Donnerstag, 27. Februar 2020

Swimmingpool für den Garten Grüße vom Sonnendeck

Badespaß: Pools für den eigenen Garten
TMN

Lieber einen gepflegten Drink am Beckenrand als kreischlaute Freibadatmosphäre: Was spricht eigentlich dagegen, im eigenen Garten einen kühlenden Pool zu bauen?

Köln - Was gibt es Schöneres, als sich an einem heißen Sommertag im kühlen Nass zu erfrischen? Doch der nächste See ist eine Autofahrt entfernt und das Schwimmbad im Ort laut und überfüllt. Warum also nicht das Schwimmbad in den eigenen Garten holen? Hier kommen einige Tipps von Experten.

Der Pool sollte im Terrassenbereich liegen, im besten Fall direkt in der Sonne. Das wärmt das Wasser. Und: "Baue ich meinen Pool in das hinterste Ende des Gartens, kann ich mich mit Frau und Kindern nur noch brüllend unterhalten, während ich ein Bad nehme", sagt Hans-Georg Biesemann, Poolbauer und Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Schwimmbad und Wellness (bsw) in Köln.

Ob Gartenbesitzer einen Pool ohne Genehmigung bauen dürfen, erfahren sie im örtlichen Bauamt. "Eine Planzeichnung von Grundstück und Pool sind dafür in der Regel ausreichend", erläutert Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren (VPB) in Berlin. "Diese kann ruhig laienhaft sein, nur die Maße müssen stimmen." Die Behörde informiere auch über die korrekten Abstände zur Grundstücksgrenze sowie über die Wasserentsorgung oder einen Kanalanschluss.

"Provisorische Bauten wie aufblasbare Pools brauchen allerdings keine Genehmigung", sagt die Bauexpertin. Nur wenn der Pool dauerhaft befestigt wird, also zum Beispiel eingegraben wird, dann sollte unbedingt das Bauamt aufgesucht werden. Wer zur Miete wohnt oder sich nicht dauerhaft für einen Pool entscheiden möchte, für den sind sogenannte Quick-up-Pools eine günstige Lösung. Die meist runden, aufblasbaren Bassins gibt es in jedem Baumarkt für häufig weniger als 100 Euro.

Stahlwand oder Stein?

Die höherwertige Alternative sind Stahlwandbecken. Auch hier dominieren runde oder ovale Formen. "Sie sind relativ leicht aufzubauen", erklärt Poolbauer Biesemann. "Heimwerker können sich hier also durchaus noch selbst versuchen." Außerdem können sie sowohl im Garten aufgestellt oder in den Boden eingelassen werden. Die Wasseraufbereitungstechnik ist hier im Komplettpaket auch enthalten.

Etwas komfortabler seien Isostone-Becken oder Polystyrol-Steinbecken, die wie die Stahlwandbecken durch eine Folie abgedichtet sind. Diese Pools sind nur noch bedingt zum Selberbauen geeignet. "Spätestens beim Anbringen der Abdichtungsfolie sollte ein Fachmann hinzugezogen werden", findet Biesemann. Bei den Fertigbecken, den sogenannten Einstückbecken, ist die Preisgrenze nach oben offen, abhängig von Größe, Material und Ausstattung. Hier sollte man von der Planung bis zum Einbau einen Fachmann beauftragen.

Egal welche Bauweise, Biesemann rät zu einem Becken, das nicht tiefer als 1,50 Meter ist. "Früher haben die Leute 2 Meter tiefe Becken gebaut, weil sie meinten, darin besser schwimmen zu können. Das ist totaler Quatsch." Zwar könne man hier tatsächlich gut schwimmen, aber sich nicht mehr darin aufhalten. "In einem 2 Meter tiefen Becken kann kein Mensch mehr stehen", sagt Biesemann. Auch eine Treppe als Aufenthaltsbereich sei wichtig. Hier können Kinder prima planschen - ein Paradies für die ganze Familie.

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