Kaffee Brühen, kochen, pressen

Kaffeezubereitung ist eine Wissenschaft für sich. Vom hellen, aromatischen Handfilterkaffee bis zum türkischen Bittertrunk reicht die Vielfalt der Heißgetränke, die man aus der Bohne herstellen kann. Wichtig dabei: das Feintuning von Druck und Temperatur.

München - Nicht alle Kaffeetrinker mögen ihr Lieblingsgetränk gleich. Und so kommt es bei dem "schwarzen Gebräu" nicht nur auf Röstung, Mahlgrad und verwendete Kaffeemenge an, sondern auch auf die Art der Zubereitung. Den hellsten und geschmacklich feinsten Kaffee erhält man mit Großmutters Methode, bei der das Getränk per Handfilter aufgebrüht wird. "Dabei sollte die richtige Brühtemperatur zwischen 85 und 89 Grad betragen", empfiehlt der Kaffeeexperte Thomas Leeb, Buchautor aus München.

Etwas stärker wird das Getränk, wenn es in einer "normalen" Kaffeemaschine aufgebrüht wird. Bei diesem Verfahren liegt die Temperatur höher - meist bei 89 Grad -, und das Wasser wird per Dampfdruck nach oben befördert. Noch einen Tick dunkler gerät Kaffee in der sogenannten Siebstempelkanne: Das Kaffeepulver kommt direkt in die Kanne, wird mit Wasser aufgegossen und nach ein paar Minuten mit dem Sieb heruntergedrückt. "Durch das Pressen wird das Wasser mit Kraft durch den Kaffee gedrückt, dies führt zum stärkeren Geschmack", erläutert Leeb.

Espressoliebhaber wiederum sollten zu einer sogenannten Siebträgermaschine greifen und nicht zu einem Vollautomaten, rät der Fachmann. Vollautomaten brühen laut Leeb für einen Espresso zu "kalt" und mit zu wenig Druck. Für ein gutes Ergebnis müsse das Wasser aber 90 bis 95 Grad heiß sein. In einem Metallkännchen richtig aufgekocht wird dagegen der "türkische Kaffee", der wegen seines eher bitteren Aromas häufig mit Zucker getrunken wird.

manager-magazin.de mit Material von dpa/tmn

Kaffee: Der heiße Genuss

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