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Top Ten: So gelingt die digitale Selbstbestimmung

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Wie Vernetzung uns vergiftet Das Privileg, offline zu sein

Von Tobias Hürter

Gerade noch war es angesagt, bestmöglich vernetzt zu sein. Doch das überfordert viele Menschen inzwischen. Einige ziehen sich bewusst aus der digitalen Welt zurück, melden sich aus sozialen Netzwerken ab und preisen das Analoge. Ist das der richtige Weg? Gibt es einen anderen?

Einst gab es Aussteiger. Jetzt gibt es Ausschalter. Einer von ihnen ist Anthony, ein Brite, der früher in London lebte und als Broker in der Innenstadt arbeitete. Er scheffelte Geld, war ständig unter Strom und immer online. Unablässig machte sein Handy "bling", und Anthony entschied blitzschnell: kaufen, verkaufen, halten.

Eines Tages reichte es ihm. "Ich wollte zur Natur zurückkehren", sagt er, "empfänglich sein für das, was um mich herum geschieht. Wir sehen eine zersplitterte Welt. Menschen wenden sich ab, weil sie mit Internet-Diensten zugedröhnt werden. Technologie ist eine Scheinwelt, in der Bindungen und Verpflichtungen zu Spielzeug werden. Sie scheuen die Langstrecke, wie Schmetterlinge, die immer nur hier und dort hineinschnuppern und weiterflattern." Anthony zog aus London weg aufs Land und wurde Holzfäller.

Digital Detox: Tricks für eine bessere Phone-Life-Balance

Inzwischen hat wohl jeder begriffen, dass Handys und andere Mobilgeräte, inklusive Facebook, Twitter, Instagram und Snapchat, uns viel Zeit kosten. Aber es geht nicht nur um die Zeit. Der zu befürchtende Schaden ist noch größer: Informationsüberflutung, soziale Vereinsamung in der wirklichen Welt durch Überforderung in der digitalen, Stress - wann hat man zuletzt einfach mal nichts getan? Es geht längst nicht mehr nur um Wohlbefinden und Dauerbelästigung. Es geht um psychische Gesundheit - und physische.

Und selbst wenn man die Gesundheitsgefahren einmal außer Acht lässt - die Hypervernetztheit verändert unser Leben. Je mehr Freunde jemand im Netz hat, desto weniger wirkliche hat er. "Je weniger "wirklich" das Leben eines Menschen ist, desto weniger wirklich sind seine Beziehungen", sagt die englische Soziologin Mariann Hardey von der Durham University in Nordostengland.

Es hat einen fundamentalen Umbruch in unserem Verhältnis zu unseren technischen Geräten gegeben. Noch vor ein paar Jahren ging es darum, sich immer weiter zu vernetzen, immer und überall online erreichbar zu sein. Jetzt geht es darum, sich abzugrenzen. Offline zu sein ist ein Privileg geworden.

Dieser Umbruch hat auch eine philosophische Dimension. In der westlichen Philosophie gibt es eine Denktradition, der zufolge es so etwas wie "zu viel Information" gar nicht geben kann - Information ist gut, je mehr desto besser. Utilitaristen wie John Stuart Mill (1806-1873) waren überzeugt, dass Information stets zum Wohlergehen beiträgt, weil sie uns zu besseren Entscheidungen befähigt, um uns selbst und andere glücklich zu machen. Information hat demnach instrumentellen Wert. Andere Denker halten Information für einen Wert an sich: Sie ist der Rohstoff des Wissens und der Erkenntnis, und die gehören beide zu einem gelungenen Leben.

