Das sind die zwölf besten E-Bikes von morgen Die sehen schick aus und gehen ziemlich ab

Smart und cool werden die E-Bikes von morgen. Das Pedelec-Fachmagazin "E-Bike" stellt innovative Studien, neue Konzepte und besonders schöne Modelle vor.
Von Uli Friess und Jutta Mlnarschik

Coboc Seven Vesterbro: Urban Understatement

Coboc Seven Vesterbro, Gewicht 15,4 kg, Preis 4599 Euro, Motor 250 Watt, Höchstgeschwindigkeit laut Hersteller 25 km/h, Reichweite 80 km

Coboc Seven Vesterbro, Gewicht 15,4 kg, Preis 4599 Euro, Motor 250 Watt, Höchstgeschwindigkeit laut Hersteller 25 km/h, Reichweite 80 km

Foto: Coboc

Das Besondere am Seven Vesterbro? Es sieht nicht aus wie ein E-Bike. Elegant und minimalistisch verbindet es Form und Funktion. Der Motor kennt nur "An" oder "Aus", der Akku ist im Unterrohr versteckt, Schaltung gibt es keine.

Rücklicht und Ladestandsanzeige sind in den Rahmen integriert. Der Gepäckträger schmiegt sich ans Hinterrad, ist fest mit dem Rahmen verschweißt und bietet Platz für zwei Gepäcktaschen.

Neox Sporter: Einbeiniger Bandit

Neox Sporter, Gewicht 20,8 kg, Preis 4.590 Euro, Motor 250 Watt, laut Hersteller Höchstgeschwindigkeit 25 km/h, Reichweite 80 bis 100 km

Neox Sporter, Gewicht 20,8 kg, Preis 4.590 Euro, Motor 250 Watt, laut Hersteller Höchstgeschwindigkeit 25 km/h, Reichweite 80 bis 100 km

Foto: Neox

Dieses Modell ist nicht nur eine italienische Design-Studie, sondern bereits zu kaufen: Der Neox Sporter integriert Motor, Schaltgetriebe und Antriebsstrang in einer Einarm-Kettenstrebe. Das 8-Gang-Getriebe lässt sich vom Lenker aus elektromechanisch schalten.

Dank der Einarmstrebe kann man das Hinterrad schnell ausbauen. Innovativ auch der Diebstahlschutz: Ohne die Eingabe der richtigen PIN bleibt das Antriebssystem im Freilauf, das Rad ist dann nicht fahrbar.

Kappstein E-Konzeptbike: Ideenschmiede mit zwei Getriebeschaltungen

Kappstein E-Konzeptbike, Motor 250 Watt. Das Rad ist noch nicht am Markt.

Kappstein E-Konzeptbike, Motor 250 Watt. Das Rad ist noch nicht am Markt.

Foto: Kappstein

Das E-Konzeptbike von Kappstein zeigt innovative Komponenten und Ideen. Unkonventionell: Zwei Getriebeschaltungen - ein 3-Gang-Nabenmotor im Hinterrad und ein sogenanntes Doppio-Tretlagergetriebe - werden kombiniert, sodass man sechs Gänge erhält.

Das Unterrohr des Pedelecs nimmt den Akku auf, ein Gates-Riemen komplettiert das Paket. Dass das Rad nicht sofort als Pedelec zu erkennen ist, ist auch hier Kalkül.

Aenimal Bhulk: Die Öko-Drucksache

Das Aenimal Bhulk kommt mit Rohstoffkosten von rund 80 Euro aus

Das Aenimal Bhulk kommt mit Rohstoffkosten von rund 80 Euro aus

Ein E-Bike-Rahmen aus dem 3D-Drucker? Sogar das gibt es schon! Zwar noch nicht in Serie, aber als Prototyp.

Der Rahmen des Aenimal Bhulk besteht aus recyceltem PLA-Biopolymer, das aus Mais, Zuckerrohr oder Weizen gewonnen wird. Rohstoffkosten: 80 Euro. Mit dem Prototypen gewannen die innovativen Aenimal-Ingenieure aus Italien den Eurobike Gold Award 2015.

Altinsoy Manufaktur: Das Baukasten-Bike

Altinsoy Manufaktur, Fat Electra Bee, Info: www.bees.bike, Preis 4.450 Euro, Motor 250 Watt, Höchstgeschwindigkeit laut Hersteller 25 km/h

Altinsoy Manufaktur, Fat Electra Bee, Info: www.bees.bike, Preis 4.450 Euro, Motor 250 Watt, Höchstgeschwindigkeit laut Hersteller 25 km/h

Das Fat Electra Bee sieht aus wie aus einem Baufix-Kasten zusammengeschraubt. Aber: Es fährt, hält Fahrer bis 130 Kilo Gewicht aus und ist bereits zu kaufen.

Das Gefährt in Robo-Optik wird in Deutschland hergestellt und kann per Baukastensystem ganz nach Wunsch konfiguriert und an Körpergrößen zwischen 1,60 und 2,10 Meter angepasst werden. Auch ein Hinterbaudämpfer lässt sich einbauen. Motorisiert ist das Fatbike mit einem aktuellen Brose-Antrieb.

Fazua: Klick und weg

Fazua, Evation-Antrieb, Gewicht Antrieb 4,7 kg, Motor 250 Watt, Höchstgeschwindigkeit laut Hersteller 25 km/h

Fazua, Evation-Antrieb, Gewicht Antrieb 4,7 kg, Motor 250 Watt, Höchstgeschwindigkeit laut Hersteller 25 km/h

Foto: Fazua

Das komplette Antriebssystem des Münchner Startups Fazua macht sich in Tretlager und Unterrohr völlig unsichtbar.

