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Deutscher Fernsehpreis: Die besten und beliebtesten TV-Stars

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Deutscher Fernsehpreis Raab schlägt Jauch

Stefan Raab ist der beliebteste TV-Unterhalter Deutschlands. Der 44-Jährige erhielt beim diesjährigen Fernsehpreis die meisten Zuschauerstimmen, setzte sich unter anderem gegen Günther Jauch durch. Als beste Schauspieler wurden Nina Kunzendorf und Jörg Hartmann geehrt.

Köln - Die großen Gewinner des diesjährigen Deutschen Fernsehpreises sind Stefan Raab und Anke Engelke - sie räumten sogar doppelt ab. Raab wurde von den Zuschauern zum besten Entertainer gewählt und siegte damit vor Günther Jauch und dem Duo Klaas Heufer-Umlauf und Joko Winterscheidt.

Engelkes Sat.1-Sendung "Ladykracher" wurde von der Jury als beste Comedy ausgezeichnet. Zudem gewann der von Raab, Engelke und Judith Rakers präsentierte "Eurovision Song Contest 2011" den Fernsehpreis für die beste Unterhaltung.

Als beste Schauspieler des Jahres wurden Nina Kunzendorf und Jörg Hartmann ausgezeichnet. "Mich kennt man weniger, weil ich erst vor zwei Jahren vom Theater gekommen bin", sagte der 42-jährige Hartmann am späten Sonntagabend, nachdem sich schon viele Besucher der Preisvergabe in Köln gefragt hatten: Wer ist Jörg Hartmann?

Der gebürtige Nordrhein-Westfale aus Hagen spielte in der in Ostberlin in den Achtzigern angesiedelten ARD-Serie "Weissensee" den fiesen Stasi-Major Falk Kupfer, der selbst vor seiner eigenen Familie nicht zurückschreckt. Die 39-jährige Nina Kunzendorf erhielt die Trophäe für ihre Rolle im ARD-Drama "In aller Stille". Sie spielt darin eine Polizistin, die zunächst wie gewohnt ihre Tochter in den Kindergarten bringt und dann einen dramatischen Tag erlebt.

Blacky Fuchsberger wird für sein Lebenswerk ausgezeichnet

Bei der Preisverleihung am Sonntag, die am Montagabend von RTL ausgestrahlt werden soll, landete das ARD-Drama "Homevideo" in der Kategorie "Bester Fernsehfilm" auf Platz eins. Den mit 15.000 Euro dotierten Förderpreis erhielt der 21-jährige Jonas Nay, der in diesem Film einen Teenager spielt, der durch einen unglücklichen Zufall zum Cyber-Mobbing-Opfer wird und letztlich keinen anderen Ausweg als den Tod sieht.

Als bester Mehrteiler wurde "Hindenburg" (RTL) ausgezeichnet. Den Fernsehpreis für die beste Dokumentation sicherte sich das "Kleine Fernsehspiel" "Wärst Du lieber tot?" (ZDF), die Auszeichnung für die beste Information ging an Ranga Yogeshwar als ARD-Experte bei der Berichterstattung über die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima. Als beste Reportage wurde der in der WDR-Reihe "die story" ausgestrahlte Beitrag "Adel vernichtet - Der bemerkenswerte Niedergang des Bankhauses Oppenheim" ausgezeichnet.

Joachim "Blacky" Fuchsberger erhielt den Ehrenpreis der Stifter. Seine Frau Gundel kämpfte mit den Tränen, während er den Plexiglas-Obelisken von einer Hand in die andere schob. "Was Sie jetzt hier sehen", hob der 84-Jährige auf der Bühne an, "was Sie jetzt hier sehen, ist vom jugendlichen Liebhaber übrig geblieben. Enjoy the age - the rest is not recommendable." Genieß das Alter - der Rest ist nicht empfehlenswert. Showmaster Frank Elstner hatte Fuchsberger die Ehrung für sein Lebenswerk überreicht. Fuchsberger dankte seiner Frau, die ihn gelenkt und gewarnt habe. Auch vor langen Reden. Deswegen machte er zeitig Schluss bei der Dankesrede und sagte: "Mein Herzenswunsch ist zu sagen: Auf Wiedersehen."

Der Deutsche Fernsehpreiswird seit 1999 von ARD, RTL, Sat.1 und ZDF für herausragende Leistungen im deutschen Fernsehen verliehen. Die Jury vergab insgesamt elf Preise an die ARD und zwei an RTL. Jeweils ein Preis ging an das ZDF, Sat.1, ProSieben sowie Kabel eins. Moderiert wurde die Gala mit mehreren Hundert Gästen aus der Film- und Fernsehbranche von Marco Schreyl und Nazan Eckes.

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