Wein Die Bündner Herrschaft

Wo der Rhein noch ein schmales Rinnsal ist, recken sich die Berge in beachtliche Höhen empor. Wer im nördlichen Graubünden alles andere, nur keinen Weinbau vermutet, wird staunen. Spitzenwinzer Daniel Gantenbein gibt tiefe Einblicke in eine höchst eigenständige Weinbaukultur - und eine Gourmetlandschaft, die ihresgleichen sucht.
Von Emanuel Eckardt

Der Mann ist ein Ereignis, ein glücklicher, begnadeter Koch unter Dampf, Erfinder, Virtuose und Komponist. Was gibt’s? Fagiole aus Süditalien mit Basilikum, gelbe und rote Tomaten, Scampi, wild gefangen. Thunfisch im gerösteten Pfeffermantel mit Sauerkraut, Foie gras und zur asiatischen Nudelpfanne ein 1995er Côte Rôtie "La Landonne" von Guigal. "Wein ist kein Getränk. Wein ist eine Lebenshaltung", sagt er.

An Haltung mangelt es ihm nicht. An diesem Gastgeber ist ein Sternekoch verloren gegangen. Stattdessen wurde Daniel Gantenbein, gelernter Maschinenschlosser, der berühmteste Winzer der Schweiz. Und das ist nur die halbe Wahrheit, denn Daniel lebt und arbeitet nicht allein, sondern bildet mit Martha, seiner Frau, ein unschlagbares Team.

Gerade erst wurden sie vom Wein Gourmet als "Winzer des Jahres 2008" ausgezeichnet. Gemeinsam bewirtschaften sie knapp sechs Hektar Weinberge in Fläsch, dem Graubündener Weinbauerndorf im oberen Rheintal und setzen auf Pinot noir, Chardonnay und Riesling.

Ihr Chardonnay ist ein Champion erster Klasse, Formel Eins ohne Krawall, nobel und charmant, mit erfrischender Säure und abendfüllendem Aromenspiel. Ihr Pinot noir zeigt "größte Konzentration von Eleganz", und den Riesling kultivieren sie als Rarität, als "Hommage an die Mosel", ein Drittel Hektar, mehr nicht, karger Schieferboden. Für Riesling allerbeste Lage.

Eine Woche lang führen Daniel und Martha uns durch ihre Heimat, zeigen uns ihre persönlichen Favoriten, begleiten uns in Keller und Küchen, eine Studienreise ins Reich der Genüsse mit tiefen Einblicken in eine höchst eigenständige Weinbaukultur.

Das Umfeld hat Charakter. 615 Seen, 150 Täler und 937 höchst bemerkenswerte Gipfel. Graubünden, größter Schweizer Kanton, ist dünn besiedelt. Erstaunlich genug, dass in dieser schroffen Bergwelt – zeitweise nur durch den Einsatz von Hochleistungsschneeschleudern passierbar – ganz hervorragende Weine produziert werden. Geographisch betrachtet liegt das Alpenland Schweiz zwar ziemlich quer im Gelände, hat aber an seiner Nordseite dennoch einige sonnige Hänge zu bieten.

Im Bündner Rheintal sind trotz höchster Grundstückspreise 420 Hektar eisern für den Weinbau reserviert, rund zwei Prozent der schweizerischen Rebfläche. Pro Jahr werden hier zwei Millionen Liter Wein gekeltert. Kernzone ist die "Bündner Herrschaft", die so heißt, weil sie einst vornehmen Herrschaften gehörte. Die kamen durch die Vermietung höchst effizienter Söldner zu Wohlstand, eine versprengte Truppe dient heute noch dem Papst. Herrschaftszeiten, Burgunderkriege – das ist vorbei.

Gleichauf mit Burgund, nur höher

Gleichauf mit Burgund, nur höher

Heute, im Zeitalter des Spätburgunders, wird in der Herrschaft mit den Gemeinden Fläsch, Maienfeld, Jenins und Malans friedlich Weinbau auf hohem Niveau betrieben. "Wir liegen etwa auf dem gleichen Breitengrad wie die besten Lagen in Burgund, allerdings doppelt so hoch, 500 Meter über Null", erzählt Daniel Gantenbein, nun ganz Bergführer.

