America's Cup Duell der Topfgeldjäger

Nicht zu Unrecht trägt die begehrteste Segeltrophäe der Welt den Namen "hässliche Kanne". Trotzdem investieren Sponsoren und Privatpersonen dreistellige Millionenbeträge, um die prestigeträchtige Regatta zu gewinnen. manager-magazin.de analysiert, welches Team mit welcher Strategie die besten Chancen auf den Sieg hat.
Von Karsten Langer
Titelverteidiger Alinghi: Nach dem Abgang des dreimaligen Siegers Russel Coutts, der sich mit Teamchef Ernesto Bertarelli verkrachte, fehlt den Schweizern ein erfahrener Profi. Nach wie vor setzen Bertarelli und der Deutsche Taktiker Jochen Schümann auf starken Teamgeist.

Titelverteidiger Alinghi: Nach dem Abgang des dreimaligen Siegers Russel Coutts, der sich mit Teamchef Ernesto Bertarelli verkrachte, fehlt den Schweizern ein erfahrener Profi. Nach wie vor setzen Bertarelli und der Deutsche Taktiker Jochen Schümann auf starken Teamgeist.

Foto: ACM 2005/Photo:Carlo Borlenghi
BMW Oracle Racing: Oracle-Chef Lary Ellison hat ein Menge Segelprofis um sich gescharrt. Frage ist, ob die Alphatiere sich nicht gegenseitig zerfleischen.

BMW Oracle Racing: Oracle-Chef Lary Ellison hat ein Menge Segelprofis um sich gescharrt. Frage ist, ob die Alphatiere sich nicht gegenseitig zerfleischen.

Foto: AP
Emirates Team New Zealand: Wiedererstarkt dank Grant Dalton. Der erfahrene Skipper soll in die Fußstapfen von Sir Peter Blake treten. Er hat die Nation, eine starke Mannschaft und genug Geld hinter sich.

Emirates Team New Zealand: Wiedererstarkt dank Grant Dalton. Der erfahrene Skipper soll in die Fußstapfen von Sir Peter Blake treten. Er hat die Nation, eine starke Mannschaft und genug Geld hinter sich.

Foto: AC / Francesco Ferri ACM
Luna Rossa Challenge: Im Jahr 2000 war das Lieblingsspielzeug von Prada-Gründer Patrizio Bertelli überraschend in die Endausscheidung des America's Cup gesegelt. 2003 aber scheiterte Bertelli. Der Geschäftsmann schwor, nie wieder an dem renommiertesten Segelrennen der Welt teilzunehmen. Offensichtlich hat er seine Meinung geändert. Ein erster Platz nach fünf Vorläufen spricht für die Entscheidung Bertellis.

Luna Rossa Challenge: Im Jahr 2000 war das Lieblingsspielzeug von Prada-Gründer Patrizio Bertelli überraschend in die Endausscheidung des America's Cup gesegelt. 2003 aber scheiterte Bertelli. Der Geschäftsmann schwor, nie wieder an dem renommiertesten Segelrennen der Welt teilzunehmen. Offensichtlich hat er seine Meinung geändert. Ein erster Platz nach fünf Vorläufen spricht für die Entscheidung Bertellis.

Foto: Carlo Borlenghi ACM
Desafío Espanõl: Die Spanier könnten überraschen, wenn sie ihren Heimvorteil zu nutzen wissen. Der polnische Profiskipper Karol Jablonski ließ allerdings in den bisherigen Vorläufen alte Stärke vermissen.

Desafío Espanõl: Die Spanier könnten überraschen, wenn sie ihren Heimvorteil zu nutzen wissen. Der polnische Profiskipper Karol Jablonski ließ allerdings in den bisherigen Vorläufen alte Stärke vermissen.

Foto: Nico Martinez
Mascalzone Latino Capitalia: Beim vergangenen Cup war das Team aus Italien Liebling des Publikums. Der Kampfgeist stimmte, das Ergebnis am Ende leider nicht. Mit frischem Geld vom Bankhaus Capitalia und erfahrenen Profis könnte das Halbfinale erreicht werden.

Mascalzone Latino Capitalia: Beim vergangenen Cup war das Team aus Italien Liebling des Publikums. Der Kampfgeist stimmte, das Ergebnis am Ende leider nicht. Mit frischem Geld vom Bankhaus Capitalia und erfahrenen Profis könnte das Halbfinale erreicht werden.

