Spielsachen Goldrausch

Am Gold hängt, nach Gold drängt doch alles: Anleger suchen in Krisenzeiten gern Zuflucht beim Edelmetall. Und wer mag, zeigt, was er immer noch hat: Mit vergoldeten Zigarren und Pralinen, güldenen Computertastaturen oder Maßanzügen mit 22-karätigen Nadelstreifen. manager-magazin.de zeigt die verrücktesten Gold-Ideen.

Hamburg - Wenn die Inhaltsangabe einer Praline den Zusatzstoff E175 trägt, ist das kein Grund, die Nase zu rümpfen: Dahinter verbirgt sich Gold. Kein anderer Stoff ist symbolträchtiger, keiner weckt so viele Begehrlichkeiten, und kein anderer eignet sich so gut zum Protzen.

Das wissen auch die Edel-Chocolatiers Daniella und Laurent Nessi: Sie bieten Pralinen aus edelster Schokolade an, die reich mit essbarem Blattgold verziert sind. Die kleinen Kunstwerke werden in handgefertigten, samtgefütterten Schatullen ausgeliefert und kosten mehrere hundert Dollar - pro hundert Gramm, versteht sich.

Wer kein Hüftgold riskieren möchte, kann sein Geld aber auch schlicht in Rauch aufgehen lassen. Früher musste man dafür noch mühsam größere Geldscheine in Brand setzen, mit denen man dann die Zigarre anzündete - ein denkbar kurzer und etwas bemühter Effekt.

Der Protz von Welt greift da lieber zur vergoldeten Zigarre, wie sie jüngst auf der Millionärsmesse in der Schickimicki-Hauptstadt München vorgestellt wurde. Den passenden Anzug gibt es auch - maßgeschneidert, versteht sich, mit eingewebten 22-Karat-Goldstreifen. Nicht vergessen sollte man allerdings, sich eine Handy-Innentasche einarbeiten zu lassen - triviale Gespräche gewinnen gleich an Glamour, wenn sie aus einem vergoldeten Gehäuse tönen.

Auch die Mails gewinnen an Gewicht, wenn man sie an güldener Tastatur verfasst. Und nach Feierabend schwelgt man weiter: Mit dem vergoldeten Auto geht es nach Hause, wo man unter hochkarätigen Deckenlampen Gold-Tee aus hartvergoldeten Tassen schlürft.

Fotostrecke: Die verrücktesten Gold-Ideen

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