Bier Der große Durst

Es ist eines der deutschen Lieblingsgetränke, doch auch in Asien kommt Bier immer mehr an. Tatsächlich haben Asiens Biertrinker den Brauereien auf der ganzen Welt zu einem deutlichen Absatzplus verholfen.

München - Im vergangenen Jahr wurden 1,7 Milliarden Hektoliter Bier gebraut und damit sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor, heißt es in einem Branchenbericht des weltgrößten Hopfenhändlers Joh. Barth und Sohn. "Fast die Hälfte dieses Zuwachses, 45 Millionen Hektoliter, geht auf China zurück", schreiben die Experten darin. Auch in Vietnam und Thailand sei der Bierausstoß deutlich gestiegen.

Weitere Zuwächse verzeichneten Brauereien in Osteuropa, in Teilen Lateinamerikas sowie in Nigeria und Südafrika. "Damit wird auch deutlich, wo die großen Potenziale für die Zukunft liegen, nämlich in Asien, Südamerika und Afrika", erklärte der Chef des Nürnberger Unternehmens, Stefan Barth.

In der sich konzentrierenden Branche verlören deutsche Brauereien weiter an Bedeutung. Unter den 40 größten Konzernen, die weltweit knapp 85 Prozent des Gesamtmarktes beherrschen, fänden sich mit Radeberger, Bitburger und Oettinger nur noch drei deutsche. "Dies zeigt eindeutig, dass deutsche Brauereigruppen international kaum eine Rolle spielen. Auch in den Zukunftsmärkten sind sie so gut wie nicht vertreten", sagte Barth.

Immerhin mit einem Anteil von 33 Prozent der Welternte von Hopfen ist Deutschland weiterhin Marktführer vor den USA und China. Die Hopfenanbaufläche im Bundesgebiet blieb den Angaben zufolge mit 17.170 Hektar auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr.

manager-magazin.de mit reuters und ap

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