IFA Freude unterm Funkturm

Die IFA könnte in diesem Jahr an die Rekordveranstaltung aus dem Jahr 2005 anknüpfen. Knapp vier Wochen vor Beginn der Messe haben sich fast genau so viele Aussteller angemeldet wie vor zwei Jahren. Die Branche, die sich schon jetzt über gute Geschäfte freuen kann, erwartet von der IFA einen weiteren Wachstumsschub.

Berlin - Für 2007 erwarte die Branche eine Umsatzsteigerung um 4,5 Prozent auf über 23 Milliarden Euro, wie die Veranstalter der Internationalen Funkausstellung (IFA) dreieinhalb Wochen vor Eröffnung der Messe am Donnerstag mitteilten. Verantwortlich für das Wachstum sind vor allem LCD- und Plasmafernseher sowie Navigationsgeräte, Notebooks und digitale Kameras.

Die IFA ist vom 31. August bis 5. September für das Publikum geöffnet. In diesem Jahr werde die Messe voraussichtlich einen neuen Ausstellerrekord erreichen, wie der Geschäftsführer der Messe Berlin, Christian Göke, sagte. Bisher hätten sich 1170 Aussteller aus 32 Ländern angemeldet. Im vergangenen Jahr waren es 1049, 2005 war der Rekord mit 1202 Ausstellern verzeichnet worden. Damals fand die Messe allerdings auch noch im zweijährigen Turnus statt. Seit 2006 öffnet die IFA jedes Jahr ihre Pforten.

Göke betonte, erstmals seien auf der Messe alle großen Marken vertreten. Unter anderem sind Philips , Epson, Siemens , Grundig, die Deutsche Telekom , Sony  und Sharp  dabei. Auch ARD und ZDF sind mit Ständen vertreten. Der Eintritt beträgt in diesem Jahr für eine Tageskarte 9,50 Euro.

Scharfer Blick mit HD

Wachstumstreiber der Branche sind laut Kamp LCD-TV-Geräte. Der Absatz soll um rund 50 Prozent auf 3,8 Millionen Stück steigen. Der Verkauf von Plasmageräten werde um 20 Prozent auf rund 500.000 Stück zulegen. Flache Bildschirme gebe es zu Preisen, die sich alle Bevölkerungsschichten leisten könnten, meinte Kamp.

Die Branche profitiere auch davon, dass die Konsumenten bereit sind, für neue Technik mehr Geld auszugeben. Bei mobiler Navigation werde ein Zuwachs von rund 50 Prozent auf drei Millionen Geräte erwartet. "Bei der Navigation ist Deutschland Europameister", sagte Kamp. Bei der Verbraucherelektronik stehe Großbritannien an der Spitze.

Der Absatz von Notebooks wird laut Prognose in diesem Jahr um 30 Prozent steigen. Der Verkauf digitaler Kameras sei im ersten Halbjahr um 10 Prozent gewachsen. Geprägt sei der Zuwachs durch einen um 42 Prozent höheren Absatz von Spiegelreflex-Kameras. Es seien in den ersten sechs Monaten über 250.000 Stück verkauft worden.

Auch für die kommenden Jahre blicke die Branche zuversichtlich nach vorn, denn in den deutschen Haushalten stünden noch 40 Millionen TV-Röhrengeräte, die irgendwann noch gegen Flachbildschirme getauscht werden. Zudem werden laut Kamp die auf der IFA vorgestellten High Definition (HD) Medien zunehmend den Alltag erobern. Angeboten werden HD-Player, HD-Audio und -Camcorder und vor allem HD-Videogames.

manager-magazin.de mit Material von ap und dpa