America's Cup Willy Kuhweide soll deutsches Team führen

Jetzt ist es offiziell: Deutschland wird mit einem eigenen Syndikat an der berühmtesten Regatta der Welt teilnehmen. Olympiasieger Willy Kuhweide soll im Jahr 2007 den 156 Jahre alten deutschen Traum wahr werden lassen und den America's Cup nach Deutschland holen.

Athen - Willy Kuhweide, der 61 Jahre alte Finn-Dinghy-Goldmedaillengewinner von 1964, der seine Segelkarriere 1986 zugunsten seines Pilotenjobs bei der Lufthansa beendete, wird Teamchef der ersten deutschen Herausforderung im Kampf um die älteste Trophäe des internationalen Sports.

"Ich freue mich sehr, dass es endlich losgeht", bestätigte der dreimalige Olympiasieger und America's Cup-Gewinner Jochen Schümann in Athen einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus".

Schümann selbst kann dem neuen deutschen Team, für das er seit Jahren die Werbetrommel rührt, auf Grund seines noch bis 2007 laufenden Vertrags mit dem Schweizer Cup-Verteidiger Alinghi nicht zur Verfügung stehen. "Es ist kein Geheimnis, dass meine Sympathie seit langem einem solchen Projekt gehört", sagte er.

Der 50 Jahre alte Segler stand den Initiatoren der geplanten deutschen Kampagne im Vorfeld als Ratgeber zur Seite. "Willy Kuhweide ist ein sehr fähiger und erfahrener Manager, der mit Technolgie und Teamwork glänzend vertraut ist", lobte Schümann. Kuhweide hat unter anderem in den USA gelebt und dort Piloten für die Lufthansa ausgebildet.

Während über Partner und Finanzierung der deutschen Herausforderung noch nichts bekannt ist, schlägt Schümann schon jetzt die Brücke vom olympischen Sport zur Königsdisziplin America's Cup: "Eine solche Kampagne ist wichtig, um unseren Aktiven den Weg aus der Sackgasse zu weisen. Hier gibt es die Möglichkeit, sich in unterschiedlichsten Positionen den Lebensunterhalt zu verdienen. Voraussetzung dafür allerdings sind Erfolge und Medaillen."

Tatjana Pokorny, dpa

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.