Wie die Vernetzung uns vergiftet

Aber Geschichten wie die von Anthony zeigen, dass man auch zu viel davon bekommen kann - so wie Essen zum Leben gehört, aber zu viel davon dick und krank macht. "Informationsüberflutung" (Information overload), diesen Begriff prägte der Futurologe Alvin Toffler (1928-2016) in seinem Buch "Future Shock" nicht zufällig zu Beginn der digitalen Revolution im Jahre 1970. Seither haben immer mehr Menschen erkannt, dass ein Übermaß an Information weder glücklich noch klug macht. "Die durch moderne Technologien erzeugte Informationsflut droht deren Adressaten in Passivität versinken zu lassen", so der amerikanische Soziologe Richard Sennett.

In einer einzigartigen Studie hat Mariann Hardey gemeinsam mit ihrem Fachkollegen Rowland Atkinson von der University of Sheffield die Geschichten von Menschen dokumentiert, die den Verlockungen des Online-Lebens entsagt haben. Es sind keine Leute, die zu arm sind oder zu abgelegen leben, um an der digitalen Welt teilzunehmen. Es sind Leute, die sich bewusst gegen diese Welt entschieden haben. Wohlhabende und gebildete Menschen, die voll im Berufs- und Familienleben stehen, mit all ihren kommunikativen Zwängen. Und trotzdem entschieden sie sich dafür, sich "auszuklinken".

Wie findet man solche Menschen? Das war gar nicht so einfach. Hardey und Atkinson gaben eine Anzeige im "London Review of Books" auf: "Ausgeklinkt? Wollen Sie außerhalb des Informationszeitalters leben? Dann würden zwei Forscher gern mit ihnen reden." Sie fanden 50 Teilnehmer, 18 Frauen und 32 Männer, in zwölf Ländern - Großbritannien, Griechenland, Island, Australien, Italien und anderen - im Alter zwischen 19 und 68 Jahren. Deren Leben verfolgten die Forscher über einen Zeitraum von fünf Jahren. Die Kommunikation lief zum großen Teil über Postkarten und Festnetz-Telefon. Auch Anthony war unter den Teilnehmern.

Die Forscher wollten die Geschichten der Teilnehmer hören: Warum klinken sie sich aus? Hardey und Atkinson führten keine strukturierten Interviews mit ihnen, wie es Soziologen sonst oft tun. Sie gaben ihnen nicht vor, wie sie antworten sollten. Manche schickten Gedichte, andere eine CD mit Songs. So verschiedenartig die Antworten waren, ein Motiv tauchte immer wieder auf: die Toxizität der Vernetzung.

Die Teilnehmer erklärten, sie wären um ihr Wohlbefinden besorgt gewesen, um ihre geistige Gesundheit. Einige Teilnehmer gaben an, die Wirkung habe bis in ihre Familie ausgestrahlt. Digitale Vernetztheit habe negative Beziehungsmuster im Haushalt entstehen lassen und verstärkt. Sie benutzten Wörter wie "schädlich", "ungesund", "aufgezwungen" und "belastend". Sie berichteten davon, wie sie zu der Einsicht kamen, dass sie sich aus den Fängen der digitalen Netze befreien mussten, um ihre "echten" Beziehungen zu retten.

"Für viele war es eine tiefgreifende Veränderung ihrer Lebensweise", sagt Hardey, "um Beziehungen zu bilden, indem sie sich ausklinkten, wurde es notwendig für sie, sich von Menschen zu distanzieren, die so frenetisch vernetzt waren." Ein Mann namens Ben erzählt von seinem Abschied von Facebook: "Ich sagte "Sorry" zu meinen Freunden, als ich meinen Facebook-Account schloss. Ich fühlte mich "over-faced" mit der Kommunikation, und ich entschied mich, dass ich mich damit nicht mehr herumschlagen wollte. Ich glaube, ich schätzte einiges dort sehr wohl, doch im Fall von Facebook fühlte ich mich mit der Zeit ziemlich gestresst. Ich wollte zu einer besseren Art kommen, mich mit anderen Menschen zu verbinden."

