mm.de zum Jahresstart: So managen Sie Ihr Leben, Teil V Zehn Fragen, die Ihnen zeigen, wie fit Sie wirklich sind

Jetzt ist die Zeit, Ihr Leben zu ordnen! Wo stehen Sie, was sollten Sie tun? In der fünften Folge unserer Serie "So managen Sie Ihr Leben" hilft Ihnen Sportcoach Sonja von Opel, Ihren Fitnesslevel zu bestimmen - und 2016 zum fittesten Jahr Ihres Lebens zu machen. Los geht's!
Von Sonja von Opel
Da geht noch was! Oder etwa nicht? Wie fit Sie sind und was Sie für sich tun sollten, können Sie mit unseren zehn Fragen herausfinden

Da geht noch was! Oder etwa nicht? Wie fit Sie sind und was Sie für sich tun sollten, können Sie mit unseren zehn Fragen herausfinden

Foto: Corbis

Manche Menschen sind wahre Sportskanonen oder werden zumindest von ihrem Umfeld so gesehen. Andere sind zwar rank und schlank, können aber nicht mal einem Bus hinterher sprinten, ohne danach in ein Sauerstoffzelt zu müssen.

Sonja von Opel
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Michael Reusse

Sonja von Opel ist Laufexpertin und Lebensläuferin. Mit einer Marathonbestzeit von 2:52h und als erfolgreiche Ultraläuferin gibt sie ihr Wissen und ihre Liebe zum Laufen in Laufcamps, Vorträgen, Büchern und vor allem als Online-Coach von über 100 Athleten pro Saison mit großer Begeisterung weiter. Als Geschäftsführerin der "Sonja von Opel Sports GmbH" bewegt sie nicht nur ihre Athleten vom Schreibtisch aus, sondern veranstaltet das ganze Jahr hindurch Laufreisen, Trainingscamps und Sportevents:
www.opelrunningteam.com  

Mit dem Alter nimmt von Natur aus die körperliche Leistungsfähigkeit ab, aber diesen Prozess können Sie nach hinten verschieben, wenn Sie regelmäßig Sport treiben.

Testen Sie sich selbst, wie fit Sie wirklich sind. Seien Sie ehrlich zu sich selbst und lassen Sie sich von einfachen Tricks inspirieren, wie mehr Fitness und damit auch Gesundheit und Lebensfreude in Ihrem Leben Einzug halten können.

Können Sie 100 Stufen treppauf gehen?

Danke, ich nehme lieber die Treppe: Aufzüge sind für die meisten Menschen gesundheitsschädlich, weil sie Bewegung verhindern

Danke, ich nehme lieber die Treppe: Aufzüge sind für die meisten Menschen gesundheitsschädlich, weil sie Bewegung verhindern

Foto: EMMANUEL DUNAND/ AFP

Das ist das einfachste Training: Die Treppe kann jeder nehmen - lassen Sie den Aufzug einfach stehen und machen Sie mal den Selbsttest: Gehen Sie in ein großes Treppenhaus und marschieren Sie los. 100 Stufen am Stück. Ohne Pause. Die einzige Pause darf die Unterteilung im Stockwerk sein, wenn die Richtung geändert wird. Zählen Sie im Geiste mit, ihren Atem werden Sie zum Luftholen benötigen.

Kein Problem mit den 100 Stufen? Herzlichen Glückwunsch, Sie gehören zum fitten Teil der Bevölkerung. Alle anderen sollten an Beinkraft und Ausdauer arbeiten. Wer im zehnten Stock wohnt oder arbeitet, hat jetzt leichtes Spiel. Ein ganz einfacher, aber hocheffektiver Plan wartet auf Sie: In der ersten Woche gehen Sie jeden Tag einmal in den ersten Stock und dürfen erst ab da den Aufzug nehmen. In der zweiten Woche gehen Sie jeden Tag einmal von unten in den zweiten Stock. In der dritten Woche ist täglich ein Marsch bis in den dritten Stock dran und in der vierten Woche müssen Sie täglich einmal bis zum vierten Stock gehen.

Das Spiel lässt sich so lange fortsetzen, wie es Stockwerke gibt. Alle, die nicht im Hochhaus wohnen, können alternativ in Parkhäusern trainieren oder auf dem Stepper im Fitness-Studio.

