Modetrend Fitness-Armbänder  Wie Sie den digitalen Aufpasser austricksen

Von Arne Gottschalck

Waren Sie am Wochenende sportlich unterwegs? Das ist ja für gewöhnlich Sportzeit - wenn, ja wenn sich nicht gerade der innere Schweinhund angesichts des Super-Sommersonnenwetters nicht besonders sperrig zeigen würde. Also Liegestuhl statt Lauftraining.

Wenn nur nicht das neue Fitbit (oder entsprechende Konkurrenzprodukte) wäre, jenes Fitness-Armband, eigens angeschafft um Familie und Kollegen zu beindrucken. Und das will mit Bewegungen gefüttert werden. Für den kollegialen Wettstreit, wer zuerst 10.000 Schritte hinter sich gebracht hat. Und künftig vielleicht gar für die Krankenkasse. Immerhin denken offenbar die ersten darüber nach, solche Armbänder zu nutzen, um den Fitness-Stand ihrer Kunden beurteilen zu können.  Und damit vermutlich deren Prämien.

Das Internet-Magazin "Wired" hat sich daran gemacht und eine kurzweilige filmische Übersicht erstellt, wie man im Fitbit-Wettbewerb weit vorn besteht. Ganz ohne Schweiß. Allerdings auch nicht ganz ernsthaft.

Trick 1 bis 3 ...

Der beste Freund des Menschen?

Der beste Freund des Menschen?

Foto: Eurek Alert, Emory University

Gassi gehen mit dem Hund zum Beispiel würde den Bewegungsmelder des Fitbit rotieren und die Pfunde schmelzen lassen. Doch wie wäre es, Fifi und Fitbit allein loszuschicken? Highscore geknackt, Schweinehund zufrieden.

Oder einfach den Ventilator laufen lassen. Nachdem das Armband zuvor am Rotor appliziert wurde.

Ein bisschen mehr Arbeit, nämlich aufzustehen und in den Werkzeugkeller zu gehen, erfordert Weg 3. Man greife zur Bohrmaschine und schiebe das Tech-Spielzeug aufs Bohrfutter. Und dann ganz einfach laufen lassen …...

... und 4 und 5

So lässt es sich aushalten

So lässt es sich aushalten

Foto: Igor Gitelshtain

Ermattet von so viel Raffinesse dürfte sich der Hunger einstellen. Warum also nicht eine Kuchen backen - und simultan am schein-sportlichen Trackrecord arbeiten? Indem Sie das Fitbit um die Rührmaschine schnallen. Oder, für die Wagemutigen, zum Schneebesen greifen und den Teig schlagen. Obacht - die Fitbit-Punkte könnten zum Teil ehrlich verdient sein, je nach Teigkonsistenz.

Was bleibt? Richtig, Großmutters Schaukelstuhl. Hin und her schwingen und dabei das Handgelenk kreisen lassen.

Ob jeder der Kniffe funktioniert? Das wissen nur die Kollegen von "Wired". Kniffe ist dabei vermutlich der treffende Begriff. Denn in Sachen eigener Fitness sind die gekniffen, die die Tricks umsetzen.