Navis im ADAC-Test Billig lotst besser

Bei Navigationsgeräten ist das Premiumsegment offenbar nicht immer die beste Wahl. In einem ADAC-Test konnten die Basismodelle die einige High-End-Geräte auf die hinteren Plätze verweisen.

München - Günstige Einsteiger-Navigationsgeräte sind laut einem ADAC-Test manchmal die bessere Wahl als das sehr viel teurere Premiumgerät der gleichen Marke. Die Prüfer verglichen acht Basismodelle mit den jeweiligen High-End-Geräten desselben Herstellers.

Die meisten der acht getesteten Basisversionen zeigten gute oder befriedigende Leistungen, teilte der ADAC am Donnerstag in München mit. Sie seien zwar einfacher ausgestattet, die Grundfunktionen der Navigation seien mit ihnen aber gewährleistet. Die Geräte bekamen Noten von 2,2 (Becker Z103) bis 3,4 (a-rival NAV-PN35). Kein Gerät werteten die Tester wegen einer gravierenden Schwäche ab. Vermisst wurde bei einigen Modellen lediglich die TMC-Funktion zum Umfahren von Staus.

Anders bei den High-End-Geräten: Hier landeten drei teure Navis auf den hintersten Plätzen der Liste. Beim Millionen Moov Spirit V505TV beanstandeten die Tester eine schlechte Menüführung bei der Bedienung, beim NavGear GT 50T Schwächen beim Satellitenempfang. Das a-rival NAV-PN43 zeigte bei fast allen Testkriterien nur ausreichende Leistung und vibrierte zudem stark.

Insgesamt vergaben die Tester fünfmal die Note "gut" an Premiumgeräte. Die Modelle von Becker, Falk, Navigon, Medion und Garmin erfüllten damit die Erwartung in ihren höheren Preis. Eine Sonderstellung nahm das Navigon 8410 ein: Mit einem Preis von rund 450 Euro war es zwar das teuerste im Test, setzte aber auch Maßstäbe durch seine exzellente Sprachausgabe und seine Darstellungsqualität der Route.

manager-magazin.de mit Material von afp und dpa

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