Kann ich acht Wochen lang einen Trainingsplan einhalten?

Planken für die gute Sache: Die eigene Fitness

Planken für die gute Sache: Die eigene Fitness

Foto: Corbis

Sie haben sich im letzten Jahr aus dem Internet einen Trainingsplan runtergeladen, weil sie sich für den Firmenlauf oder den Sommerurlaub fit machen wollten? Sie haben in der ersten Woche hoch motiviert angefangen, aber nach den ersten zwölf Tagen tat das linke Knie weh oder Sie mussten ständig ein Training aus Zeitgründen verschieben und am Ende haben Sie weder den Plan abgearbeitet, noch am Firmenlauf teilgenommen? Das sollte Ihnen 2016 nicht wieder passieren.

Sie sind auf dem besten Weg zu mehr Sport im Leben, wenn Sie ein Ziel vor Augen haben. Noch besser wird es, wenn Sie sich dafür einen Plan aufschreiben. Ein richtiger Trainingsplan motiviert, am Ball zu bleiben und systematisch dem Ziel näher zu kommen.

Doch zwei Dinge sind ganz wichtig: Das Ziel muss realistisch sein und der Plan muss auf Ihre persönlichen Bedürfnisse und vor allem auf Ihre Leistungsfähigkeit zugeschnitten sein. Synchronisieren Sie den Plan mit ihrem Outlook oder ihrem Smartphone oder ihrem Taschenkalender. Nehmen Sie jede Einheit ernst wie einen Geschäftstermin und blocken Sie sich schon im Vorfeld die Zeit dafür. Dann klappt es auch mit dem Firmenlauf!

Wenn Sie eine Einstiegshilfe brauchen: Hier ist der Trainingsplan für (Wieder-)Einsteiger von mm-Laufcoach Thomas Klingenberger.

Kann ich eine Kerze auf 50 Zentimeter auspusten?

Besinnlichkeit: Kerzen verbreiten eine angenehme Atmosphäre. Aber Sie können Sie auch benutzen, um Ihr Lungenvolumen zu testen.

Besinnlichkeit: Kerzen verbreiten eine angenehme Atmosphäre. Aber Sie können Sie auch benutzen, um Ihr Lungenvolumen zu testen.

Foto: Friso Gentsch/ dpa

Ein sehr guter Indikator für die Fitness ist das Lungenvolumen. Je größer es ist, je leistungsfähiger ist Ihr Atmungssystem. Bei gesunden Erwachsenen liegt das Lungenvolumen bei zwei bis drei Litern, Leistungssportler erreichen auch schon mal acht und Taucher können Ihr Lungenvolumen auf bis zu zehn Liter steigern.

Rauchen verkleinert das Lungenvolumen, Sport dagegen verbessert die Leistungsfähigkeit der Atmungsorgane gewaltig. Wer einen "langen Atem" hat, hält in allen Lebenslagen länger durch. Um zu sehen, wie lang Ihr Atem ist, gibt es einen einfachen Trick. Sie brauchen eine Kerze und ein Maßband. Zünden Sie die Kerze an und stellen Sie sich ungefähr einen Meter entfernt davor. Schaffen Sie es, die Kerze auszublasen, ist Ihr Lungenvolumen ausgezeichnet. Bis 50 Zentimeter können Sie zufrieden sein.

Alles darunter lässt auf eine schwache Lungenkapazität schließen und alles unter 20 Zentimetern gibt sogar Anlass für einen Besuch beim Arzt, der mithilfe eines Spirometers eine fundierte Untersuchung durchführen sollte.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Lunge zu trainieren. Besonders schön, indem ein Blasinstrument gespielt wird. Die Blockflöte ist für den Anfang nicht schlecht, allerdings sollte irgendwann auf Klarinette, Oboe oder Trompete umgestiegen werden, damit die Lunge und das umliegende Zwerchfell auch entsprechend trainiert wird. Wer nicht musikalisch ist, der kann auch mit speziellen Geräten die Lunge trainieren. Diese Geräte werden ganz einfach Lungentrainer genannt und man atmet entweder ein oder aus gegen einen Widerstand. Wem das zu eintönig ist, dem bleibt noch das Aufblasen vieler, vieler Luftballons. Vielleicht können Sie ja auf Kindergeburtstagen Ihre Dienste anbieten.

