Montag, 23. September 2019

Anleitung zum Genuss Whisky-Tasting mit Freunden

Whisky-Tasting: Empfehlungen für zwei schottische Abende
Corbis

Man kann Freunde nicht nur zum Essen einladen - Trinken geht auch. Und zwar auf höchstem Niveau. Wer seinen Gästen etwas Besonderes bieten will, zelebriert ein schottisches Whisky-Tasting. mmo-Autorin Katja Syri erklärt, wie das richtig geht.

Hamburg - Das "Wasser des Lebens" (das bedeutet Whisky übersetzt) belohnt die Geschmacksknospen mit einer Welt neuer Aromen - vorausgesetzt, man beachtet bei der Verkostung einige Regeln. Der beste Weg, edlen Whisky zu genießen, ist, ihn zu zelebrieren wie einen guten Wein - gerne in geselliger Runde mit guten Freunden und angenehmer Atmosphäre.

Dabei bietet sich für das "Do-it-yourself" Einsteiger-Experiment zu Hause schottischer Single Malt Whisky mit seiner großen Geschmacksvielfalt an. Er wird ausschließlich aus gemälzter Gerste (Malt), Wasser und Hefe hergestellt und in kupfernen Brennblasen zwei, selten auch drei Mal gebrannt. "Single" bedeutet, dass die Destillate aus einer einzigen Brennerei stammen. Die Abfüllungen werden nicht mit Alkohol aus anderen Brennereien oder anderem Getreide-Whisky verschnitten - das wäre dann ein Blended Scotch.

Der Vorteil von Single Malt für eine Verkostung besteht darin, dass die Ecken und Kanten seiner Aromen leichter aufzuspüren, also zu riechen und zu schmecken sind, als in einem Blend. Darin besteht der Spaß, wenn Sie sich als Spirituosen-Sherlock betätigen. Lassen Sie sich beim Einkauf beraten, wo die Abfüllung herkommt und ob der Whisky aus ungetorfter oder getorfter Gerste hergestellt wurde - Sie werden den Unterschied später schmecken.

Die leichten Tropfen kommen zuerst an den Start

Außerdem ist interessant, ob das schottische Lebenswasser in Fässern aus amerikanischer Eiche oder europäischer Eiche lagern durfte. Fast immer reift Single Malt Whisky nämlich in gebrauchten Fässern und zwar für mindestens drei Jahre. Dabei nimmt er die Aromen des Holzes und der Tropfen an, die vorher darin gelagert wurden: meist Bourbon oder Sherry.

Nicht nur für Einsteiger ist es hilfreich, die meist leichteren, Ex-Bourbon-gereiften Tropfen am Anfang des Tastings zu verkosten, gefolgt von den Sherry-Abfüllungen und zum Schluss die getorften Vertreter mit ihren rauchigen Aromen zu probieren. Was Sie für eine Whiskyprobe - also ein Tasting zu Hause - noch brauchen, sind ein bis zwei Handvoll wirklich gute Freunde - und unsere Checkliste.

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