Sonntag, 5. April 2020

Augmented Reality mit Layar, Yelp und Wikitude Stadtleben mit Untertiteln

Layar, Yelp und Wikitude: Augmented Reality für das Stadtleben
TMN

Der Großstadtdschungel kann verwirrend sein. Vor allem, wenn man in fremden Städten unterwegs ist. Augmented-Reality-Apps können da helfen - sie legen Informationen aus dem Internet über die Bilder der Realität. Ein Test der beliebtesten Anwendungen.

Sankt Augustin - Sie erkennen Sehenswürdigkeiten, finden Restaurants und helfen bei der Suche nach der nächsten Toilette. Sogenannte Augmented-Reality-Apps sorgen dafür, dass Nutzer sich im Großstadtleben leichter zurechtfinden. "Augmented Reality ist eine für den Benutzer glaubhafte Kombination von interaktiven, computergenerierten Informationen mit der Realität", erklärt Leif Oppermann vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) in Sankt Augustin.

Die Funktionsweise von Augmented Reality (AR) ist recht einfach: "Im Computer generierte Informationen werden mittels eines geeigneten Ausgabegeräts passgenau in das Blickfeld des Benutzers eingeblendet", sagt Oppermann. Dieses Ausgabegerät kann wie bei Google Glass eine Datenbrille sein, aber genauso das Live-Kamerabild eines Smartphones, das, wie die meisten Geräte, GPS an Bord hat.

Auch eine Datenflatrate ist Pflicht, genau wie eine schnelle Verbindung ins mobile Internet. Für die gängigen Handy-Betriebssysteme sind bereits zahlreiche Apps erhältlich. "Android und iOS haben hier ganz klar die Nase vorn", sagt Sascha Pallenberg vom Weblog "Mobilegeeks.com". Für Windows Phone gibt es ebenfalls AR-Apps, allerdings längst nicht so viele.

Viele Apps sind sogar kostenlos. "Die bekannteste dürfte wohl Layar sein, die alleine für Android über 30 Millionen Mal heruntergeladen wurde", sagt Pallenberg. Die App zeigt zum Beispiel den Weg zum nächsten Geldautomaten oder Restaurant und sucht Informationen über bekannte Gebäude heraus. Inzwischen könne Layar aber auch zusätzlichen Content in Magazinen oder Werbung anzeigen, erklärt Pallenberg.

Yelp zeigt den Weg zum Hotel - und dessen Bewertung gleich mit

Im Praxistest erweist sich die Bedienung von Layar als denkbar einfach: Die App legt dazu verschiedene Geo-Ebenen über das Kamera-Bild, ein Umkreisradar zeigt interessante Orte in der Umgebung an - darunter sogar Immobilien, die zur Miete oder zum Verkauf frei stehen.

Der Nutzer dreht sich soweit mit dem Smartphone, bis die Richtung stimmt und ein Symbol im Bild erscheint. Möchte der Nutzer sich zu diesem Punkt bewegen, bietet die App auch eine Navigation.

Bei der App des Bewertungsportals Yelp verbirgt sich die AR-Funktion hinter dem Namen Monocle. Sie zeigt nicht nur den Weg zum nächsten Hotel, sondern weiß nebenbei auch noch, was andere Nutzer davon halten. Auch Standorte von Freunden lassen sich damit anzeigen.

Der Nutzer kann außerdem persönliche Ortsmarker setzen. Im Vergleich mit Layar bietet das Kategoriensystem von Yelp deutlich mehr Details: Vom Schlüsseldienst über Hundeschulen bis zur Wohnmobilvermittlung lassen sich die Suchanfragen klar eingrenzen.

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