Mittwoch, 24. Juli 2019

Deutscher Grillmeister "Man kann alles grillen"

3. Teil: "Showteller für die Zuschauer"

mm.de: Am 25. Mai findet die nächste deutsche Grillmeisterschaft der German Barbecue Association (GBA) statt. 28 Teams sind gemeldet. Wie bereiten Sie sich vor?

Holzkohle in edler Hülle:
Der Grill Eva Solo, stilecht mit Deckel und Beistelltisch, stellt eine ernst zu nehmende Alternative zum Ölfass dar
Dölker: Wir fangen im Januar an. Da wird von der GBA die Ausschreibung herausgegeben, in der die Gänge festgelegt sind. In diesem Jahr ist der erste Gang Wurst, Gang zwei sind Spareribs, Gang drei Fisch, Gang vier Rinderhüfte, Gang fünf ist das Dessert. Alles, was auf dem Teller ist, muss gegrillt sein - bis auf die Deko natürlich. Wir sind acht Leute im Team und beschäftigen uns mit jedem Gang mindestens einen Sonntagnachmittag lang. Vor der Meisterschaft treffen wir uns so zehn oder zwölf Mal.

Zum Schluss ist Generalprobe - denn beim Wettbewerb muss man die Zeiten genau einhalten: Man hat für jeden Gang eine Stunde Zeit. Wenn der Abgabetermin 11 Uhr ist, kann man nur von 5 vor 11 bis 5 nach 11 Zeit zum Abgeben. In dieser Zeit muss die Garstufe stimmen, der Geschmack, der Biss, der optische Eindruck und die Harmonie mit der Beilage. Zwischen den guten Teams geht es ziemlich knapp her. Der Tisch muss nach jedem Gang neu eingedeckt werden - da kommen vier Gäste und zwei Juroren. Man muss elf Teller machen, sechs für diesen Tisch, einen als Showteller für die Zuschauer, und vier Teller werden in einem Raum mit Blindjuroren verteilt, die nicht wissen, von welchem Team die Teller kommen. Wir hoffen, dass wir auch dieses Jahr vorne mitspielen - wenigstens unter den ersten drei Teams.

mm.de: Dann alles Gute für die Meisterschaft. Wie wünscht man das einem Grillprofi?

Dölker: Die meisten sagen "Gut Glut".

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