Montag, 27. Mai 2019

Wie Sie Ihr persönliches Ziel richtig stecken und erreichen Leistung ist relativ!

Sonja von Opel: Sport ist anstrengend, fühlt sich aber gut an
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Sonja von Opel: Sport ist anstrengend, fühlt sich aber gut an

6. Teil: Der Plan

Auch bei Regen, auch mit Kind: Wenn Sie einen verbindlichen Plan haben, gelingt Ihnen das

Wo ein Wille, da ein Weg, aber der Weg gelingt umso besser, wenn es einen Plan dafür gibt. Entweder setzen Sie sich eiserne aber leicht einzuhaltende Regeln: "Ich werde ab heute jeden Morgen für mindestens 30 Minuten joggen und einen Monat lang keinen Alkohol trinken."

Oder Sie erstellen sich einen systematischen Trainingsplan, der auf Ihren konkreten Traum abzielt: "Montag Dauerlauf, Dienstag Tempoläufe, Mittwoch Ruhetag, Donnerstag Dauerlauf, Freitag Tempodauerlauf, Samstag Ruhetag, Sonntag langer Lauf." So sieht eine klassische Woche in einer Marathonvorbereitung aus. Wenn Sie das Ganze über zwölf Wochen akribisch durchplanen und sich als Credo an den Kühlschrank hängen, dann kann das eine wahre Freude und glückbringende Befriedigung sein, diesen Plan abzuarbeiten.

Egal, ob es die kleine Veränderung im Alltag ist, die Sie anstreben, oder das ganz große Kino, das Sie vorhaben, ein Plan, der realistisch in Ihr Leben passt, der Ihnen hilft, sich auch an schlechten Tagen daran zu erinnern, dass Sie da etwas vorhaben, dieser Plan ist wie ein Treppengeländer, an dem Sie sich langhangeln können, wenn Ihnen bei all Ihrer Sportlichkeit selbst ganz schwindelig wird.

Entweder basteln Sie sich selbst Ihren Plan zusammen, laden sich Ihre Trainingswochen im Internet herunter, schneiden ihn aus einem Magazin aus, oder Sie engagieren einen Profi, der Ihnen dabei hilft. Das kann der Personal Trainer im Fitness-Studio sein oder der Experte im Internet, der via Online-Coaching hilft. Egal welcher Plan es ist, er muss nur zu Ihnen passen und Sie müssen an ihn bedingungslos glauben.

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Zu guter Letzt ist mir eine Sache noch besonders wichtig: Vergleichen Sie sich nicht mit anderen. Sie bringen die Leistung, die Sie bringen können und nur Sie alleine können entscheiden, ob Sie das gut oder schlecht gemacht haben. Allenfalls können Sie sich mit sich selbst vergleichen, mit Wettkampfzeiten der vergangenen Jahre, mit Werten der letzten Saison… aber auch hier müssen Sie Ihr zunehmendes Alter bedenken.

Nicht umsonst gibt es gerade beim Laufsport die Altersklassen, die die Leistungen der Athleten relativieren. Starten Sie immer in Ihrer persönlichen Klasse und treten Sie nur gegen Ihr eigenes Ich aus der Gegenwart an. Dann bleibt Ihnen die Freude am Sport, Ihre Motivation und der Spaß an Ihrer eigenen Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter erhalten. Das ist ein Versprechen!

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