Sonntag, 22. September 2019

Rad, Helm, Rennanzug - und Epo Das kostet eine Fahrrad-Ausrüstung für die Tour de France

2. Teil: Rennräder: Darauf sitzt der Weltmeister

Specialized S-Works Venge / Rennrad

Der Finanznachrichtendienst "Bloomberg" nennt sie die "am schlechtesten gehüteten Geheimnisse des Sports": Zwar würden die neuen Räder der großen Hersteller theoretisch erst zum Tour-Start enthüllt; praktisch würden sie allerdings schon Monate vorher von ausgewählten Fahrern getestet.

Für 2018 ist laut "Bloomberg" ein Trend auszumachen: Die prominentesten Fahrer säßen alle auf besonders windschnittigen Aero-Rennrädern mit Scheibenbremsen. Früher hätten Aero-Räder als zu schwer, zu rau in der Bedienung und zu schwierig in der Instandhaltung gegolten; diese Bedenken hätten die Hersteller nun auszuräumen versucht.

UCI-Weltmeister Peter Sagan, der für das deutsche Bora-Hansgrohe-Team fährt, sitzt auf einem 12.500 Dollar / 10.499 Euro teuren Aero-Rad des Herstellers Specialized. Hobby-Radler mit dem erforderlich dicken Portemonnaie müssen allerdings Glück haben: Die Rennradschmiede bietet es nur bei ausgewählten Händlern an. "Wenn Sie eines wollen", so "Bloomberg", "drücken Sie Daumen, Zehen und Augen und fangen dann an, zu betteln."

Trek, das etwa John Degenkolb ausstattet, der als Sieger des Klassiker-Rennens von Paris nach Roubaix ein deutscher Hoffnungsträger für Etappensiege ist, schickt ein ähnlich teures Flaggschiff ins Rennen - das Madone SLR kostet ebenfalls 12.500 Dollar.

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