Rekordpreis 125.000 Euro für weiße Trüffel

Die Trüffelknappheit macht sich verstärkt in den Preisen bemerkbar. Ein Feinschmecker aus Hongkong hat auf einer Versteigerung 125.000 Euro für drei Knollen aus dem italienischen Piemont bezahlt. Insgesamt brachten die "Diamanten der Küche" 1,5 Kilogramm auf die Waage.

Alba - Bei der nunmehr achten Trüffelversteigerung in der norditalienischen Stadt Grinzane Cavour kamen 18 Trüffel aus der Stadt Alba zu einem Gesamtpreis von 259.500 Euro unter den Hammer. Der Erlös soll einer wohltätigen Vereinigung zur Krebsforschung zugute kommen, hieß es.

Im vergangenen Jahr hatte ein unbekannter Bieter mit 95.000 Euro einen Rekordpreis für einen 1,2 Kilogramm schweren "Tuber magnatum pico" bezahlt. Die Auktion findet alljährlich im November in der Schlossburg in Grinzane statt. An der Versteigerung nehmen vor allem Geschäftsleute und prominente Köche teil.

Wegen ihres einzigartigen Duftes und Geschmacks erzielen piemontesische Trüffel - speziell aus der Stadt Alba - seit Jahren Höchstpreise. Um die seltenen "Diamanten der Küche" zu finden, die bis zu 30 Zentimeter unter der Erde in der Wurzel von Eichen, Kastanien und Pappeln gedeihen, werden heute meistens Trüffelhunde eingesetzt, die die Knollen mit ihren exzellenten Spürnasen erschnuppern.

Eine Ursache des steigenden Trüffelpreises ist die Knappheit der Knolle: Von 1000 Tonnen vor einem Jahrhundert ist die Trüffelernte auf 435 Tonnen im Jahr 1940 gesunken und lag in jüngsten Jahren klar unter 100 Tonnen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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