Deutsches Design Kistenweise Ideen

Technisch ausgereift und von hoher ästhetischer Qualität - deutsches Design genießt einen guten Ruf. Eine Ausstellung im Neuen Museum in Nürnberg zeigt, warum das so ist. Exemplarisches Design aus mehr als fünf Jahrzehnten bietet einen aktuellen Querschnitt durch die Gestaltungslandschaft.

Nürnberg - Mit Exponaten wie Salzstreuern, Fahrrädern, Mülleimern aus Plastik, einer Dunstabzugshaube, einem Staubsauger und einem Wischmopp ist die Ausstellung "design deutschland. case study 08" im Neuen Museum in Nürnberg  eröffnet worden. "Die Schau gibt einen Überblick über Design in Deutschland aus der Perspektive 2008", sagt Museumsdirektorin Angelika Nollert. Das älteste Ausstellungsstück, ein Korbsessel von Egon Eiermann, stammt aus dem Jahr 1949.

Eines der neuesten Modelle, ebenfalls ein Sessel, wurde erst in diesem Jahr entworfen. Alle in fünf überdimensionalen Kisten ausgestellten Designs vom klassischen Porzellanservice über einen Gartenschlauch bis hin zum Spielzeugkran würden heute noch immer produziert und seien auch noch zu kaufen, so Nollert. Die fünf Kisten stehen unter den thematischen Oberbegriffen Material, Position, Funktion, System und Werkzeug und zeigen auf, welche Verwandtschaftslinien jeweils zwischen einzelnen Produkten bestehen.

"Design ist eine Kernkompetenz Deutschlands. Wir setzten unglaublich viel Geld mit Design um", sagte der Geschäftsführer des Rates für Formgebung und Initiator der Ausstellung, Andrej Kupetz.

Deutschland sei weniger bekannt für spektakuläres, ausgefallenes Lifestyle-Design, als vielmehr für Funktionalität und Zweckmäßigkeit, so Kupetz. Die insgesamt 152 klassischen und zeitgenössischen Entwürfe, deren Zusammenstellung eine aktuelle Momentaufnahme darstellen soll, sind noch bis zum 5. Oktober im Neuen Museum zu sehen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

Fotostrecke: Deutsches Design als "case study"

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