Berliner Olympiastadion "Ein grandioses architektonisches Werk"

Nach vierjährigem Umbau ist das Berliner Olympiastadion am Samstagabend von Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit eröffnet worden. Rund 45.000 Zuschauer feierten die Fertigstellung mit einer Riesenparty. Die Sanierung der Arena hatte 242 Millionen Euro gekostet.

Berlin - Als symbolischer Höhepunkt der Festlichkeiten wurde am Samstag kurz nach 21 Uhr die Flammschale, in der 1936 das olympische Feuer brannte, entzündet. Neben zahlreichen Persönlichkeiten aus Sport, Politik und Unterhaltung auf den Tribünen sorgten die Musikstars Nena und Pink für rockige Atmosphäre im Schauplatz des WM-Finales 2006.

Als Ehrengäste aus Übersee liefen Gina Owens Hemphill, Enkelin des vierfachen Olympiasiegers von 1936 Jesse Owens, und Julia Vanessa Long, Enkelin von Owens' Weitsprungrivalen Louis Long, mit einer Fackel über die blau leuchtende Tartanbahn. Bundesligist Hertha BSC Berlin hatte sich diese Farbe als Corporate Identy für die Laufbahn gewünscht. Auch der Olympiasieger von 1960 über 100 Meter Armin Hary zeigte sich dem Publikum.

"Das ist ein schöner Tag für den Sport. Dieses Stadion wird Berlins Ruf als internationale Metropole des Sports unterstreichen. Wir freuen uns schon jetzt auf die WM 2006", sagte Wowereit in seiner festlichen Ansprache. Bundesinnenminister Otto Schily bezeichnete das Olympiastadion gar als Juwel des Sports. "Es ist ein gelungenes, grandioses architektonisches Werk", so Schily.

Spielerisch: Hertha-BSC-Manager Dieter Hoeness feiert die Spielstätte

Spielerisch: Hertha-BSC-Manager Dieter Hoeness feiert die Spielstätte

Foto: DDP
Bühnenshow: Popstar Nena auf der großen Bühne

Bühnenshow: Popstar Nena auf der großen Bühne

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Endspurt: Moderator Johannes B. Kerner, Bundesinnenminister Otto Schily und Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit sowie der Vorstandsvorsitzende der Walter-Bau GmbH, Hans-Jürgen Hecklau, (v. r.) zählen zusammen den Countdown zum Startschuss

Endspurt: Moderator Johannes B. Kerner, Bundesinnenminister Otto Schily und Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit sowie der Vorstandsvorsitzende der Walter-Bau GmbH, Hans-Jürgen Hecklau, (v. r.) zählen zusammen den Countdown zum Startschuss

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Rhythmus: Brasilianischer Karneval im Stadion

Rhythmus: Brasilianischer Karneval im Stadion

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Berliner Olympia-Perspektiven:
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In dem jetzt 76.000 Zuschauer fassenden Stadion findet am 9. Juli 2006 das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland statt. Für 2009 hat sich Berlin um die Leichtathletik-Weltmeisterschaft beworben. Auch an Olympia wird in der Hauptstadt wieder gedacht. "Berlin steht bereit", verkündete Wowereit voller Zuversicht Richtung NOK-Präsident Klaus Steinbach. Der wiederum antwortete: "Ich freue mich, dass Berlin sich bekennt. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir das ernsthaft angehen." Berlin bewarb sich zuletzt vergeblich für die Olympischen Spiele 2000.

Länderspiel Anfang September

Nach der offiziellen Eröffnungsrede Wowereits begann vor etwa 45.000 Zuschauern, die sich die Eröffnungsparty nicht entgehen lassen wollten, der Konzert- und Showabend. Auch ein Feuerwerk und eine spektakuläre Lightshow begleiteten die Festlichkeiten. Hertha BSC bestreitet am Sonntagnachmittag ein Freundschaftsspiel gegen Besiktas Istanbul. Zuvor spielen im Olympiastadion die Hertha-Amateure und der 1. FC Union Berlin um Punkte in der Regionalliga.

Zum Schauprogramm am Samstagabend gehörten vor einem großen Feuerwerk auch Auftritte von Fußball-Altstars, darunter Paul Breitner, der 1974 beim 1:0 gegen Chile das bisher einzige deutsche WM-Tor in Berlin erzielt hatte. Als nächstes Großereignis im Olympiastadion steht am 8. September das Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Weltmeister Brasilien an. Es wird der zweite Auftritt des DFB-Teams unter der Führung des neuen Bundestrainers Jürgen Klinsmann sein.

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