Habe ich 2015 ein persönliches sportliches Ziel erreicht?

Sportliche Ziele können auch eher fragwürdig sein: Beim Bierathlon in Hannover müssen Dreierteams möglichst schnell eine Sechs-Kilometer-Strecke bewältigen und dabei 24 Flaschen Bier austrinken. Profi-Tipp: Lassen Sie das Bier weg und verdoppeln Sie dafür die Strecke.

Sportliche Ziele können auch eher fragwürdig sein: Beim Bierathlon in Hannover müssen Dreierteams möglichst schnell eine Sechs-Kilometer-Strecke bewältigen und dabei 24 Flaschen Bier austrinken. Profi-Tipp: Lassen Sie das Bier weg und verdoppeln Sie dafür die Strecke.

Foto: Julian Stratenschulte/ picture alliance / dpa

Sie wollten es endlich schaffen, 20 Liegestütze am Stück machen zu können? Oder was es schon immer Ihr Wunsch, einmal im Leben einen Marathon zu laufen? Werfen Sie mal bitte einen Blick auf Ihre Liste der guten Vorsätze vom Silvesterabend 2014 und seien Sie ehrlich: Haben Sie alles erreicht? Gut, so manche Dinge lagen nicht in Ihrer Macht, aber die Sache mit dem Sport hätte doch eigentlich klappen müssen.

Machen Sie es dieses Mal besser und stecken Sie sich ein ganz kleines Ziel. Ein Ziel, das Sie auf jeden Fall erreichen werden und das im besten Fall in gar nicht so weiter Ferne liegt. Denn nichts motiviert so sehr, wie das Erreichen eines Ziels. Klar, je größer die Herausforderung ist, je stolzer ist man am Ende, wenn man es geschafft hat. Aber viel schlimmer ist es, wenn man das Ziel wieder und wieder nicht erreicht, weil eine Horde von Schweinehunden Sie davon abgehalten haben.

Schauen Sie in den Spiegel und seien Sie ehrlich zu sich selbst: Wer bin ich? Was kann ich? Was mag ich? Basteln Sie sich Ihr Ziel nach Ihren eigenen Vorlieben. Sie hassen das Laufen? Dann sollten Sie keinen Marathon planen. Sie lieben das Wasser? Dann fangen Sie doch mit dem Schwimmen an und nehmen Sie sich vor, 1000 Meter unter einer halben Stunde schwimmen zu können. Erkennen Sie sich selbst und holen Sie dann endlich raus, was in Ihnen steckt!

Kann ich mir meine Socken im Stehen anziehen, ohne mich dabei festzuhalten?

Die Socken? Freihändig? An die Füße? Okay, der Text ist frei erfunden - wir sehen hier Designer Paul Smith mit von ihm kreierten Ringelsocken bei einer Ausstellung seiner Entwürfe in London. Aber die Frage bleibt: Können Sie Ihre Socken im Stehen anziehen, ohne umzufallen?

Die Socken? Freihändig? An die Füße? Okay, der Text ist frei erfunden - wir sehen hier Designer Paul Smith mit von ihm kreierten Ringelsocken bei einer Ausstellung seiner Entwürfe in London. Aber die Frage bleibt: Können Sie Ihre Socken im Stehen anziehen, ohne umzufallen?

Foto: © Luke MacGregor / Reuters/ REUTERS

Jeden Morgen der gleiche Zirkus beim Anziehen: Erst wird rumgehüpft und schließlich werden die Socken im Sitzen angezogen, weil es anders einfach nicht geht. Wer kein akutes Rückenleiden hat, der sollte allerdings in der Lage sein, seine Socken im Stehen anzuziehen, ohne dabei umzufallen. Zugegeben, die Sache mit dem Gleichgewicht lässt ziemlich schnell nach, wenn man sie nicht trainiert. Aber Sie können Ihr Gleichgewicht ganz einfach wiederherstellen.

Stellen Sie sich jeden Tag beim Zähneputzen, auf ein Bein, ohne sich dabei irgendwo festzuhalten. Schauen Sie sich dabei im Spiegel an und zählen Sie von eins bis zehn. Dann schließen Sie die Augen und versuchen Sie, weiter kerzengerade stehen zu bleiben. Ohne den Sehnerv müssen die Propriozeptoren, die kleinen Nerven-Enden in den Füßen, die Rückmeldung über den Stand geben, sehr viel intensiver arbeiten.

