Sonntag, 20. Oktober 2019

Die Highlights der Spielemesse E3 Postapokalypse now!

Highlights der Spielemesse E3: Großartige postnukleare Ödnis
TMN / Bethesda

Microsoft gegen Sony gegen Nintendo: Einmal im Jahr trifft sich in Los Angeles die gesamte Videospielbranche zum großen Kräftemessen. Auf der Messe E3 zeigen kleine und große Publisher die Hits für das kommende Weihnachtsgeschäft. Neue Hardware gibt es diesmal kaum zu sehen, dafür aber viele neue Episoden bekannter Serien, zahlreiche Neuauflagen und ein paar echte Überraschungen.

Die vielleicht größte: Microsofts Xbox One soll ab Herbst nach einem Firmware-Update auch Abwärtskompatibilität bieten. Anders als bisher laufen dann auch Spiele für den Vorgänger Xbox 360 auf dem Gerät - allerdings nicht direkt von der Disc, sondern erst nach einem Download. Bisher gab es dieses Feature in der aktuellen Konsolengeneration nur auf Nintendos Wii U. Nicht jedes Spiel wird automatisch unterstützt, Microsoft verspricht zum Start des Features aber eine breite Auswahl an Titeln.

Großes Thema jenseits der Spiele ist auf der E3 Virtual Reality oder kurz VR. Die einzige Hoffnung für Spieler, die komplett in virtuelle Welten abtauchen wollen, war lange Zeit Oculus Rift. Anfang 2016 soll das inzwischen zu Facebook gehörende Gerät in den Läden stehen. Voraussetzung ist allerdings ein leistungsfähiger PC - mit Konsolen arbeitet Oculus Rift nicht zusammen. Wichtigster Oculus-Konkurrent ist Project Morpheus, Sonys eigenes VR-System für die Playstation 4. Einen Starttermin hat es aber noch nicht.

Spezielle Virtual-Reality-Spiele sind bisher allerdings kaum angekündigt. Was es auf der E3 zu sehen gibt, läuft in der Regel ganz klassisch auf dem PC-Monitor oder dem Fernseher. Mit dabei sind natürlich die üblichen Verdächtigen: "Fifa 16" hat Entwickler Electronic Arts zum Beispiel ein paar neue Tutorials für Einsteiger verpasst, außerdem gibt es zum ersten Mal in der Serie auch Frauenteams. Die Fußballsimulation erscheint im Herbst, genau wie der traditionelle Konkurrent "PES 2016" von Konami.

Postapokalyptische Abenteuer in Boston

Bei den Rollenspielen steht auf der E3 klar "Fallout 4" von Bethesda im Mittelpunkt. Schauplatz des postapokalyptischen Abenteuers ist diesmal Boston: 200 Jahre nach einem Atomkrieg erkundet der Spieler die Ruinen der zerstörten US-Metropole und begegnet dabei gefährlichen Mutanten und verrückten Überlebenden. Der Release des Titels ist für November 2015 geplant.

Und "Fallout" ist nicht das einzige Spiel mit einer offenen Welt, die den Untergang schon hinter sich hat: Schon im September erscheint "Mad Max" von Warner Interactive. Genau wie im aktuellen Kinofilm "Fury Road" findet zumindest ein Teil der Kämpfe nicht zu Fuß, sondern in Autos und anderen Fahrzeugen statt. Ein ähnliches Spielprinzip hat "Just Cause 3" von Square Enix, in dem der Spieler den Diktator einer fiktiven Bananenrepublik stürzen muss. Allerdings ist die offene Spielwelt hier deutlich bunter und die Action noch ein wenig heftiger: Wilde Stunts wie in einem James-Bond-Film sind in "Just Cause" Alltag.

Familienfreundlichere Action bietet Sony dieses Jahr mit "Ratchet and Clank", einem komplett neu gestalteten Remake des Playstation-2-Klassikers. Wem das zu bunt ist, der kann sich im Horror-Adventure "Until Dawn" gruseln. Beide Titel gibt es nur auf der Playstation 4. Exklusiv auf der Xbox One erscheint "Rise of the Tomb Raider", das jüngste Abenteuer von Archäologin Lara Croft. Auf der Suche nach verschollenen Schätzen ist sie diesmal auch in Eis und Schnee unterwegs.

Seite 1 von 2

© manager magazin 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung