Mittwoch, 20. November 2019

Neue Tees Exotische Genüsse

2. Teil: Rosen, Pyramiden und Kapseln

Anders als bei den herkömmlichen Mischungen, die oft in den preisgünstigen Teebeuteln aus dem Supermarkt zu finden sind, bilden nicht mehr die farbspendenden, säurereichen Hibiskus- und Hagebuttenblüten die Grundlage der neuen, magenmilden Früchtetees. Die rote Färbung wird hier aus gefriergetrockneten Beeren gewonnen.

Blühender Genuss: Beim Aufgießen werden aus den trockenen Teekugeln in der Glaskanne kunstvolle Gebilde
Paul Schrader
Blühender Genuss: Beim Aufgießen werden aus den trockenen Teekugeln in der Glaskanne kunstvolle Gebilde
Weitere Farbe geben beigemischte Gemüsestücke aus Karotten und Rote Beete. Ernst Janssen schätzt darunter vor allem die Varianten, die konsequent auf jegliche Zusätze von Aromen und Blütenbestandteilen verzichten: "Die aufgegossenen Früchte können dann einfach ins Müsli gemischt und gegessen werden."

Bekömmlichkeit sei ein Merkmal, auf das Konsumenten trotz aller Neugier für neue Mischungen Wert legten, ist sich auch Schoffers sicher. So gebe es die vielfältigen Chai-Mischungen vermehrt mit oder ohne Schwarztee zur Auswahl. "Viele Menschen trinken Tee heute gern abends auf dem Sofa", sagt er. Schwarzer Tee störe dabei, da er auf viele Menschen anregend wirke.

Nicht nur beim Teegeschmack gibt es ständig Neuheiten. Auch die Darreichungsformen werden laufend erweitert. Neben Teebeuteln und losen Blättern gibt es inzwischen auch Teerosen, -pyramiden und -kugeln. Aber auch als flüssiges Konzentrat ist Tee mittlerweile zu haben. In kleinen Kapseln von sechs Millilitern bietet das Teewerk aus Lürschau drei Sorten an. Das Konzentrat kann sowohl mit kaltem als auch mit heißem Wasser gemischt werden. Eine Ziehzeit gibt es nicht. Das Teekonzentrat ist den Angaben des Herstellers zufolge reiner Tee ohne Aromazusatz.

Stefanie Hiekmann, dpa

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