Gelingt es zunächst gar nicht, das Gleichgewicht zu halten, dann öffnen Sie schnell wieder die Augen. Geben Sie Ihrem Körper aber eine zweite Chance und merken Sie sich, wie viele Sekunden sie problemlos auf einem Bein schaffen. Nach dem linken Bein ist natürlich noch das rechte Bein dran. Und wenn Sie diese Übung sechs Wochen jeden Morgen durchgezogen haben, dann können Sie sie am Abend noch einmal auf dem Sofakissen üben - das sorgt für einen noch dynamischeren Balance-Reiz.

Kann ich mich fünf Minuten lang im Dauerlaufschritt bewegen?

Ausdauer ist wichtig - auch im Alltag. Würden Sie eine passable Figur machen, wenn Sie Ihrem Bus hinterherrennen müssten?

Ausdauer ist wichtig - auch im Alltag. Würden Sie eine passable Figur machen, wenn Sie Ihrem Bus hinterherrennen müssten?

Foto: Swen Pförtner/ picture alliance / dpa

Die Läufer unter Ihnen lächeln jetzt müde und winken ab, denn fünf Minuten Dauerlaufschritt sind für sie keine Kunst. Aber wie sieht es mit denjenigen aus, die seit Jahren keinen Ausdauersport betrieben haben? Sie müssen zum Gate, weil der Flieger gleich startet, aber Sie sind im falschen Terminal: Sie laufen los! Wie lange halten Sie durch? Bei Gefahr in Verzug wächst jeder über sich hinaus, aber wer will schon klitschnass geschwitzt im Flugzeug sitzen?

Damit ein Dauerläufchen Sie nicht an den Rand des Kollapses bringt, sollten Sie unbedingt Ihre Ausdauerwerte verbessern. Das geht ganz einfach: Zweimal pro Woche sollte für 30 Minuten eine Tätigkeit betrieben werden, die den Puls ohne Unterbrechung auf über 120 Schläge pro Minute bringt. Bei manchen ist das schon der Fall, wenn sie zügig wandern, andere müssen dafür losjoggen. Wer jung ist und einen hohen Maximalpuls hat, der darf den Puls auch gerne in die Richtung von 140 Schlägen bringen. Und wer keine Zeit hat, eine Stunde pro Woche in den eigenen Körper zu investieren, der sollte sein Zeitmanagement überdenken.

Nicht ist einfacher, als das Herz-Kreislauf-System zu trainieren, denn der menschliche Körper hat die wunderbare Fähigkeit, auf Reize mit einer Leistungssteigerung zu reagieren. Wer keine fünf Minuten am Stück im Laufschritt durchhält, hat die besten Karten, denn hier ist ein großes Spektrum an Steigerung möglich.

Kommen Sie mit den Fingerspitzen an Ihre Fußspitzen?

Das gibt Abzüge in der B-Note: Führen Sie die Übung lieber am Boden durch - mit durchgedrückten Knien

Das gibt Abzüge in der B-Note: Führen Sie die Übung lieber am Boden durch - mit durchgedrückten Knien

Foto: Corbis

Setzen Sie sich auf den Boden. Strecken Sie Ihre Beine vor sich aus. Oberschenkel und Unterschenkel liegen nebeneinander und die Fußspitzen sind angezogen. Strecken Sie jetzt ihre Arme nach vorne und versuchen Sie, mit den Fingerspitzen die Fußspitzen zu erreichen.

Keine Chance? Da sind sie nicht alleine. Die meisten Männer und viele Frauen sind nicht in der Lage, sich so weit nach vorne zu beugen. Dabei würde ein bisschen Beweglichkeit Ihr Wohlbefinden und Ihre Belastbarkeit sofort steigern. Bewegliche Menschen haben weniger Beschwerden am Bewegungsapparat!

