Espresso Mit Zimt und Zucker

Ein Espresso nach dem Mittagessen oder als erquickender Pausenfüller für Zwischendurch ist für viele Kaffeefans schlichtweg unverzichtbar. Espresso ist aber nicht nur als aromatischer Kurzer ein Genuss, mit wenigen Handgriffen und Beigaben kann er schnell zu einem Luxusgenuss aufgepeppt werden.

München - "Fantasievolle Espresso-Kreationen sind wirklich ruck zuck gemacht, meist findet man die nötigen Zutaten sogar im Vorratsschrank", sagt Stefanie Poziombka, Autorin des Buches "Espresso. Frisch aufgebrüht". So bringen beispielsweise Kombinationen mit Karamell-Sirup, Kokoscreme, Eierlikör oder mit einem Häubchen aus Konfitüre und Sahne Schwung in die Tasse.

Vor jedem Genuss steht die Wahl des richtigen Kaffees. "Espresso wird aus sehr fein gemahlenem Kaffeemehl gebrüht. Durch die starke Röstung der Bohnen entsteht sein unverwechselbares Aroma", sagt Poziombka. Es gibt zwei Sorten von Kaffeebohnen - Robusta und Arabica. "Arabica ist die bessere Wahl, Robusta-Bohnen sind für hochwertigen Kaffeegenuss nicht geeignet, sie schmecken bitter", informiert die Expertin.

Bei der Auswahl der richtigen Espresso-Mischung kommt es natürlich auf den eigenen Geschmack an. Wie beim Kaffee gibt es intensivere und mildere Sorten. "Wichtig ist, dass der Espresso auf die Zubereitungsweise abgestimmt ist", sagt Poziombka. Er kann entweder in der traditionellen Caffettiera, einer Espressokanne zum Schrauben, oder mit einer professionellen Espressomaschine gebrüht werden. "Espresso für die Kanne sollte etwas grober gemahlen sein, als für eine Maschine", sagt die Autorin.

Etwas Nuss und Himbeere

Um einen herkömmlichen Espresso aufzupeppen, reicht schon ein Griff an den Vorratsschrank oder in die Minibar. "Zutaten wie Kakao, Zimt, Bitterschokolade, Karamell, Rum oder Eierlikör harmonieren sehr gut mit Espresso", sagt Poziombka. Auch Nuss-Aromen in allen Variationen, Himbeeren und Kirschen passen geschmacklich gut zu dem schwarzen Muntermacher. "Eine feine Espresso-Variante ist zum Beispiel ein scharfer Chocochino mit geschmolzener Zartbitterschokolade, Milch, geschlagener Sahne und etwas Chilipulver", sagt die Autorin.

Wer es milchig und schaumig liebt, genießt Espresso am besten in Form eines cremigen Latte macchiato. "Hier lässt sich gut mit diversen Sirups arbeiten. Ein besonderer Genuss ist ein Latte macchiato mit selbst gemachtem Tee-Vanille-Sirup", sagt die Expertin. Der Sirup kann auf Vorrat eingekocht werden und besteht aus Teeblättern, Zucker, Vanille-Aroma und Wasser. "Das süße Extra wird zum Schluss vorsichtig über den Latte macchiato geträufelt", erläutert Poziombka. Ein weiteres Highlight aus der Latte-macchiato-Ecke ist ein feuriger Ingwer-Cocos-Caffé mit frischem Ingwer, Kokoscreme und Vanillezucker.

Espresso kann auch kalt genossen werden. "Für eine erfrischende Variante kann er gleich nach dem Brühen mit Eiswürfeln in einem Shaker geschüttelt werden. Für den besonderen Geschmackskitzel sorgen Rosenwasser und etwas Puderzucker", verrät Poziombka. Eine weitere kalte Espresso-Spezialität ist die Zubereitung mit Naturjogurt und Mangopulp aus dem Asialaden. "Dieses Rezept erinnert an ein cremiges Mango Lassi und schmeckt sehr frisch", sagt die Autorin.

Fans von süßen Speisen müssen auch bei Desserts nicht auf den Espresso-Geschmack verzichten. "Instant Espressopulver macht sich zum Beispiel gut in Halbgefrorenem aus Ei, Sahne, Vanillezucker und Puderzucker", sagt die Autorin. Die Masse wird im Gefrierfach gekühlt und verschönert in dekorativen Tassen jede Kaffeetafel. Ein Geschmackserlebnis der besonderen Art sind auch Espresso-Mandel-Kekse, reichhaltige Espresso-Fudge oder eine feine Espresso-Torte.

Tina Eichmüller, ddp

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