Sonntag, 26. Januar 2020

So essen Sie sich fit für den Job Tag 1: Raus aus dem Gänsebraten-Koma

Ideal für einen Detox-Tag: Leichte Fischsuppe mit Fenchel
Grand Resort Bad Ragaz
Ideal für einen Detox-Tag: Leichte Fischsuppe mit Fenchel

Fettiges Essen, Plätzchen, Süßes und Alkohol haben dem Körper in den letzten Wochen stark zugesetzt, Nichtstun und Kalorienbomben die Stoffwechselfunktionen lethargisch gemacht. Mit unserem Sechs-Tage-Programm machen wir Sie wieder fit für den Job. Los geht es mit einem Detox-Tag.

"Intermittierendes Fasten ist ein Kick, um aus dem Gänsebraten-Koma aufzuwachen", weiß Ernährungsberaterin Sonja Ricke, die gemeinsam mit Chefkoch Renato Wüst vom Schweizer Medical Health Resort Grand Resort Bad Ragaz exklusiv für manager magazin online das Sechs-Tage-Programm "So essen Sie sich fit für den Job" entwickelt hat.

Die Idee des ursprünglichen Fastentags wurde für Büroarbeiter adaptiert. Ziel ist es, einerseits den Stoffwechsel zu aktivieren und andererseits eine Menge Kalorien einzusparen. "Der Fastentag sollte höchstens zwei Tage in der Woche gemacht werden. Dann funktioniert er hervorragend", rät Ricke.

So sieht Tag 1 aus:

  • Frühstück (zu Hause oder im Büro): 250g Hüttenkäse mit Schnittlauch
  • Mittagessen (unterwegs oder im Büro): 150g Steak oder 100g geräuchter Lachs mit gemischtem Salat (empfohlen mit Chicorée oder Cima di Rapa)
  • Abendessen (zu Hause): Leichte Fischsuppe mit Fenchel

Die Zutaten für den Detoxtag lassen sich sehr gut einfach mitnehmen. Dazu muss nicht einmal ein Salat angemacht werden. Sie können ein bis zwei Chicorées vor Ort "entblättern".

Wichtig ist es, nach überschwänglichem Konsum, den Körper zu entgiften. Bitterstoffe helfen der Leber dabei. Sie finden sich beispielsweise in Chicoree und Cicorino rosso, Artischocken, Kardi (einer alten Gemüsesorte), Löwenzahn und Catalogna, Cima di Rapa (Kohlstengel), Beifuss, Gelbwurz (Bestandteil im Curry) oder auch Ingwer. Auch Fenchel ist absolut perfekt für die Verdauung!

Das sagt die Ernährungsberaterin:

In der heutigen Zeit werden immer weniger Bitterstoffe konsumiert. "Damit geht ein wertvoller Leberreiniger verloren", warnt Ricke. Sie rät dazu, wieder vermehrt bittere Gemüse und Gewürze zu sich zu nehmen: "Die Leber, der Cholesteringehalt und auch die Verdauung werden es Ihnen danken." Als Getränk empfiehlt Sonja Ricke Wermut, den es jedoch nicht nur als Schnaps gibt: "Drei Tassen Wermuttee wirken Wunder am Detoxtag."

Das meint der Koch dazu:

Damit bittere Gemüse nicht zu bitter schmecken und die Lust auf den Verzehr vergeht, hat Chefkoch Renato Wüst den passenden Tipp: "Bitter-Gemüse und -Salate in Milchwasser einlegen oder in Milchwasser kochen hilft, den bitteren Geschmack zu unterdrücken." Mit dem ersten Rezept der Woche möchte Wüst zeigen, dass auch dass auch Fastentage kulinarische Höhepunkte liefern können. Alkohol kann übrigens auch in der Fastenküche für das Kochen eingesetzt werden: "Durch das Kochen verflüchtigt sich der Alkohol und nur der Geschmack bleibt in der Suppe zurück. Wein und Entgiften ist für mich als Koch also kein Widerspruch", so Wüst.

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