US-Starlet Lindsay Lohan gesteht Diebstahl

Nach langem Leugnen hat Lindsay Lohan nun gestanden, dass sie eine Kette im Wert von 2500 Dollar aus einem Juwelierladen mitgehen ließ. Damit bleibt der einst vielversprechenden Schauspielerin eine neue Inhaftierung wohl erspart. Allerdings muss das US-Starlet eine Therapie gegen Kleptomanie antreten.
US-Starlet Lohan: Die 24-Jährige kämpft mit Alkohol- und Drogenproblemen

US-Starlet Lohan: Die 24-Jährige kämpft mit Alkohol- und Drogenproblemen

Foto: STEPHEN DUNN/ AFP

Los Angeles - US-Starlet Lindsay Lohan muss wohl nicht ins Gefängnis: Bei einem Gerichtstermin in Los Angeles überbrachte Lohans Anwältin ein Schuldeingeständnis ihrer Mandantin. Damit kann die Schauspielerin eine dreimonatige Haftstrafe wegen Diebstahls, an der das Gericht weiterhin festhält, nun vermutlich zu Hause absitzen.

Die 24-Jährige hatte im Januar in einem Juweliergeschäft in Los Angeles im Stadtteil Venice eine Halskette im Wert von 2500 Dollar (gut 1750 Euro) mitgehen lassen. Neben der Haftstrafe verurteilte das Gericht Lohan auch zu gemeinnütziger Arbeit und einer Therapie gegen Kleptomanie.

Bereits Ende April hatte das Gericht die Schauspielerin zu 120 Tagen Haft sowie zu 420 Stunden gemeinnütziger Arbeit in einer Leichenhalle und einem Frauenzentrum verurteilt, weil sie mit dem Diebstahl gegen ihre Bewährungsauflagen verstoßen habe. Nach weniger als fünf Stunden wurde sie gegen die Zahlung von 75.000 Dollar jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt.

Bereits zum vierten Mal hinter Gittern

Es war bereits das vierte Mal, dass die einst als vielversprechender Jungstar gestartete Lohan hinter Gitter musste. Das US-Starlet kämpft seit Jahren mit Alkohol- und Drogenproblemen. Im Mai 2007 war Lohan betrunken am Steuer erwischt worden. Sie machte eine Alkoholtherapie, wurde aber nur zwei Monate später in Santa Monica erneut wegen Trunkenheit am Steuer und Kokainbesitzes festgenommen. Damals verbrachte sie 84 Minuten im Gefängnis.

Seitdem hielt sie sich wiederholt nicht an ihre Bewährungsauflagen und verbrachte deswegen im Juli vergangenen Jahres 13 Tage im Gefängnis. Im vergangenen Oktober ließ sie das Gericht wegen erneuter Verstöße in eine Entzugsklinik einweisen, aus der die 24-Jährige im Januar entlassen wurde.

Im Gegensatz zu früher, wo das Starlet oft über Ungerechtigkeit und zu harte Urteile jammerte, kam für das letzte Urteil Zustimmung: "Ich unterstütze die Entscheidung des Gerichts und sehe die Schuld, dass ich in dieser Situation stecke, bei mir", hieß es in einer Erklärung. Ich bin froh, nun an meinem Leben und meiner Karriere arbeiten zu können." Sie habe ihren Sozialdienst bereits begonnen. "Ich finde, die Medien sollten ihre Aufmerksamkeit jetzt auf so wichtigen Themen wie Obdachlosigkeit und Gewalt in der Familie richten und nicht auf mich."

mg/afp/dpa/dapd
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