Flachbild-TV mit Webzugang "Unbeholfen und unvollkommen"

Das Internet erobert den Flachbildfernseher. Namhafte Hersteller haben sich auf das Terrain gewagt und entsprechende Geräte vorgestellt. Wie ein Test zeigt, gewährt jedoch keiner der betreffenden Neulinge den uneingeschränkten Zugang zum weltweiten Netz. Es handele sich um "erste Gehversuche mit Lichtblicken und Ärgernissen".

Hannover/Berlin - Das Computermagazin "C't" hat vier Flachbildfernseher mit Internetzugang getestet. Das Fazit: Die Internetperformance lässt bei allen Geräten noch zu wünschen übrig. Die Tester bezeichneten sie bei allen Kandidaten noch als "unbeholfen und unvollkommen".

Den größten Zugriff aufs Netz liefert laut Test das Philips-Modell (siehe Fotostrecke). Als einziger der vier getesteten Konkurrenten bietet er einen vollwertigen Browser. Mit Flash-Animationen und -Videos komme der Fernseher jedoch nicht klar. Zudem seien die Wartezeiten zu lang, kritisieren die Tester.

Sony  und Samsung  entlassen ihre Kunden nur über sogenannte Widgets ins Netz. Diese Minianwendungen bescheren laut "C't" im Falle des Sony-Gerätes dem Nutzer Taschenrechner und Weltzeituhr. Zudem gebe es "textbasierte Inhalte" wie Wettervorhersage und Börsenticker über RSS-Feeds.

Das Samsung-Modell geht einen Schritt weiter und gewährt immerhin Zugriff auf das Videoportal YouTube, den Bilderdienst Flickr und das Microblogging von Twitter.

Ebenfalls ohne vollwertigen Browser wird das Panasonic-Gerät ausgeliefert: Auf "nur wenige" interaktive Anwendungen könne zugegriffen werden, beispielsweise auf Beiträge von Webseiten der Tagesschau oder von Eurosport.

Positiv hoben die Tester hervor, dass die Neulinge sämtlich HDTV-Tuner eingebaut hätten und mit HD-Signalen zurecht kämen. Alle vier Geräte eignen sich demnach als Streaming-Clients, um freigegebene Bilder, Musik und Videos über das lokale Netzwerk vom PC oder vom NAS-Laufwerk abzurufen. Unterschiede zeigten sich allerdings bei den unterstützten Videoformaten. Einzig klassische MPEG-2-Dateien spielten alle Geräte ab.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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