Montag, 20. Mai 2019

Besser trainieren Sieben Lauftrends, die Sie sich sparen können - und fünf Tipps, die helfen

3. Teil: Lieber locker und leicht als mit Gewichten

Emil Zátopek sagt man nach, er habe manches Intervalltraining in Militärstiefeln gemacht. Ob daher sein doch mitunter unrunder Laufstil resultierte? Doch Vorsicht, die "tschechische Lokomotive" war der beste Langstreckenläufer seiner Zeit. Von ihm überliefert ist auch die Empfehlung "Mach's dir im Training schwer, dann wird es im Wettkampf leichter".

Also gut, Springerstiefel sind das Original. Aber Gewichtsmanschetten an den Beinen oder Hanteln in der Hand? Höchst zweifelhaft. Wer dies macht, um abzunehmen, der erzielt damit den gleichen Kalorieneffekt, als wenn er die Dauer seines Trainingslaufs um etwa 10 Prozent verlängern würde.

Und wer durch die mitgeschleppten Gewichte beim Laufen auf eine bessere Athletik hofft, der kann sein Training auch für gelegentliche Liegestütze unterbrechen. Also ich mache derzeit zweimal wöchentlich - und dies alle zwei Kilometer - zehn Hockstrecksprünge. Dies macht bei einem 10 Kilometerlauf in Summe 50 Burpees. Das macht wirklich athletisch, während Gewichte an Armen und Beinen den Laufstil versauen. Gelegentliche Kniebeuge, Ausfallschritte oder eben Liegestütze sind also viel besser, es sei denn, sie hoffen darauf irgendwann mal Zátopeks Erbe anzutreten und die "Dampflok aus der Eifel" genannt zu werden.

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