Die ansteigende Tendenz liegt sichtbar vor Augen. Die Terrassen klettern bergauf, nach oben wird der Schiefer immer schiefer, wird hinterm letzten Weinberg zur Wand, bewaldet von dunklem Tann, dann schroff und kahl in Frost und Firn. Auch nüchtern betrachtet ein Alpenpanorama von überwältigender Schönheit im wechselnden Licht, strahlend weiß bis flammend rosa, wenn über den Rebzeilen schon die Dämmerung liegt.

Wir besuchen Peter und Rosi Hermann – "Pioniere des Terrassenbaus", wie unser Weinführer versichert – die im Winzerdorf Fläsch auf "wunderbaren Doppelterrassen" sechs Hektar Weinberge schonend bewirtschaften. Die Hermanns bauen Pinot noir, Chardonnay und Riesling x Sylvaner an (der in Graubünden auch so heißt und weder Müller noch Thurgau genannt wird), haben auch einen Schillerwein zu bieten und führen offenbar eine glückliche Ehe.

"Completer, da steh’ ich voll drauf!"

"Meine Frau hat mich wegen des Grauburgunders geheiratet. Geblieben ist sie wegen des Sauvignon blanc", versichert Winzer Hermann. Sein Sohn Roman, der längst im Betrieb mitarbeitet, tendiert eher zum frühen Mittelalter: "Completer, da steh’ ich voll drauf!" schwört er. Dass Zwanzigjährige Oldtimer cool finden, ist im Weinbau nicht alltäglich. Ihren Namen hat die Traube vom "Completorium", dem Nachtgebet, mit dem die Mönche seit altersher ihren Tag beschließen.

Im Glas zeigt sich der Completer klösterlich karg, wenig Nase, kein Parfüm. "Eher riecht er etwas nach Apotheke", findet Thomas Studach in Malans, "passt gut zu muffigen Speisen. Leber, Pilze, Erdiges." Der junge Winzer bewirtschaftet als Ein-Mann-Unternehmen drei Hektar, baut seinen Pinot konsequent im Barrique aus. "Der Thomas verfolgt eine ganz klare Linie", lobt Freund Gantenbein. Für den Completer, die autochthone Malanser Rebsorte, hat er zwei Fässer reserviert, "ein Beitrag zum Artenschutz".

Mehr als 45 Rebsorten

Ob die Römer schon vor der Zeitwende Reben über die Alpen in das Land der Räter einführten, ist umstritten, die Assyrer waren es jedenfalls nicht. Erstmals belegt ein Dokument aus dem Jahre 744 den Weinbau im Bündner Rheintal als gesicherte Erkenntnis. Bis ins 17. Jahrhundert wurden weiße Trauben, vor allem Elbling und Completer, geerntet. Dann befreite der bretonische Marschall Henri Duc de Rohan die Bündner von den Österreichern. Sie kamen bis heute nicht zurück. Der Duc, ein eher nüchterner Typ, soll keinen Tropfen Alkohol angerührt haben. aber er brachte die Burgunder-Rebe ins Rheintal. Heute ist Pinot noir mit fast 80 Prozent das dominierende Gewächs in den Weinbergen Graubündens, in der mehr als 45 Rebsorten gedeihen. Eine erstaunliche Vielfalt.

Bei Georg Schlegel in Jenins lässt sie sich besichtigen und probieren. Gantenbein bewundert sein "unglaubliches Flair als Konstrukteur. Der bringt einen Stein zum Laufen." Und macht sehr saubere Weine zu fairen Preisen. Auf sieben Hektar hat er neben vielen anderen Sorten vor allem Pinot noir gepflanzt. Den baut er in verschiedenen Qualitätsstufen aus. Klassisch im Stahltank, im großen Holzfass, im Barrique und als "Jeninser Saliser Grande Selection Pinot noir", handverlesen aus bester historischer Reblage der Familie von Salis. "Mein Herzblut" – in 600 Flaschen gefüllt. "Noch ist er sehr jung, seine Zeit kommt erst", sagt der Meister.

