Spielsachen Von goldenem Glanz

Es glänzt und glitzert. Eine Hülle für die XBox aus Sterlingsilber oder ein MP3-Player aus Gold. Exquisites ist derzeit nicht nur auf der Cebit zu bestaunen. Goodyear präsentierte sich beispielsweise jüngst als Möbelhersteller.

Hamburg – Ausgefallen soll es sein, vielleicht auch luxuriös, auf jeden Fall auffallend. Ob für die XBox oder für Musikplayer, Zubehör ist in allen Preislagen zu finden.

Exquisit kommt ein Stück aus dem Hause Christofle daher. "Ein Stück Technik schöner machen", hieß das Motto bei der Markteinführung der XBox 360 von Microsoft . Neben anderen Kreativen entwarf Designerin Andrée Putman eine ganz besondere Hülle für die Spielekonsole.

Die Grande Dame des schlichten Schönen verkleidete die abnehmbare Front in Sterlingsilber. Die Hülle wurde von der französischen Silberschmiede Christofle handgefertigt. 1000 Euro kostet das hohle Stück, das in einer limitierten Edition aufgelegt wurde. Nur ganze fünf Mal existiert die Putman-Hülle. Wer sie bestellen möchte, kann sein Glück unter Telefonnummer 040/ 220 66 65 versuchen.

Klangvolles Edelmetall

Edel und glänzend präsentierte Trekstor, ein Hersteller von MP3-Playern, gerade auf der Cebit einen der teuersten digitalen Musikplayer der Welt. Mehr Schmuckstück als Player, mag da einer denken. Das 20.000 Dollar teure Gerät ist aus 750er Gold geschaffen und ist mit Brillanten besetzt. Eine Kette dient dazu, das Glanzstück bei sich zu tragen.

Auf der Computermesse wurde das Luxusgerät seinem Besitzer und Auftraggeber, dem kanadisch-russischen Stahlmilliardär Alex Shnaider, übergeben. Shnaider, der das Formel-1-Team von Midland (ehemalige Eddie-Jordan-Mannschaft) im vergangenen Jahr gekauft hatte, will das Stück zu Gunsten der Deutschen Krebsstiftung auf einer Galaveranstaltung im Herbst versteigern.

Der Hausfrauentraum

Einer ganz anderen Idee ist der Staubsaugerhersteller Vorwerk nachgegangen. Auf der Cebit zeigte das Unternehmen, das einst mit dem Handstaubsauger Kobold die Welt der Gebäudereinigung revolutionierte, einen neuen Kobold. Ausgestattet mit einem Vorwerk-Navigationssystem fuhr der Serviceroboter des Ulmer Unternehmens In Mach Intelligente Maschinen seine Kurven.

Ganz unter dem Motto "Hier werden Hausfrauenträume wahr", putzt der Roboter Teppichboden, Laminat und Keramikfliesen von ganz allein. Seine Wege zieht die Maschine auf einem präparierten Teppich, dem "Smart Floor" von Vorwerk. Er besteht aus Polyestergewebe, in das ein Netz von so genannten RFID-Chips (Radio Frequency Identification) – sprich Funkchips – von Infineon eingebaut ist. Anhand der Chips bastelt sich der Roboter eine Landkarte. Ab Herbst beginnt die Serienproduktion.

Wider den Duckverlust

Wider den Duckverlust

Nicht aus Edelmetall, dafür aber vielleicht umso bequemer ist eine Idee des Reifenherstellers Goodyear.

Auf der Mailänder Modewoche stellte Modeschöpfer Roberto Cavalli einige ungewöhnliche Möbel aus: Sessel aus Goodyear-Reifen. Das amerikanische Unternehmen hatte zu dieser ungewöhnlichen PR-Aktion die Zusammenarbeit mit dem Designer Zac und dem Modeschöpfer gesucht. Derzeit stehen die Cavalli-Kreation in den Geschäften in Mailand. Insgesamt sollen es vier Möbelstücke sein, von denen noch keines verkauft sei, heißt es. Interessenten können sich an Goodyear Italien wenden. Dort ist auch der Preis zu erfahren.

Der besondere Stoff

Unterhemden, die sich von alleine erwärmen, Jacken, die USB-Schnittstellen für MP3-Player bieten oder Anzüge, die vor Handystrahlung schützen – Kleidung passend zur Hardware ist schon längst kein Märchen mehr.

Auf der Cebit zeigen derzeit junge Designer ihre Ideen. So zum Beispiel Oliver Stollbrock (Fashion Innovation Service), der die Innentasche seines Sakkos mit einem Stoff ausgestattet hat, der die Handystrahlung abschirmen soll. Oder die Firma Warmx, die Unterhemden präsentiert, die sich auf der Haut erwärmt. Kraftspender ist ein kleiner Akku der die versilberten Fasern des Stoffs anheizt. Den richtigen Anschluss sucht indes das Unternehmen Interactive Wear. Die Vision: Elektronische Knöpfe am Ärmel von Jacken, mit denen MP3-Player und Handys einfach bedient werden können.

manager-magazin.de mit Material von dpa

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.