Setzen Sie sich jeden Abend auf den Teppich im Wohnzimmer und üben Sie vorsichtig, aber doch mit sanftem Nachdruck, ihre Füße zu erreichen. Beginnen Sie allerdings mit einer alternativen Dehnübung, bei der Sie die Beine leicht grätschen und mit den Fingerspitzen in der Mitte nach vorne krabbeln. Vielleicht haben Sie ein Muster auf dem Teppich, das sie als Markierung nutzen können? Oder Sie legen sich ein Maßband zwischen die Beine und überprüfen so Tag für Tag, wie weit Sie kommen. Halten Sie da, wo es weh tut, für 30 Sekunden die Position und atmen Sie dabei kräftig aus. Gehen Sie dann kurz aus der Dehnung, um sich anschließend noch einmal vor bis zum maximalen Punkt zu beugen. Sie werden staunen, in wie wenig Zeit Sie Fortschritte machen werden. Und eines Tages sind Sie bei den Zehen angekommen. Dann heißt das nächste Ziel: Füße mit den Händen umschließen!

Können Sie Seilspringen?

Extrem sportlich: Seilspringen fordert den ganzen Körper

Extrem sportlich: Seilspringen fordert den ganzen Körper

Foto: DPA

Jeder kennt diese Filmsequenzen, wenn der Sportler im Film sich für seinen Höhepunkt fit macht und dann stundenlang mit dem Springseil hantiert. Spielerisch wird in verschiedenen Varianten gehüpft und gesprungen und als Zuschauer vom Sofa aus denkt man sich: Kann ich auch! Wirklich? Nehmen Sie mal ein Springseil in die Hand und legen Sie los! Koordination, Gleichgewicht und Fitness sind gefragt, um wenigstens zehn Sprünge am Stück zu schaffen. Geht doch nicht? Dann aber unbedingt üben, denn nach kurzer Trainingszeit stellt sich schnell ein Erfolg ein und Erfolg macht schließlich glücklich!

Beginnen Sie mit dem beidbeinigen Basissprung. Der Oberkörper wird aufrecht gehalten und die beiden Oberarme sind eng am Oberkörper anliegend. Die Unterarme zeigen schräg nach vorne und sie liegen mit den Ellbogen eng am Körper. Der Drehimpuls des Springseils entsteht nun aus einer lockeren Drehung der Handgelenke, die eine kontinuierliche und konstante Bewegung des Springseils erzeugt.

Sie sollten nur so hoch springen, dass das Springseil gerade unter den Füßen durchschwingen kann. Die Kniegelenke sollten zur Abfederung leicht gebeugt sein. Es ist ratsam, ausschließlich auf den Ballen des Fußes zu springen und nie den Boden mit den Fersen zu berühren. Mit kleinen flachen Sprüngen wird das Sprungseil nach jeder Drehung übersprungen. Wer diese Sprungart beherrscht, kann auf den einbeinigen Basissprung wechseln. Hierfür springen Sie zuerst auf beiden Beinen und wechseln dann die Sprungart, indem man nur noch auf einem Bein springt.

Seilspringen belastet die Sprunggelenke und Füße stark, deshalb sollten Sie darauf achten, gut gepolsterte und stabile Sportschuhe zu tragen und auf einem eher weichen, aber ebenen Untergrund zu üben. Übergewichtige Menschen riskieren allerdings Gelenkschäden oder Knorpelverletzungen. Also bitte erst abnehmen, dann seilspringen!

Stehe ich mehr Stunden pro Tag auf den Beinen, als ich sitze oder liege?

So geht Mexiko das Problem an: An Busstationen gibt es neuerdings Fitnessgeräte. Einige Fahrgäste trainieren schon fleißig.

So geht Mexiko das Problem an: An Busstationen gibt es neuerdings Fitnessgeräte. Einige Fahrgäste trainieren schon fleißig.

Foto: Andrea Sosa Cabrios/ dpa

Haben Sie schon mal ihren Energiebedarf errechnet? Der Energiebedarf errechnet sich einerseits aus dem Grundumsatz und dieser aus den Faktoren Alter, Geschlecht, Gewicht und Größe.

Auch der Muskelanteil hat Einfluss auf den Grundumsatz. Viele Muskeln am Körper benötigen viel Energie, werden die Muskeln allerdings nicht gebraucht, werden sie wieder abgebaut. Um den Erhalt des Muskels zu garantieren, muss er bewegt werden.