Aus der Schule in den Weinberg

Aus der Schule in den Weinberg

Auch Peter Wegelin in Malans hat ein breit gefächertes Angebot. Sein "Scadenagut" bietet von knapp fünf Hektar Weinbergen Gamaret, Blaufränkisch und Riesling x Sylvaner, Kerner, Sauvignon blanc und Weißburgunder, Grauburgunder und Chardonnay. Blauburgunder gibt es in Edelstahl und Holz und als Reserva im Barrique. Das Kellergebäude, sein ganzer Stolz, ist eine architektonische Herausforderung im würdevoll gealterten Weichbild des Dorfes, ein eleganter Bau in Glas und Stahl mit Terrasse als kühne Horizontale und einem Fasskeller, der mit seinen schwarzen Wänden und dem rotem Boden zum Meditieren einlädt.

"Die Tiefe strahlt Ruhe aus. Die braucht der Wein." Philosophen sind sie alle. Irene Grünenfelder hat Philosophie studiert, außerdem Geschichte und politische Wissenschaften. Sie arbeitete als Lehrerin an der Primarschule und als Journalistin beim "Bündner Tagblatt", ehe sie durch ihre Heirat in die Jeninser Familie Hunger ihre wahre Berufung entdeckte: den Weinbau.

Die Technik lernte sie im Keller des Kollegen Georg Schlegel – die Gantenbeins standen ihr beratend zur Seite. Heute bewirtschaftet die Mutter zweier Kinder zweieinhalb Hektar in eigener Regie (der Ehemann ist Transportunternehmer). Im Weinberg arbeitet sie mit schonenden Verfahren, im Keller verzichtet sie auf Chemie und technische Tricks. Ihr Sauvignon blanc überzeugt durch sein frisches Bukett, ihr Pinot noir (2006 Sieger beim Pinot-Cup des Wein Gourmet) zeigt feminine, elegante Noten. Ein Burgunder für Liebhaber.

Doch die Liste der persönlichen Empfehlungen Daniel Gantenbeins wäre nicht vollständig ohne Georg Fromm, bei dem der Schüler Daniel einst als Kellergehilfe sein Taschengeld aufbesserte. Der promovierte Winzermeister keltert in Malans seine Weine in zwei Kellern – den älteren nutzte schon der Urgroßvater, den zweiten errichtete Fromm unter seinem Wohnhaus.

Fromm setzt sein eigenes Globalisierungsmodell um: Mit seiner Frau Ruth eröffnete er 1991 einen zweiten Betrieb in Neuseeland. In Marlborough, eigentlich ein klassisches Weißweingebiet, pflanzte er Pinot noir, der inzwischen, davon ist er überzeugt, "mit den besten Pinot der Welt mithalten kann."

Mittlerweile hat er das Weingut La Strada bis auf eine Rebfläche wieder verkauft, die neuseeländischen Erfahrungen setzt er in Malans um, wo er zu den alten Schweizer- nun auch Burgunder-Klone pflanzt, die tiefere und komplexere Weine ergeben. Auf der, gemessen an neuseeländischen Verhältnissen, eher niedlichen Rebfläche von vier Hektar kultiviert Fromm neben anderen Sorten neuerdings auch Merlot – und Malbec, den er allerdings nicht eigens vinifiziert, sondern dem Merlot dazugibt. "Er verleiht ihm mehr Tiefe und Farbe und gibt ihm mehr Rückgrat. Eine sehr schöne Bereicherung", findet er.

Mutig ist das schon. Graubünden ist kein Sonnenstudio. Das alpine Rebjahr startet schon mal mit 16 Grad minus, bis Mitte Februar liegt Schnee. Dafür kommt im Frühherbst, wenn Dachs und Amsel, Sonnenbrand und Hagelschlag das kostbare Gut verschont haben, der Föhn, der die letzte Feuchtigkeit fortbläst und den Trauben die Reifegrade schenkt, auf die das Bündner Rheintal abonniert ist.

