiel mit den Titeln "Wir Geisterfahrer" und "Mut zur Wahrheit". Dabei handelte es sich jedoch nicht um Krimis.

Claassen vor Gericht kein Unbekannter

Das auch Biografisches in das geplante Buch einfließt, dürfte indes nicht unwahrscheinlich sein. Denn Claassen hat in den vergangenen Jahren immer wieder für Aufsehen und Gerichtsprozesse gesorgt. Einer dieser Prozesse veranlasste erst vor wenigen Wochen Christoph Wolff, den Gründer des Solarunternehmens Solar Millennium, das Handtuch zu werfen.

Auch nach Claassens Abgang beim Energiekonzern EnBW folgte ein verbissen geführter Streit vor Gericht. Der Energiekonzern und sein ehemaliger Vorstandschef Utz Claassen legten ihre Fehde um Pensionszahlungen jedoch letztlich bei. In einem Vergleich einigten sich die Parteien auf eine einmalige Abgeltung von 2,5 Millionen Euro.

krk/dpa

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