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Abschiedsfest im "El Bulli": Kult-Koch Adrià sagt Adios

Foto: JOSEP LAGO/ AFP

Spitzenküche Starkoch Adria schließt elBulli mit Festessen

Er hat die Molekularküche erfunden und ist einer der besten Köche der Welt. Nun schloss Starkoch Ferran Adria sein berühmtes Lokal "elBulli" mit einem 50-Gänge-Menü für 50 Gäste. Er wandelt den Gourmettempel nun in eine Stiftung zur Ausbildung von Spitzengastronomen um.

Roses - Mit einem Festessen und anschließender Party für langjährige Mitarbeiter und Unterstützer hat der spanische Starkoch Ferran Adria am Samstag seinen Gourmettempel "elBulli" an der Costa Brava geschlossen. Seinen 50 Gästen servierte er ein 50-Gänge-Menü mit Gerichten seiner berühmten Molekularküche. Das Lokal im Mittelmeerort Cala Montjoi soll in den kommenden beiden Jahren zu einer Stiftung zur Ausbildung von Spitzengastronomen werden.

Adria eröffnete das Abendessen mit seiner Version eines trockenen Martinis, für den sich die Gäste eine zur kleinen Kugel verwandelte Olive auf die Zunge legten und diese mit Gin und Wermut besprühten. Als weitere Gänge gab es unter anderem Pistazienravioli, Muschelbaisers, flüssige Kroketten und Olivenölchips. Den Abschlussabend, der zugleich einen Neubeginn markieren sollte, setzte die Gesellschaft später mit einer Party fort.

Das "elBulli" war im vergangenen Jahr vom Spitzenplatz der Liste der weltweit besten Gourmetlokale verdrängt worden und soll nun in eine Stiftung zur Ausbildung von Spitzenköchen umgewandelt werden. Adria gilt als Vorreiter der Molekularküche, die Lebensmittel mit Hochtechnologie in neue Formen bringt. Zu seinen Entwicklungen gehören unter anderem Apfelkaviar, Kartoffelschaum, Parmesankristalle und mit flüssigem Stickstoff gefrorene Stopflebernudeln.

Stiftung soll Arbeit ab 2014 aufnehmen

"Die Umwandlung ist nicht einfach, es gibt viel zu organisieren", sagte Adria, der im Jahr 1987 Chefkoch von "elBulli" geworden war und seither fünf Mal die Auszeichnung zum weltbesten Lokal für das Haus einstrich, während eines Gesprächs mit seiner Küchenmannschaft vor dem Restaurant. Für ihn sei das Abschlussessen allerdings kein trauriges Ereignis, sondern im Gegenteil Grund zur Freude.

"Wir sind sehr, sehr glücklich, weil das Projekt fortgesetzt wird", sagte der 49-Jährige. Die Stiftung soll nach früheren Angaben des Starkochs ab dem Jahr 2014 bis zu 25 Stipendien jährlich an angehende Spitzengastronomen vergeben. Sie sollen mit früheren "elBulli"-Mitarbeitern neue kulinarische Kreationen entwickeln.

Seiner Arbeit als Chefkoch und Betreiber des Restaurants weint Adria erst einmal nicht nach. Die Arbeit habe ihm keine Zeit mehr für Neuentwicklungen gelassen, sagte er. Für die jährlich zur Verfügung stehenden 8000 Gästeplätze hatte es stets um die zwei Millionen Anfragen gegeben. "Wir haben ein Monster geschaffen, und es war an der Zeit, es zu bändigen", sagte Adria.

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