Golfballgroße Eisbatzen

Golfballgroße Eisbatzen

Doch nicht immer ist auf den Föhn Verlass, 1974 lag Mitte Oktober Schnee auf den Trauben. Die Armee musste eingesetzt werden, um bei der Ernte zu helfen. Und 2003 herrschten hier kalifornische Zustände – so viel Sonne gab’s noch nie. Es wird wärmer am Rhein, der wärmsten Weinbauregion in der deutschprachigen Schweiz. 100 Öchsle sind keine Seltenheit mehr. Ein großer Jahrgang war 2006.

In bis zu sieben Durchgängen werden vor der Lese bei den Gantenbeins die Reben ausgedünnt, es geht um optimales Lesegut. Der Jahrgang 2007 hatte es in sich. Tropennächte im Frühsommer, Hagel in der Westschweiz – golfballgroße Eisbatzen verwüsteten einige 100 Hektar Weinberge und zerbeulten rund 15000 Autos. "Bei uns hat es nur eine Ecke getroffen", sagt Daniel Gantenbein erleichtert. Es ist jedes Mal ein Aufatmen.

Aufatmen in abgasfreier Bergluft ist belebend. Wir stehen auf einer schmalen Brücke. Unter uns rauscht der Rhein, flach, schnell und hell. Hinter uns in der Sonne liegt die Herrschaft, vor uns am linken Rheinufer Bad Ragaz, das Thermalbad im Kurschatten, bekannt für sein Heilwasser gegen Rheuma und Arthritis. Nicht weit von hier wirkte der Bäderarzt Paracelsus. Lang ist’s her. Dann kam das Heidi, die einzige Romanfigur der Weltliteratur, die grammatikalisch ein Sachwert blieb.

Heute gibt es das Heidi als Musical, einen Golfclub Heidiland, die Heidilandcard und bei einigen Gästen auch schon die Heidiland-Allergie. Bleiben wir lieber in Gantenbeins Welt, einer Kulturlandschaft der Genüsse. "Gastronomisch sind wir hier im Umkreis von 40 Kilometern gut aufgehoben", sagt er vergnügt. Wir tafeln im "Rössli" in Bad Ragaz, unter Küchenchef Ueli Kellenberger läuft das Pferdchen zu höchster Turnierform auf.

"Wir beginnen mit einem 2005er Chablis von Raveneau", entscheidet Daniel. "Kalkböden, ganz spartanisch. Braucht viel Sauerstoff, wird im 134-Liter-Fass ausgebaut. Perfekt." Dazu gebratener Saibling mit Krautsalat und Honig-Pfeffer-Vinaigrette. "Saugut", kommentiert der Meister und ordert einen 2005er Chardonnay von Studach, idealer Begleiter zum gebackenen Ziegenkäse mit vielerlei Bete und Speck, aber auch zur gebratenen Jakobsmuschel.

"Das Saftig-Schmelzige gehört dazu"

Zum Hauptgang, der rosa Taubenbrust mit Steinpilzen, Selleriepüree, Pfifferlingen und Foie gras, lässt er einen Pinot noir kommen, Eichholz Selektion, ein eleganter Auftritt seiner Kollegin Irene Grünenfelder-Hunger. "Vom Burgunder erwarte ich immer, dass er eine Süße hat", sagt er zufrieden, "das Saftig-Schmelzige, das gehört dazu." Als Feinschmecker ist er Kosmopolit. "Ich bin dafür, die Produkte zu besuchen, um herauszufinden, wie sie gemacht werden. Deshalb importieren wir unseren eigenen italienischen Risotto und den Acetico di Modena aus Italien. Und von Alois Gölles in der Steiermark einen 25-jährigen Apfelbalsam."

Beim Käse schwärmt er vom Sbrinz, dem besten aus der Schweiz. "Ein Hartkäse, sozusagen der Vater des Parmigiano, sonst ist hier leider alles pasteurisiert. Rohmilchkäse sind bei uns nicht erlaubt." Aber französische Rinder. Fleisch holt er von einem Bauern, der Charolais- und Limousin-Rassen auf der Alm grasen lässt. "Die Kälber saufen Muttermilch." Man schmeckt es heraus, beim Rindsgulasch mit Pfeffer aus Kamerun (dorthin ist er noch nicht gereist), Hibiskus-Salz und Knoblauch vom Gemüsebauern.

