America's Cup Dritter Sieg für Germany

Das United Internet Team Germany hat bei den Testregatten zum America's Cup die eigenen Erwartungen übertroffen. Die Crew um den dänischen Skipper Jesper Bank bezwang am fünften Renntag das Team China mit einem Vorsprung von 44 Sekunden. Das T-Systems-Team Shosholoza ging leer aus.

Valencia - Nach dem Sieg musste man sich allerdings der schwedischen Victory Challenge mit 35 Sekunden Rückstand geschlagen geben.

Im Gesamtklassement liegt der erste deutsche Starter in der 154-jährigen Geschichte der Veranstaltung vor dem abschließenden Rennen am Dienstag um 14 Uhr gegen die punktgleiche +39-Challenge (Italien) mit einer Bilanz von 3:7-Siegen auf Rang sieben.

Gegen das Team China erwischte das Team Germany den besseren Start. Nachdem sich zunächst ein Bug-an-Bug-Rennen entwickelte, konnten sich die Deutschen mit zunehmender Dauer der Wettfahrt dann absetzen. Die asiatische Mannschaft hatte ihre Teilnahme ebenso wie das Team Germany erst kurz vor Ablauf der Meldefrist am 29. April bestätigt und ging aus dem französischen Syndikat Le Defi hervor, das bereits bei den Qualifikationsrennen für die America's Cups 2000 und 2003 gestartet war.

Schlägt sich wacker: United Internet Team Germany

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Duell mit Zaungast: United Internet gegen China, im Vordergrund der Cupper von Mascalzone Latino

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Niederlage: Gegen BMW Oracle war das deutsche Team chancenlos

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Alte Segel, neue Segel: Titelverteidiger Alinghi siegte - auch wegen des weit nach achtern geschnittenen Großesegels

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Deutschland vorn: Am Ende mussten sich die Deutschen gegen das Team New Zealand geschlagen geben

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Spimanöver, klar zur Wende: Team Germany an der Tonne

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Team Germany in Aktion
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Grazile Schönheit: Die GER-72 gleitet durch die Wellen

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Foto: Franz Faltermaier/United Internet Team Germany
Die wilden Jungs von 1&1: Gruppenbild mit Dame

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Foto: DPA
Zu Sache, Schätzchen: Ein Cupper ist kein Fahrtenschiff

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Foto: Franz Faltermaier/United Internet Team Germany
Einladend: Der Hafen von Valencia, Austragungsort des America's Cup. Für das Segel-Spektakel wurde ein neuer Kanal angelegt, der es den Teilnehmern ermöglicht, binnen 15 Minuten vom Anleger zur Rennstrecke zu gelangen

Einladend: Der Hafen von Valencia, Austragungsort des America's Cup. Für das Segel-Spektakel wurde ein neuer Kanal angelegt, der es den Teilnehmern ermöglicht, binnen 15 Minuten vom Anleger zur Rennstrecke zu gelangen

Foto: DPA
Parade: Die Yachten aus Südafrika (r.), Neuseeland, Frankreich und Amerika vor Marseille

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Foto: AP
Kopf-an-Kopf-Rennen: Titelverteidiger Alinghi (l.) im Duell mit dem Emirates Team New Zealand bei der Eröffnungsetappe vor Marseille

Kopf-an-Kopf-Rennen: Titelverteidiger Alinghi (l.) im Duell mit dem Emirates Team New Zealand bei der Eröffnungsetappe vor Marseille

Foto: AP


America's-Cup - Bilder aus Valencia
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Die Deutschen mussten mit ihrer Kampagne hingegen bei Null beginnen. Doch auch gegen die Victory Challenge, die Bank beim Cup 2003 auf einen starken fünften Platz geführt hatte, konnte man zeitweilig gut mithalten und gar in Führung gehen. Am Ende waren die erfahreneren Schweden für den deutschen Newcomer allerdings noch eine Nummer zu groß.

Titelverteidiger Alinghi weiter ungeschlagen

Der Schweizer Titelverteidiger Alinghi mit Sportdirektor Jochen Schümann aus Penzberg dreht derweil an der Spitze einsam seine Runden. Im Duell der beiden einzigen zuvor noch ungeschlagenen Syndikate gegen das Team New Zealand behielten die Eidgenossen mit 36 Sekunden Vorsprung die Oberhand und verbesserten ihre Bilanz mit einem weiteren Triumph über die K-Challenge (Frankreich) auf 10:0-Siege. Damit ist Alinghi vor seinem letzten Rennen gegen die italienische Luna Rossa der erste Platz der Gesamtwertung nicht mehr zu nehmen.

Während das zweimal erfolgreiche US-Syndikat BMW-Oracle-Racing derweil auf einen Einsatz des Münchener Vorschiffsmanns Tony Kolb verzichtete, bleiben der Hamburger Boat Captain Tim Kröger und das südafrikanische Team Shosholoza, das von T-Systems gesponsert wird, die Prügelknaben. Wegen eines nicht eingehaltenen Penalties wurde ihr erstes Rennen gegen die Luna Rossa als verloren gewertet. Die zweite Wettfahrt gegen Team New Zealand ging mit vier Minuten Rückstand verloren.

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