IFA-Bilanz Ein dickes Plus

Die Veranstalter der IFA, die am Mittwoch in Berlin endete, sind vollauf zufrieden: Das Volumen der Aufträge übertraf das Vorjahr, die Messe lockte wieder deutlich mehr Besucher an und bei der Anzahl der Aussteller verzeichnete die Messe einen Rekord.

Berlin - Die hohen Erwartungen an die Unterhaltungselektronikmesse IFA seien deutlich übertroffen worden, hieß es am Mittwoch in einem Fazit der Veranstalter, der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik GFU und der Messe Berlin.

Das Ordervolumen bei den Markenherstellern sei um rund 10 Prozent gestiegen. Damit dürfte der Handel an sechs Tagen Geräte im Wert von insgesamt rund 2,6 Milliarden Euro bestellt haben, hieß es.

"Unsere Branche profitiert vom derzeit guten Konsumklima. Dies spiegelt sich auch im Ordergeschäft der IFA 2007 wider", sagte GFU-Aufsichtsrat Hans-Joachim Kamp. Für dieses Jahr erwartet die Branche in Deutschland einen Gesamtumsatz von erstmals mehr als 23 Milliarden Euro.

In die 26 Hallen unter dem Funkturm seien 235.000 Besucher aus dem In- und Ausland gekommen. Nach Angaben der Messegesellschaft entspricht dies einem Plus von 10 Prozent. In Berlin zeigten 1212 Aussteller aus 32 Ländern die neusten Geräte der Unterhaltungs-, Informations- und Kommunikationselektronik, mehr als in den vergangenen Jahren. Die nächste IFA ist auf den 29. August bis 3. September 2008 terminiert.

Der GFU-Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Hecker sieht bei den Verbrauchern wieder eine Tendenz zu mehr Qualität und für die Wertigkeit von Geräten. Die Gespräche mit dem Handel hätten gezeigt: "Die Schnäppchenjägermentalität nach dem ausschließlich billigsten Angebot nimmt eindeutig ab", so Hecker. Damit "rückten die individuellen Anforderungen und Wünsche der Konsumenten noch stärker in den Vordergrund".

Zu den IFA-Schwerpunkten zählten neben Geräten mit hochauflösenden Bildern das Fernsehen über Internetprotokoll (IPTV), mobiler Empfang sowie Navigation und digitale Musikaufzeichnung. Zudem zeichne sich ein Trend zu noch größeren Bildschirm-Diagonalen ab. Vom Handel gefragt seien Geräte mit mehr als 40 Zoll (102 Zentimeter).

manager-magazin.de mit Material von dpa