Den Schalter umlegen und alles vergessen: So läuft es nicht

Bemerkenswert an Bens Beschreibung ist sein Bedürfnis, sich für seinen Rückzug zu entschuldigen. Man kann nicht einfach alles abschalten, man muss seinen Online-Freunden erklären, warum man es tut. Online-Beziehungen bringen durchaus gefühlte Verpflichtungen mit sich. Den Schalter umlegen und alles vergessen: So läuft es nicht. Einige der Verbindlichkeiten des analogen Lebens gehen also über ins digitale, aber nicht alle. Ein Facebook-Freund, der unsere Urlaubsbilder sieht, leiht uns nicht ohne Weiteres Geld oder hilft uns beim Umzug.

Eine der größten Sorgen der Teilnehmer war der Schutz ihrer persönlichen Sphäre: dass das, was sonst unter Freunden oder in der Familie bleibt, in der ganzen Welt zu lesen ist. Es dämmerte ihnen, dass Facebook nur äußerlich eine soziale Plattform ist, das Geschäftsmodell jedoch auf der Vermarktung persönlicher Daten beruht. Sie sahen, dass Facebook kein Ort ist, an dem man auf sichere Weise persönlich miteinander sein kann. "Bei allen Teilnehmern löste diese Einsicht ein Gefühl von Desillusionierung aus", sagt Hardey, "einen Vertrauensverlust gegenüber diesen Webseiten." Der Cambridge-Analytica-Skandal, der erst nach dem Ende der Studie aufgedeckt wurde, dürfte diese Sorge nicht gelindert haben.

So ohne Weiteres kann man sich dem Sog der digitalen Welt nicht entziehen. Wenn alle anderen auf WhatsApp sind, ist es nicht zu vermeiden, dass man manchmal etwas verpasst. Besonders in Zeiten großer Ereignisse in der Familie oder im Freundeskreis wurde die Abstinenz der Ausgeklinkten auf die Probe gestellt, etwa bei runden Geburtstagen oder Hochzeiten, die oft in eigenen WhatsApp-Gruppen oder in Facebook-Veranstaltungen verhandelt werden. Auch den digitalen Abstinenzlern blieb nichts anderes übrig, als sich vorübergehend wieder zu vernetzen - und sei es nur, um zu erklären, warum sie sich nicht beteiligen. Ausklinken ist mühsam, ausgeklinkt bleiben manchmal auch.

Der amerikanische Informatiker und Künstler Jaron Lanier ist ein Internet-Guru der ersten Stunde und lässt sich seine Funktion als Berater von Microsoft gut bezahlen. Inzwischen aber kritisiert er die digitale Ökonomie vehement. 2014 erhielt er den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Sein jüngstes Werk heißt: "Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst". Die Netzwerke seien so irreparabel schädlich für uns, so Lanier, dass es nur einen Weg gebe: raus da!

Die Tragik dieser Entwicklung liegt ihm zufolge auch darin, dass die hohen Ideale der frühen Internet-Aktivisten sich ins Gegenteil verkehrten: Sie glaubten an ein freies, faires, selbstreguliertes Netz, in dem alles kostenlos sein müsse. Aber irgendwo muss das Geld ja herkommen. So kommt es, dass sich Dienstleister wie Google und Facebook durch Werbung finanzieren: "Die Idee ist, dass man Daten von Menschen sammelt und mittels Algorithmen misst, wie sie auf verschiedene Reize reagieren, welche Posts sie sich anschauen, welche Nachrichten sie lesen. Dann baut man ein Modell der Person, das mit der Zeit immer besser wird, und das ihre Reaktionen vorhersagen kann. Dann kann man sie auf vorhersagbare Weise manipulieren. Diese Fähigkeit zur Manipulation wird dann den wahren Kunden gegen Geld zur Verfügung gestellt", sagt Lanier.

