Fabergé-Eier Österliches zum Advent

Die berühmten Fabergé-Eier waren Spielzeuge der Zaren zur Osterzeit. Pünktlich vor Weihnachten zeigt ein Münchner Museum die Arbeiten des Pariser Edeljuweliers und seines härtesten Konkurrenten, Cartier. Als Geschenkinspiration sind die Meisterwerke jedoch kaum geeignet. Sie sind schlicht zu edel.

München - Am Zarenhof in St. Petersburg waren sie Rivalen - in München sind Fabergé und Cartier mit ihren Pretiosen vereint zu bewundern. Die Kunsthalle der Hypo- Kulturstiftung präsentiert Arbeiten der berühmten Pariser Juweliere.

Gezeigt werden bis zum 12. April rund 1000 Exponate von rund 60 Leihgebern aus 15 Ländern. Mehr als 100 Leihgaben stammen aus der St. Petersburger Eremitage. Auch etliche europäische Adelshäuser haben sich zeitweise von ihrem Schmuck getrennt.

Anknüpfend an die sehr erfolgreiche Fabergé-Ausstellung 1986/1987 in der Kunsthalle können nun die Objekte und Schmuckkreationen Fabergés mit denen des Hauses Cartier verglichen werden, die beide vor dem Ersten Weltkrieg für den Zarenhof tätig waren, sagte am Donnerstag Museumschef Johann Georg Prinz von Hohenzollern. Ergänzt werden die Luxuserzeugnisse der Juweliere für die Romanows, die zu den größten Auftraggebern ihrer Zeit gehörten, von Zaren-Porträts und Werken zeitgenössischer russischer Künstler.

Originalkostüme und zahlreiche Fotografien illustrieren zudem das Leben des letzten Zaren und seiner Familie. Selbst das blutbefleckte Hemd des Zarewitsch Nikolaus nach einem missglückten Anschlag 1890 in Japan fehlt nicht in der opulenten Schau (Katalog Hirmer Verlag, 39 Euro). Zwei, erst kürzlich aufgetauchte Ostereier, die der gefangene Zar seiner Mutter und seiner Frau im März 1917 nicht mehr schenken durfte, werden in München sogar erstmals öffentlich präsentiert.

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