Foto: ACM 2005/Photo:Carlo Borlenghi
Victory Challenge: Das Team um Hugo Stenbeck, Sohn des verstorbenen schwedischen Web-Moguls Jan Stenbeck, dürfte für einige Überraschungen sorgen. Der sechste Platz nach den ersten Vorläufen zeigt, dass die Schweden noch immer eine schlagkräftige Segelnation sind.

Victory Challenge: Das Team um Hugo Stenbeck, Sohn des verstorbenen schwedischen Web-Moguls Jan Stenbeck, dürfte für einige Überraschungen sorgen. Der sechste Platz nach den ersten Vorläufen zeigt, dass die Schweden noch immer eine schlagkräftige Segelnation sind.

Foto: DPA
Team Shosholoza: Das bisher niederschmetternde Ergebnis in den Vorläufen ist bestimmt nicht die Schuld des südafrikanischen Reeders Salvatore Sorno. Der hatte mit viel eigenem Geld das erste afrikanische AC-Team auf die Beine gestellt und mit T-Systems einen potenten Sponsor ins Boot geholt. Bisher waren seine Anstrengungen zum Scheitern verurteilt. Mannschaft und Material versagten.

Team Shosholoza: Das bisher niederschmetternde Ergebnis in den Vorläufen ist bestimmt nicht die Schuld des südafrikanischen Reeders Salvatore Sorno. Der hatte mit viel eigenem Geld das erste afrikanische AC-Team auf die Beine gestellt und mit T-Systems einen potenten Sponsor ins Boot geholt. Bisher waren seine Anstrengungen zum Scheitern verurteilt. Mannschaft und Material versagten.

Foto: Carlo Borlenghi ACM
+39 Challenge: Das süditalienische Team wird von den Tourismuszentralen der Regionen Sizilien und der Lombardei unterstützt. Nach guter Vorbereitung schaffte das Team bisher einen beachtlichen neunten Platz.

+39 Challenge: Das süditalienische Team wird von den Tourismuszentralen der Regionen Sizilien und der Lombardei unterstützt. Nach guter Vorbereitung schaffte das Team bisher einen beachtlichen neunten Platz.

Foto: Carlo Borlenghi ACM
United Internet Team Germany: In sprichwörtlich letzter Sekunde meldete das deutsche Team seine Teilnahme. Angesichts der zeitlichen, finanziellen und personellen Engpässe ist der zehnte Platz mehr als ein Achtungserfolg. Wenn Skipper Jesper Banks die Mannschaft weiter drillt, ist eine Platzierung unter den ersten sechs möglich.

United Internet Team Germany: In sprichwörtlich letzter Sekunde meldete das deutsche Team seine Teilnahme. Angesichts der zeitlichen, finanziellen und personellen Engpässe ist der zehnte Platz mehr als ein Achtungserfolg. Wenn Skipper Jesper Banks die Mannschaft weiter drillt, ist eine Platzierung unter den ersten sechs möglich.

Foto: AP
K-Challenge: Teamchefin Dawn Riley hat sich bisher wacker geschlagen. Die französische Kampagne landete nach den Vorrunden auf dem siebten Platz.

K-Challenge: Teamchefin Dawn Riley hat sich bisher wacker geschlagen. Die französische Kampagne landete nach den Vorrunden auf dem siebten Platz.

Foto: AC / Carlo Borlenghi ACM
Team China: Das erste chinesische Syndikat ist aus einem Zusammenschluss zwischen dem französischen Le Défi-Team und dem Sponsor China Equity entstanden. Insider vermuten, dass die Chinesen den aktuellen America's Cup nutzen, um später ein eigenes Team auf die Beine zu stellen. Siegchancen hat das Team China kaum.

Team China: Das erste chinesische Syndikat ist aus einem Zusammenschluss zwischen dem französischen Le Défi-Team und dem Sponsor China Equity entstanden. Insider vermuten, dass die Chinesen den aktuellen America's Cup nutzen, um später ein eigenes Team auf die Beine zu stellen. Siegchancen hat das Team China kaum.

Foto: ACM 2005/Photo:Francesco Ferri