Der Leistungsumsatz ist die zweite Komponente des Energiebedarfs. Er berechnet sich aus dem Schlafverhalten und den Stunden, die Sie auf den Beinen sind. Arbeiten Sie im Sitzen oder im Stehen? Im Büro, im Straßenbau oder an der Supermarktkasse? Jede Minute Sport, jede Gartenarbeit und jede Treppe, fließt in die Berechnung des Leistungsumsatzes mit ein. Wenn Sie also wissen wollen, wie viel Kilokalorien Sie jeden Tag essen dürfen, dann müssen Sie sich die Frage beantworten, wie viel Sie jeden Tag eigentlich sitzen oder gar liegen. Sie kommen nicht auf 120 Minuten Bewegung am Tag, also Tätigkeiten, bei denen Sie nicht sitzen oder liegen? Dann sollten Sie nicht nur zu Gunsten des Energiebedarfs schnell etwas ändern.

Die Tricks, um den Energiebedarf anzukurbeln, sind so einfach wie wirkungsvoll:

  • Stehen Sie bei jedem Telefonat auf und setzen Sie sich erst wieder hin, wenn das Gespräch beendet ist.
  • Kaufen Sie sich einen höhenverstellbaren Schreibtisch und arbeiten Sie alle 45 Minuten für 15 Minuten im Stehen. Das macht bei einem Achtstundentag eine Bilanz von zwei Stunden mehr im Stehen!
  • Setzen Sie sich beim Zähneputzen nie auf den Badewannenrand, sondern bleiben Sie stehen - am besten auf einem Bein, um die Balance zu trainieren.
  • Stellen Sie sich jedes Mal hin, wenn Sie etwas in Ihr Smartphone tippen.
  • Erledigen Sie alle kleinen Wege mit dem Rad statt mit dem Auto.
  • Nehmen Sie stets die Treppe und niemals den Aufzug oder die Rolltreppe.

Kann ich mindestens fünf Liegestütze?

Liegestütze: Lieber wenige und sauber ausgeführt als fahrig und ungenau

Liegestütze: Lieber wenige und sauber ausgeführt als fahrig und ungenau

Foto: Hans-Jürgen Rösl

Zugegeben, es ist kein Muss, Liegestütze zu können, aber es ist schon cool, wenn man wenigstens fünf schöne und saubere Liegestütze kann. Außerdem ist der Liegestütz die ultimative Ganzkörperübung! Sie stärken damit nicht nur die Brustmuskeln, sondern auch den Rumpf, den Rücken, das Gesäß und die Beine. Sie können nicht mal einen einzigen Liegestütz? Das ist - egal ob Sie ein Mann oder eine Frau sind - ein Armutszeugnis und Sie sollten besser heute als morgen damit beginnen, das zu ändern.

Üben Sie morgens. Denn dann kann Ihnen tagsüber niemand mehr einen Strich durch ihre eigene Challenge machen. Also: Jeden Morgen werden ab sofort Liegestütze geübt. Machen Sie bitte keine sogenannten "Damen-Liegestütze", denn sie werden fast immer falsch ausgeübt und bringen dann gar nichts.

Beim klassischen Liegestütz werden die Hände auf Brusthöhe etwa schulterbreit auf den Boden gelegt, die Finger zeigen leicht gespreizt nach vorne und die Daumen zur Mitte. Um die Handgelenke zu entlasten, sollten Ihre Hände leicht nach innen gedreht werden. Der Körper wird durchgestreckt und bildet vom Kopf über die Schultern, die Hüfte, die Knie und die Füße eine Linie, die Füße berühren den Boden nur mit den Zehenspitzen. Die Fußbreite kann variieren, je breiter Sie sie auseinander stellen, je leichter tun Sie sich. Die Körperspannung erhöht sich, wenn die Füße eng zusammengenommen werden.

In der Ausgangsposition sind die Arme durchgestreckt und der Körper oben. Nun werden die Arme gebeugt und der Oberkörper in einer kontrollierten, fließenden Bewegung abgesenkt, bis die Oberarme parallel zum Oberkörper sind. Dann werden die Ellbogen wieder durchgedrückt, bis die Grundhaltung wieder erreicht ist. Beginnen Sie als blutiger Anfänger mit einem sauberen Liegestütz jeden Tag der ersten Woche. In der zweiten Woche machen Sie täglich zwei, in der dritten drei Liegestütze und so weiter. Sonntags ist Ruhetag!

In zehn Wochen haben Sie es geschafft und werden nicht nur stolz auf Ihre Leistung sein: Sie werden auch blendend aussehen.

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Das erwartet Sie noch in unserer Serie:

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