Kulinarisches Alpenglühen

Kulinarisches Alpenglühen

Es geht zum Kalberer-Seppi. Der Inhaber des "Schlüssel" in Mels lässt in der "Schlüsselstube" Gehacktes und Hörnli mit Apfelmus servieren, danach geschmorte Kalbsbacke mit Kartoffelpüree und Dörrpflaumen. "Die Essigzwetschgen mach’ ich nach Rezept der Urgroßmutter", erzählt der Sepp, "Weinessig, Rotwein, Ingwer, Zucker, Zimt, Nelken und Lorbeer. Zwetschgen abreiben und 15-bis 20-mal mit der Gabel einstechen. In den Steinguttopf, Fond zuschütten." Die bessere Hälfte des Schlüssels ist die "Neidbergstube", das Edelrestaurant mit Gamsknusperli, Mangoldblättern im Reismehlteig und Steinpilzen, dazu schwarzer chinesischer Sesam und Berberitze.

Bleibt noch der "Adler" in Fläsch. Tür an Tür mit den Gantenbeins inszenieren Marianne Blum als Gastgeberin und Ernst Kunz als Küchenchef in zwei Fichtenstuben alpine Kochkunst, inspiriert, phantasievoll, handwerklich sauber. Der Gipfel ist das Prättigauer Kalbskotelett aus dem Ofen mit Zitronenbutter und Rösti. Spitzenküche im beschaulich verwinkelten, idyllischen und dennoch touristenfreien Winzerdorf, in dem es eigentlich nur Probleme gibt, wenn sich zwei Autos in einer der engen Gassen begegnen. Am letzten Abend zu Gast in Gantenbeins Keller – eine wegweisende Sehenswürdigkeit. Die Gärhalle baute ein Roboter, entwickelt in der Technischen Hochschule Zürich – eine transparente, 300 Quadratmeter große Fassade aus 25000 Steinen, erdbebensicher, auf Biegung belastbar.

"Wenn ein Winzer bessere Weine will, muss er die besten getrunken haben", sagt der Gastgeber. In seinem Keller stapelt er die feinsten Gewächse der Welt. Dann und wann zelebriert Gantenbein in der Bel Etage seines Kellerbaus Trinkkultur auf höchster Ebene, verbunden mit kulinarischen Events – "à table" für geladene Gäste, in der auch Themen wie "Bedeutung des terroir" auf den Tisch kommen, etwa bei einem Vergleich der Grands Crus aus der Lage Corton-Charlemagne in Burgund mit Ridges Monte Bello in Kalifornien.

Für die Kochkunst sind Roland und Doris Kalberer verantwortlich – vom Wasabi-Parmesan-Eis als Amuse Bouche, dem Salat von der Rotbarbe mit provenzalischem Gemüse bis zu Rehmedaillons mit Steinpilztörtchen und Käse von Bernard Antony ein einziges kulinarisches Alpenglühen.

Am nächsten Tag ist Daniel Gantenbein schon früh im Weinberg. Vorbei der Regen, die kalten Nächte, die wolkenverhangenen Tage. Föhn poliert den Himmel, Südwind bläst die letzten Tropfen von den Trauben. In wenigen Tagen beginnt die Ernte.

"Wenn alles vorbei ist, gehe ich noch einmal durch den Weinberg. Nur so. Du hast das Gefühl, dass du jede Rebe kennst. Es ist wie ein Dialog ohne Worte. ‚Habt’s gut gemacht‘, sag ich, oder ‚was braucht ihr? Mehr Stickstoff?‘ Vor allem brauchen sie Zeit, viel mehr Zeit, als wir ihnen geben können. Wenn die Reben, die wir dieses Jahr pflanzen, ihre volle Reife, ihre Qualität entwickelt haben, sind wir wohl nicht mehr da."

