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Sportswear: Nie war es schicker, fit zu sein

Foto: Fabletics

Alltagstaugliche Sportkleidung Nie war es schicker, fit zu sein

Auf dem Laufsteg wird es sportlich, im Fitnessstudio modisch. Noch nie war es schicker, fit zu sein.
Von Alessa Kapp und Bianca Lang

Immer häufiger ist es zu sehen - das kleine, stilisierte A, das an ein "Omega" erinnert: aufgedruckt auf synthetischen Stoff zwischen trainierten Schultern und auf wohlgeformten Hüften. Das Logo der Sportswearmarke Lululemon steht für "athletically hip".

Innerhalb weniger Jahre haben es die Kanadier salonfähig gemacht, Sport- als Freizeitmode zu tragen. Von den Cafés in Venice Beach aus, wo Menschen zuerst in Yoga- und Laufkleidung unter kalifornischer Sonne Smoothies tranken oder Grünkohlsalat aßen, ist der Trend namens "Athleisure" nach Europa geschwappt. Auch nach Hamburg, wo die Marke den ersten deutschen Shop betreibt und kostenlose Yogastunden anbietet.

Sport als Ritual

Selbst auf den Laufstegen von Mailand bis New York geht es lässiger zu: Turnschuhe und Trainingshosen gehören zum guten Stil. US-Designerinnen wie Mara Hoffman oder Tory Burch führten jüngst eigene Activewear-Linien ein, die Schauspielerin Kate Hudson beteiligte sich 2013 an der Sportswear- Marke Fabletics, Musikstar und Fashionikone Pharrell Williams designt für Adidas.

Als Erster wandte sich der Belgier Dirk Bikkembergs Ende der 90er Jahre von klassischer Eleganz ab hin zu einer legeren Mode und nannte sie Sport Couture. Heute kommt keine Kollektion - gerade für Männer - ohne sportliche Elemente aus. "Ich experimentiere mit Dresscodes", sagt die Berliner Designerin Margot Charbonnier, die aktuell für ihr Label Sample-cm "Sport als Ritual" thematisiert.

Und das soll gepflegt werden: Charbonnier spendiert ihren Kunden zu jedem Teil Stretchgurte samt Anleitung, bei Björn Borg gibt es derzeit zu jedem Einkauf eine Sporttasche als Zugabe.

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