Oktoberfest-Bilanz Weniger Besucher, mehr Bierumsatz

Das Oktoberfest hat in diesem Jahr 6,2 Millionen Besucher angezogen, das sind rund 300.000 weniger als 2006. Dennoch zeigten sich die Veranstalter am Sonntag, dem letzten Oktoberfest-Tag, zufrieden. Denn die Besucher zeigten sich konsumfreudiger als im vergangenen Jahr.

München - Der Bierumsatz stieg um rund 600.000 auf 6,7 Millionen Liter. Die Gastronomen und Schausteller zeigten sich mit ihren Umsätzen zufrieden.

Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) sagte auf einer Pressekonferenz, die Sonne habe sich streng an die "Wiesnwetterordnung" gehalten, nach der sie an Wochenenden und Feiertagen zu scheinen habe.

Sowohl beim Essen als auch bei der Kleidung hielt in diesem Jahr der Trend zur Tradition an. Die "Pracht der Tracht" werde immer augenscheinlicher, sagte Wiesn-Chefin Gabriele Weishäupl. Beim Essen schlugen vor allem die Klassiker, Brezen und Hendl, zu Buche.

Den Wiesnhit lieferte wiederum DJ Ötzi. Sein Song "Ein Stern, der Deinen Namen trägt" landete vor dem "Lasso-Song" von Olaf Henning und "Ruby" von den Kaiser Chiefs.

Rund um die vor Stimmung brodelnden Zelte wurde die alte Münchner Tradition wiederbelebt, dass Besucher in Biergärten ihr eigenes Essen mitbringen dürfen. Dies wurde für die Außenbereiche der Bierzelte zum ersten Mal in den Verträgen der Wirte festgeschrieben und entsprechend publik gemacht, sagte Hans Spindler vom Tourismusamt der Stadt.

Auch Rotes Kreuz und Polizei zogen eine insgesamt positive Bilanz. Das Oktoberfest verlief ohne größere Zwischenfälle. 7363 Besucher mussten medizinisch versorgt werden, 504 weniger als im vergangenen Jahr. Sorge bereitet den Veranstaltern allerdings, dass sich die Besucherströme immer stärker auf die Samstage konzentrierten. Das müsse zumindest beobachtet werden, sagte Wieshäupl. Am Samstag war die Polizei mit einem massiven Aufgebot vertreten und musste rund 100 Personen zumindest vorübergehend festnehmen.

manager-magazin.de mit Material von ap