Weinreise: Der Gourmetkanton Graubünden

Adressen: Die Weingüter

Die Weingüter

Die Vorwahl für die Schweiz lautet: 0041, anschließend von Deutschland aus die angegebene Nummer ohne 0 wählen.
(n.V. = nach Vereinbarung)

Weingut Bovel: Bovelweg 14, CH-7306 Fläsch, Tel. 0813-02 32 62, Fax 0813-02 32 14, info@bovel-weine.ch, www.bovel-weine.ch , Besuch: n.V.
Inhaber und Kellermeister: Daniel Marugg
Rebfläche: 5 Hektar
Weintipps: 2007 Riesling x Sylvaner, 2007 Sauvignon blanc, 2006 Pinot noir Selection

Weingut Donatsch: Sternengasse 6, CH-7208 Malans, Tel. 0813-22 11 17, Fax 0813-22 12 21, info@donatsch-malans.ch, www.donatsch-malans.ch , Besuch: Mi-Fr 12-20 Uhr, Sa, So 10-18 Uhr
Inhaber: Familie Donatsch
Kellermeister: Thomas Donatsch
Rebfläche: 4,7 Hektar
Weintipps: 2007 Chardonnay, 2007 Pinot gris, 2006 Pinot noir "Passion"

Weingut Eichholz: Malanserstr. 2, CH-7307 Jenins, Tel. 0797-59 89 73, Fax 0813-00 47 58, info@weinguteichholz.ch, www.weinguteichholz.ch , Besuch: n.V.
Inhaberin und Kellermeisterin: Irene Grünenfelder
Rebfläche: 3 Hektar
Weintipps: 2007 Sauvignon blanc, 2006 Pinot noir, 2006 Eichholz Pinot noir

Georg Fromm: Oberdorfgasse 11, CH-7208 Malans, Tel. 0813-22 53 51, Fax 0813-22 81 31, malanser@frommwineries.com, www.frommwineries.com , Besuch: n.V.
Inhaber und Kellermeister: Georg Fromm
Rebfläche: 4 Hektar
Weintipps: 2007 Pinot gris klassisch, 2006 Pinot noir Barrique, 2006 Merlot Bezug: ab Weingut

Martha und Daniel Gantenbein: Platz 34, CH-7306 Fläsch, Tel. 0813-02 47 88, Fax 0813-30 72 23, gantenbeinwein@bluewin.ch, kein Besuch
Inhaber und Kellermeister: Martha und Daniel Gantenbein Rebfläche: 6 Hektar
Weintipps: 2006 Chardonnay, 2006 Riesling Spätlese, 2006 Pinot noir (alle ab Weingut ausverkauft)

Peter und Rosi Hermann: Hinterdorf 91, CH-7306 Fläsch, Tel. 0813-02 40 85, Fax 0813-02 86 44, info@weinbau-hermann.ch, www.weinbau-hermann.ch , Besuch: n.V.
Inhaber: Peter und Rosi Hermann
Kellermeister: Peter Hermann Rebfläche: 6,5 Hektar
Weintipps: 2007 Riesling x Sylvaner, 2007 Blauburgunder, 2006 Blauburgunder Barrique

Ueli und Jürg Liesch - Weingut Trieb: CH-7208 Malans, Tel. 0813-22 12 25, Fax 0813-30 05 85, info@liesch-weine.ch, www.liesch-weine.ch , Besuch: Sa 8-12 Uhr und n.V.
Inhaber und Kellermeister: Ueli und Jörg Liesch
Rebfläche: 6,5 Hektar
Weintipps: 2006 Blauburgunder, 2006 Pinot noir Auslese, 2006 Pinot noir Barrique

Georg Schlegel - Weingut zur alten Post: Alte Poststrasse 1, CH-7307 Jenins, Tel. 0813-02 55 85, Fax 0813-30 16 66, georgschlegel@bluewin.ch, www.georgschlegel.ch , Besuch: Mo-Sa n.V.
Inhaber und Kellermeister: Georg Schlegel
Rebfläche: 7 Hektar
Weintipps: 2007 Weissburgunder, 2007 Chardonnay, 2007 Pinot noir

Barbara & Thomas Studach: Kirchgasse 1, CH-7208 Malans, Tel. 0813-22 25 38, Fax 0813-22 25 38, studach.weinbau@freesurf.ch, kein Besuch
Inhaber: Barbara & Thomas Studach
Kellermeister: Thomas Studach
Rebfläche: 3 Hektar Weintipps: 2006 Chardonnay, 2006 Pinot noir