Viele dieser Kunden sind nicht unbedingt schlecht, es sind Zeitungen, Autohersteller oder Blumenhändler. "Aber es gibt auch schlechte Akteure", so Lanier, "ein großer Teil der Energie in diesem System kommt von gefälschten Profilen, gefälschten Nachrichten, gefälschten Followern." Die Vorgänge während des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs 2016 zeigten das Prinzip. Vor lauter falschen Aktivisten fanden viele echte kein Gehör mehr.

In Online-Foren wird man leicht zum Schwein

Lanier ist kein Einzelkämpfer. In den letzten Monaten hat sich eine ganze Reihe von Silicon-Valley-Abtrünnigen zu Wort gemeldet und öffentlich ihre Reue darüber bekannt, was sie da mit angerichtet haben. Lanier jedoch geht mit seiner Kritik besonders weit. Er glaubt, dass die sozialen Medien die dunklen Seiten der Menschen nähren und die guten Seiten verkümmern lassen. Er hat es an sich selbst erlebt, als er noch die Internet-Foren frequentierte.

"Ich habe schon sehr früh gemerkt, dass ich in Online-Foren dazu neige, zum Schwein zu werden", gesteht er. "Mir gefällt nicht, was das mit mir macht. Die Alternative war, immer so vorsichtig und auch falsch zu agieren, dass mir das auch nicht gefiel." Im echten Leben könne man eine Balance finden, man könne meinungsstark auftreten, ohne sich anderen gegenüber danebenzubenehmen. In der digitalen Welt ist dieser Balanceakt viel schwieriger, die stabilisierenden Mechanismen fehlen.

Wenn also die digitalen Medien allesamt Manipulationsmaschinen sind, wie kann man ihnen entgehen? Kann es die positiven Seiten sozialer Netzwerke ohne Fake News, Datensammeln, Manipulation und aggressive Werbung geben? Vielleicht schon, sagt Lanier, aber es ist ein weiter Weg. Man müsste Facebook & Co. konsequent regulieren. Bis dahin gebe es nur eine Möglichkeit, die Kontrolle über sein Leben zu behalten: ausschalten.

Ilona Bürgel: Haben Sie Ihr Handy im Griff? Oder Ihr Handy Sie?

Die Teilnehmer der Studie von Hardey und Atkinson haben es tatsächlich hingekriegt, und man kann sie für ihren Mut bewundern: "Meine älteste Tochter macht gerade, was sie "Facebook-Fasten" nennt", erzählt eine Frau namens Rose, "mein Sohn hat tatsächlich seine Xbox verkauft und sich dafür eine Geige zugelegt. Jetzt kann meine Familie durchatmen. Wir wollen ein wertvolles Leben führen, und ich hoffe, dass wir das jetzt tun können - und uns selbst besser kennenlernen können."

Rückkehr zur Natur, sich selbst kennenlernen - was die Ausschalter bewegt, klingt manchmal nach romantischer Verklärung. Nach der Sehnsucht nach einer längst vergangenen Welt. Kann diese Sehnsucht in Erfüllung gehen? Mariann Hardey hat ihre Zweifel. Im Zuge ihrer "Disconnected"-Studie versuchte sie es selbst einmal mit völliger Digitalmedien-Abstinenz. "Es dauerte nur 20 Minuten", erzählte sie hinterher. Mit den Geräten in ihrem Haus konnte sie nicht mal mehr Radio hören, ohne sich mit einem Social-Media-Account einzuloggen.

Die alte durch und durch analoge Welt gibt es nicht mehr, und sie war wohl auch nicht so ruhig, menschlich und gemütlich, wie sie im Rückblick erscheinen mag. Wenn wir uns heute manchmal, wie die amerikanische Soziologin Sherry Turkle sagt, "gemeinsam allein" fühlen, obwohl wir so intensiv vernetzt sind, dann waren damals viele Menschen "allein allein". Wir werden auch heute keine menschliche Geborgenheit finden, indem wir uns isolieren. "Vielleicht liegt das Glück in der Mitte", sagt Mariann Hardey: weder in einer hemmungslosen Nutzung noch in einer radikalen Abkehr, sondern in einem ausgewogenen Gebrauch der digitalen Medien.

