Spitzenköche "Schwarzwaldstube" auf Platz zwei

Drei-Sterne-Koch Harald Wohlfahrt aus Baiersbronn hat seine Position unter den besten europäischen Küchenmeistern behauptet. Weniger gut läuft es derzeit für den britischen Starkoch Jamie Oliver. Ein Restaurantführer übt vernichtende Kritik an seinen Kochkünsten.

Baiersbronn/Frankfurt/London - In der vom Magazin "Euro" veröffentlichten Bestenliste, die auf Basis der führenden Restaurantführer erstellt wurde, rangiert Harald Wohlfahrt, Chef de cuisine der "Schwarzwaldstube" im Hotel Traube Tonbach, mit 19,9 von 20 möglichen Punkten auf dem zweiten Platz. Die Position teilt er sich mit den Restaurants "Le Louis XV" in Monte Carlo, "Gordon Ramsay" in London und "Enoteca Pinchioni" in Florenz.

Die Nummer eins mit der Maximalpunktzahl ist das "La Maison de Marc Veyrat" im französischen Veyrier-du-Lac. Die deutschen Drei-Sterne-Köche Heinz Winkler (Aschau) und Dieter Müller (Bergisch Gladbach) belegen mit jeweils 19,8 Punkten den dritten Platz, gemeinsam mit sieben Kollegen aus Frankreich, Italien und Spanien.

Weniger gut läuft es derzeit für Starkoch Jamie Oliver. Er bekommt im neuesten Londoner Restaurant-Führer schlechte Noten.

Essen und Service in Olivers Top-Restaurant "Fifteen" im Londoner Stadtteil Hoxton seien unprofessionell und überteuert. Der Brite nutze seinen Prominenten-Status dazu, "mittelmäßiges Essen zu überhöhten Preisen zu servieren", wird in der jüngsten Ausgabe des maßgeblichen Hardens Restaurant Guide kritisiert.

Zwei Jahre nachdem Oliver mit seinem Projekt Schlagzeilen machte, junge Arbeitslose in seinem Betrieb zu beschäftigen, scheint es "mit diesem Traum nun vorbei", schrieb der "Daily Telegraph".

Für ein Menü muss der Gast bei Oliver pro Nase rund 100 Euro hinlegen, plus durchschnittlich 60 Euro für eine Flasche Wein. "Nur weil Olivers Projekt der Wohltätigkeit dient, hat er doch nicht das Recht, Wucherpreise zu verlangen", wird ein Kunde in dem Restaurantführer zitiert.