Peter Wegelin, Scadenagut: Bothmarweg 1, CH-7208 Malans, Tel. 0813-22 11 64, Fax 0813-22 11 64, wegelin@malanser-weine.ch, www.malanser-weine.ch , Besuch: n.V.
Inhaber und Kellermeister: Peter Wegelin
Rebfläche: 5 Hektar
Weintipps: 2007 Riesling x Sylvaner, 2007 Weißburgunder, 2006 Blauburgunder Reserve

Weingut zur Sonne - Christian Obrecht: Malanserstr. 2, CH-7307 Jenins, Tel. 0813-02 21 45, Fax 0813-02 59 33, info@obrecht.ch, www.obrecht.ch , Besuch: Fr 9-12 und 13-18 Uhr, Sa 9-16 Uhr
Inhaber: Christian und Francisca Obrecht
Kellermeister: Christian Obrecht sen.
Rebfläche: 6 Hektar Weintipps: 2007 Riesling x Sylvaner, 2007 Pinot noir, 2006 Merlot

Adressen: Hotels, Restaurants, Läden

Hotels

Gasthof Rössli: Innenstadt, Freihofweg 3, CH-7310 Bad Ragaz, Tel. 0813-02 32 32, Fax 0813-00 42 84, kellenberger@spin.ch, www.roessliragaz.ch , 15 Zi., DZ ab Euro 92
Empfehlenswertes Hotel mit freundlich gestalteten Zimmern

Schloss Ragaz: Alte Kantonsstr., CH-7310 Bad Ragaz, Tel. 0813-03 77 77, Fax 0813-03 77 78, info@hotelschlossragaz.ch, www.hotelschlossragaz.ch , 58 Zi.,1 Suiten, Suiten ab # 168, DZ ab Euro 214
Erbaut Ende des 19. Jahrhunderts als Sommerresidenz eines Ingenieurs, der beim Bau des Panamakanals reich wurde. Drittgrößtes Hotel am Ort. Familienbesitz seit 1965, heute geleitet von Patrick und Barbara Zettel. Wellness, Relax-Oase

Schatzmann Anstalt: Landstr. 80, FL-9495 Triesen, Tel. 0042-33 99 12 12, Fax 0042-39 912 10, info@hotel.schatzmann.li, www.hotel.schatzmann.li , 25 Zi., 4 Suiten, Suiten ab Euro 180, DZ ab Euro 165
Nette ländliche Zimmer und Suiten

Restaurants

Adler: CH-7306 Fläsch, Tel. 0813-02 61 64, Fax 0813-02 73 29, info@adlerflaesch.ch, www.adlerflaesch.ch , Mi, Do geschl., Hauptgerichte Euro 25-35
Chefkoch: Ernst Kunz

Ernas Törkali: Im Unterdorf 25, CH-7306 Fläsch, Tel. 0813-02 33 41, Fax 0803-13 02 33 41, Mo-Do geschl., Hauptgerichte Euro 9-24
Chefköchin: Erna Bardellini
Einfach nett zum Einkehren. Gerstensuppe und Wein aus dem Ort

Landhaus Ausserdorf: Ausserdorf 28, CH-7306 Fläsch, Tel. 0813-02 14 36, Fax 0813-02 18 83, Mo, Di geschl., Hauptgerichte Euro 24-58
Chefkoch: Ignaz Baumann
Terrasse mit Blick auf den Weinberg, bürgerliche Küche, Vesperteller

Zur Mühle: CH-7306 Fläsch, Tel. 0813-30 77 70, Fax 0813-30 77 71, info@muehle-flaesch.ch, www.muehle-flaesch.ch , So, Mo geschl., Hauptgerichte Euro 15-33
Chefkoch: Martin Herrmann
Mühle mitten in den Weinbergen am Fuße des Falknis-Massivs. Frische kreative Saisonküche mit Produkten der Region

Alter Torkel: Jeninser Str., CH-7307 Jenins, Tel. 0813-02 36 75, Fax 0813-30 12 17, info.torkel@bluewin.ch, www.torkel.ch , Di, Mi geschl., Hauptgerichte Euro 20-42
Chefkoch: Rene Betschart
Blick über die Weinberge bis Chur. Traumhafte Lage, regionale Weine