So sieht das E-Bike aus wie ein normales Fahrrad - und wird es nach Wunsch auch: Das Antriebs-Paket aus Akku und Motor kann mit einem Klick komplett entfernt werden. Das Unternehmen Fazua versteht sich als Antriebshersteller, Räder baut Fazua nicht.

Storck: Das Bike aus dem Versuchslabor

Storck für Schwergewichte: Dieses Rad ist mit bis zu 280 Kilogramm belastbar

Storck für Schwergewichte: Dieses Rad ist mit bis zu 280 Kilogramm belastbar

Gemeinsam mit den Projektpartnern Rehau und dem Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden hat Storck ein innovatives E-Bike-Konzept vorgestellt. Kernstück ist der Rahmen aus Hochleistungs-Composite, der mit bis zu 280 Kilogramm belastbar und laut Hersteller zu 100 Prozent recyclebar sein soll. Ein weiterer Clou: Das Innere des voluminösen Rahmens soll nicht nur Platz für einen oder mehrere modulare Akkus bieten, sondern auch Stauraum für Zubehör.

Gazelle: Style-Offensive vom Traditionshersteller

Gazelle Konzept-E-Bike mit voll integriertem Motor und Akku

Gazelle Konzept-E-Bike mit voll integriertem Motor und Akku

Die Design-Studie des niederländischen Herstellers Gazelle verbindet Style und Komfort. Motor und Akku sind voll im Rahmen integriert.

Gazelle will damit die Innovationskraft seines Unternehmens unterstreichen und potenzielle E-Bike-Kunden ansprechen. Das Pedelec soll in limitierter Auflage produziert werden.

Mando Footloose: Weg mit der Kette

Mando, Footloose, Gewicht 21,5 kg, Preis ca. 2690 Euro, Nennleistung 250 Watt, laut Hersteller Höchstgeschwindigkeit 25 km/h, Reichweite 30 bis 60 km

Mando, Footloose, Gewicht 21,5 kg, Preis ca. 2690 Euro, Nennleistung 250 Watt, laut Hersteller Höchstgeschwindigkeit 25 km/h, Reichweite 30 bis 60 km

Einem Comic entsprungen? "Fußlos" ist das Design-Bike aus Korea nicht - aber das erste Bike ohne Kette.

Der völlig neue Ansatz: Das Mando wird ausschließlich durch die Energie aus dem Akku bewegt, Pedalieren lädt lediglich den Akku nach. Die Kapazität soll für 30 Kilometer ausreichen; wer in die Pedale tritt, kann die Reichweite laut Hersteller auf etwa 60 Kilometer erhöhen. Der Akku ist abnehmbar und kann auch an der Steckdose aufgeladen werden.

Fotostrecke

E-Bike ohne Kette: Mando Footloose im Fahrtest

Foto: manager magazin online

Volkswagen: Ambitioniertes Konzeptbike

Volkswagen, Konzeptbike, laut Hersteller Motor 250 Watt, Höchstgeschwindigkeit 25 km/h

Volkswagen, Konzeptbike, laut Hersteller Motor 250 Watt, Höchstgeschwindigkeit 25 km/h

Foto: Volkswagen

manager magazin online hat eine Vorgängerversion des Rades bereits 2013 getestet.

Volksbike Autohersteller Volkswagen lud Ende 2015 nach Wolfsburg, um ein ambitioniertes Projekt vorzustellen: ein Pedelec mit integriertem Getriebe und ABS-Bremse. Das im Antrieb integrierte 8-Gang-Getriebe soll automatisch und per Tiptronic schaltbar sein. Die ABS-Bremse hat VW zusammen mit BrakeForceOne entwickelt.

Ein Prototyp ist im Test, ob das Bike jemals in Serie geht, steht noch nicht fest.

Freygeist E-Bike: Perfektes Understatement

Freygeist E-Bike, Gewicht 12 kg, Preis 3.990 Euro, Nennleistung 250 Watt, laut Hersteller Höchstgeschwindigkeit 25 km/h, Reichweite 100 km

Freygeist E-Bike, Gewicht 12 kg, Preis 3.990 Euro, Nennleistung 250 Watt, laut Hersteller Höchstgeschwindigkeit 25 km/h, Reichweite 100 km

Foto: Freygeist

Akku im Unterrohr, Motor in der Hinterradnabe: Das Freygeist E-Bike verkörpert perfektes Understatement.

Dank Alu-Rahmen und Carbongabel wiegt es nur zwölf Kilo und dürfte damit eines der leichtesten Pedelecs überhaupt sein. Dank 10-Gang-Schaltung ist es auch nicht tragisch, wenn der Akku mal schlapp macht.

Ford MoDe:Me: Freie Entfaltung

Gewöhnungsbedürftige Optik: Ford MoDe:Me

Gewöhnungsbedürftige Optik: Ford MoDe:Me

Foto: Ford

Das Konzeptbike MoDe:Me ist laut Autohersteller Ford "ein Experiment" und soll auch die kleinste Lücke im urbanen Verkehr schließen. Das Pedelec ist faltbar und lässt sich in U-, S-Bahnen und Bussen ebenso wie im Auto platzsparend transportieren.

Die Smartphone-Anbindung ist ebenfalls vorgesehen. Die App MyFord Mobile soll navigieren, das Wetter vorhersagen und Infos zu öffentlichen Verkehrsmitteln liefern. Details zu Antrieb, Gewicht und Reichweite verrät der Autobauer noch nicht - auch der Zeitpunkt der Marktreife ist bisher ein Geheimnis.

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