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Baselworld 2011: Die spektakulärsten neuen Uhren

Uhrenmesse Baselworld Die mechanische Tausendstelsekunde

Mit dem Mikrotimer Flying 1000 dringt Tag Heuer bei der Uhrenmesse Baselworld in Dimensionen der Präzision vor, die noch nie eine mechanische Uhr zuvor erreicht hat. Der Chronograph misst auf die Tausendstelsekunde genau. Auch Patek Philippe zeigt ein neues Meisterstück, für 684.000 Euro.

Basel - Elf Patente hat die Uhrenfirma Tag Heuer für ihren neuen Chronographen angemeldet. Er durchbricht eine Schallmauer, die noch keine mechanische Uhr zuvor geknackt hatte: Auf die Tausendstelsekunde genau misst der Mikrotimer Flying 1000 Concept Chronograph die Zeit.

In ihrem Gehäuse arbeiten zwei Werke - eines zur normalen Zeitmessung, eines nur für den Stoppuhrbetrieb, und das letztere bringt es auf eine Schwingungsfrequenz von 3,6 Millionen Schlägen pro Stunde. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis die Uhr auf den Markt kommt. Den in bedeutsamem Schwarz mit neongrünen Akzenten und einer dicken "1000" auf den Gehäuserand versehenen Prototypen führte Tag Heuer-CEO Jean-Christophe Babin schon einmal auf der Baselworld  vor, der weltweit bedeutsamsten Uhrenmesse, die noch bis einschließlich morgen läuft.

Was die Uhr einmal kosten wird, ist noch nicht bekannt; ihr Vorläufer, erst Anfang des Jahres gezeigt und auf die auch schon sensationelle Hundertstelsekunde genau, soll ab Herbst für knapp 40.000 Euro verkauft werden, an 150 ausgewählte Kunden.

Im Vergleich zur Messeneuheit von Patek Philippe ist das schon fast ein Schnäppchen. 684.000 Euro lautet die unverbindliche Preisempfehlung des Luxusuhrenherstellers für die Referenz 5208. Das Automatikwerk bietet drei Komplikationen: Minutenrepetition, Stoppfunktion und einen ewigen Kalender.

Die Hersteller überbieten einander mit dem Einsatz möglichst futuristischer Materialien: Patek Philippe setzt erstmals ein spezielles Silizium-Derivat ein, Hublot präsentiert mit der King Power F1 seine erste vollständig, inklusive der Werkbrücken, aus Kohlefaser gefertigte Uhr, etliche Hersteller experimentieren mit Kautschukkomponenten am Gehäuse oder eher exotischen Legierungen.

Aus gestalterischer Sicht gibt es in Basel keinen alles beherrschenden Trend. Das beliebteste Format ist der 42-Millimeter-Durchmesser, wie ihn auch Rolex erstmals für die überarbeitete Yacht-Master II und die Explorer II wählte. Viele Hersteller setzen auf Bicolor-Optiken, gerne in der gewagten Kombination Roségold und Stahl, oder auf ein sehr maskulines Mattschwarz; bei den Damenuhren ist der Art Déco die beliebteste Reminiszenz, mit zierlichen Werken in eckigen, diamantengeschmückten Gehäusen.

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