Zum Ochsen: Sternengasse 6, CH-7208 Malans, Tel. 0813-22 11 17, Fax 0813-22 12 21, info@donatsch-malans.ch, www.donatsch-malans.ch , Mo, Di geschl., (Aug. geschl.), Hauptgerichte Euro 8-23
Chefköchin: Heidi Donatsch
Schöne alte Wirtschaft. Vinothek. Regionale und internationale Weine

Schlüssel-Nidbergstube: Oberdorfstr. 5, CH-8887 Mels, Tel. 0817-23 12 38, Fax 0817-23 71 33, schluessel.mels@bluewin.ch, www.schluessel.grandestables.ch , So, Mo geschl., Hauptgerichte Euro 25-50
Chefkoch: Josef Kalberer
Bistro "Schlüsselstube" mit regionalen Gerichten, traditionell und lecker. Gourmetrestaurant "Nidbergstube" auf internationalem Niveau. Große Weinauswahl, kreative Küche mit Produkten der Region. Der Klassiker: "Seppis Gschmorte Kalbsbacke". Auch Partyservice.

Schatzmann Anstalt: Landstr. 80, FL-9495 Triesen, Tel. 0042-33 99 12 12, Fax 0042-39 912 10; info@schatzmann.li, www.schatzmann.li , Sa mittag, So, Mo geschl., Hauptgerichte Euro 22-49
Chefkoch: Klaus Schatzmann
Kurz hinter der Grenze im Fürstentum Liechtenstein. Elegant-rustikales Restaurant plus Gartenterrasse. Gänseleber-Crème-brulée, Baby-Steinbutt, Pyrenäen-Milchlamm

Gasthof Rössli: Innenstadt, Freihofweg 3, CH-7310 Bad Ragaz, Tel. 0813-02 32 32, Fax 0813-00 42 84, info@roessliragaz.ch, www.roessliragaz.ch , So, Mo geschl., (Juli geschl.), Hauptgerichte Euro 18-38
Chefkoch: Ulrich Kellenberger
Seit 10 Jahren in Bad Ragaz Spitzenküche, was sich offenbar noch nicht herumgesprochen hat. Feines Angebot: Steinpilze, rosa Taubenbrust und Foie gras, Crème brulée mit Thai-Curry-Sauce

Läden

Confiserie Fässler: Sargauer Str. 1, CH-7310 Bad Ragaz, Tel. 0813-30 76 00, confiserie.faessler@bluewin.ch, Di-Fr 6.30-18.30 Uhr, Sa, So 7-17 Uhr
Cremeschnitten, Quarktorte. Auch Wurzelbrot, ein dickes Baguette

Lippuner - Stüdtli-Metzger: Wiedenstr. 19, CH-9470 Buchs,Tel. 08 17-56 12 36, Fax 08 17-56 25 42, stuedtlimetzg-ag@rsnweb.ch, Mo, Di, Fr 7-18.30 Uhr, Mi, Do 7-12 Uhr, Sa 7-16 Uhr
Saisonale Bratwurst mit Bärlauch und Steinpilzen. Getrocknetes Schweinsfilet. Tessiner Salami mit Kümmel und Pfeffer, gut abgehangenes Fleisch

Martin Kunz-Keller: Fläscher Str. 2, CH-7304 Maienfeld,Tel. 0813-30 15 55, Fax 0813-30 15 44, info@kunz-keller.ch, www.kunz-keller.ch . Mo-Fr 9-12 und 13.30-18 Uhr, Sa 9-16 Uhr
Destillate wie Karottenbrand, Randenbrand (Rote Bete). Sehr zu empfehlen: Williams und Himbeere

Metzgerei Mazlaria: Sut vitg, CH-7149 Vrin, Tel. 0819-31 23 64, Fax 08 19 31 33 08, mazlariavrin@hotmail.com, www.mazlaria.ch . Bis April: Mo, Di, Fr 13-16 Uhr, ab April: Mo, Di, Fr 8-12 u. 14-17 Uhr
Linus Tomaschett in Vrin macht das wohl beste Bündnerfleisch 

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