Auszeichnung Die besten Fotos 2005

Es ist ein eindringliches Foto, das zum besten Pressebild des Jahres 2005 gekürt wurde: Eine Momentaufnahme aus dem Niger, eine hungernde Mutter mit Kind. Die Jury des World Press Photo Awards zeichnete insgesamt 63 Fotografien aus 25 Ländern aus. manager-magazin.de zeigt eine Auswahl.

Amsterdam - Seine Momentaufnahme der Hungerkatastrophe im Niger beeindruckte die Jury nachhaltig. Zum besten Pressefoto 2005 wurde das Bild einer hungernden Mutter mit ihrem Kind in Niger ausgezeichnet.

Das Foto, das der 35-jährige kanadische Fotograf Finbarr O'Reilly für die Agentur Reuters schoss, zeigt die abgemagerten Finger eines einjährigen Kindes, die an die Lippen seiner Mutter gepresst sind. Es entstand am 1. August 2005 in Tahoua im Nordwesten des verarmten afrikanischen Landes, das von einer Hungersnot betroffen ist.

"Das Foto ist mir stets im Kopf geblieben, auch nachdem ich noch tausende weitere während des Wettbewerbs angeschaut habe", sagte James Colton, Vorsitzender der Jury des "World Press Photo Awards". "Dieses Bild hat alles: Schönheit, Horror und Verzweiflung."

Die Aufnahme wurde unter 83.044 Fotos ausgewählt, die 4448 Berufsfotografen aus 122 Ländern eingereicht hatten - damit wurden 182 Bilder mehr als ein Jahr zuvor eingereicht. Auch damals hatte mit Arko Datta ein Reuters-Fotograf die angesehenste und begehrteste Auszeichnung im Bildjournalismus erhalten. Es zeigt eine trauernde Inderin nach der Tsunami-Katastrophe.

Momente des Grauens: Ein Libanese ruft nach einem Bombenattentat Hilfe herbei. Das Bild von Reuters-Fotograf Mohamed Azakir erhielt den ersten Preis für die "Spot News Singles"-Rubrik

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Foto: REUTERS
Schlagabtausch: Als "Sports Action"-Einzelaufnahme wurde dieses Bild von Sydney Seshibedi mit dem zweiten Preis seiner Kategorie geehrt

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Foto: AP/ Sunday Times
Trauer: Eine Frau betet für ihren Sohn, der bei dem verheerenden Erdbeben in Pakistan ums Leben kam. Aufnahme des dänischen Rotkreuz-Fotografen Jakob Dall, ausgezeichnet als drittbestes Einzelfoto im Bereich "Menschen in den Nachrichten"

Trauer: Eine Frau betet für ihren Sohn, der bei dem verheerenden Erdbeben in Pakistan ums Leben kam. Aufnahme des dänischen Rotkreuz-Fotografen Jakob Dall, ausgezeichnet als drittbestes Einzelfoto im Bereich "Menschen in den Nachrichten"

Foto: AP/ Danish Red Cross




World Press Photo Award: Schrecken und Schönheit
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"Wir sind sehr geehrt und extrem stolz, diesen Top-Fotopreis das zweite Jahr in Folge gewonnen zu haben", sagte Reuters-Chefredakteur Geert Linnebank. Auch Konzernchef Tom Glocer zeigte sich begeistert: "Fotografie ist sehr wichtig für Reuters und daher werden wir in diesen Bereich weiter investieren." Reuters gewann in diesem Jahr drei Preise in drei Kategorien des Fotowettbewerbs.

Insgesamt wurden 63 Fotografien aus 25 Ländern ausgezeichnet. Die meisten Preise gingen an die Agentur Getty Images mit acht und an die Nachrichtenagentur Associated Press (ap) mit sieben Auszeichnungen. Die World Press Photo Awards werden jedes Jahr vergeben und sind dann weltweit in Ausstellungen zu sehen. In Deutschland werden die Bilder vom 27. April bis 28. Mai im Hamburger Gruner+Jahr-Pressehaus gezeigt.

reuters / ap

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