Aber wo liegt sie, die goldene Mitte?

Wo liegt diese goldene Mitte? Mit dieser Frage beschäftigt sich David M. Levy, Professor an der Information School der University of Washington, bereits seit Jahrzehnten. In den frühen 1990ern arbeitete er am legendären Forschungszentrum von Xerox in Palo Alto, einer Keimzelle des Silicon Valley. Es war die Zeit, in der E-Mail und Handy erst begannen, sich als Kommunikationswerkzeuge zu verbreiten, und schon damals fragte Levy sich, wie man mit der Informationsüberflutung gut umgehen könne.

Er entwickelte das Konzept des "achtsamen Gebrauchs von Technologie": Wenn wir feinfühlig dafür sind, was E-Mail & Co. mit uns machen, dann finden wir auch Wege, besser mit ihnen umzugehen, so Levy. In Kursen mit Titeln wie "Information, Stille und Heiligtum", "Achtsames Arbeiten und Technologie" und "Keine Zeit für Denken" erprobte er zum Beispiel die "E-Mail-Beobachtungsübung", bei der die Teilnehmer auf ihre eigenen Reaktionen achten sollen, wenn eine neue Mail in der Inbox landet. Wie verändern sich mein Atemrhythmus, meine Körperhaltung, meine Aufmerksamkeit? Welche Emotionen werden in mir wach? "Meine Studenten begannen, die Engpässe ihrer E-Mail-Praxis zu bemerken", sagt Levy, "das führte sie direkt zu den Veränderungen, die sie machen konnten." Vor ein paar Jahren hat Levy seine Erkenntnisse in einem Buch mit dem Titel "Mindful Tech" zusammengeschrieben.

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Doch worum geht es hier überhaupt? Warum fühlen wir uns überwältigt von all der Information? Es ist nicht allein, dass es zu viel davon gibt. Es liegt vor allem daran, dass sie uns ablenkt. In all dem Gebimmel von E-Mail, Facebook, WhatsApp und Co. bleiben wir oft nicht beim Wichtigen hängen, sondern bei jenem, was am lautesten schrillt. Das Problem dahinter erahnte schon der französische Philosoph und Enzyklopädist Denis Diderot im Jahr 1755: "Im Lauf der Jahrhunderte wird die Anzahl der Bücher immer weiter wachsen, und man kann vorhersagen, dass eine Zeit kommen wird, in der es fast so schwierig sein wird, etwas aus Büchern zu lernen als aus dem unmittelbaren Studium der Welt. Es wird fast so bequem sein, ein Stück Wahrheit in der Natur zu suchen als es in der immensen Menge gebundener Bücher ausfindig zu machen."

Information verbindet uns mit der Welt und mit anderen Menschen. Zu viel Information trennt uns von ihnen - und von uns selbst. Die Therapie besteht nicht darin, sich radikal von ihr abzuwenden, sondern darin, jene Verbindungen wiederherzustellen: die Beziehungen zu anderen, den Kontakt mit sich selbst, die Wahrnehmung der Welt. In diesem Gefüge kann aus dem fragmentierten Haufen von Informationsfetzen wieder ein sinnvolles Netz echten Wissens wachsen.

Dann kann Information für uns auch wieder die Rolle spielen, die John Stuart Mill ihr einst zuwies: als Wegweiserin zu einem glücklichen Leben. So predigt auch David M. Levy nicht die völlige Abkehr von Handy, Facebook & Co. Er empfiehlt stattdessen einen anderen Weg: den Sinn für die Wirkung der digitalen Medien auf das eigene Leben zu schärfen. Man kann sie weiterhin nutzen - aber sollte sich nicht von ihnen benutzen lassen.

"Wir können in viel größerem Ausmaß, als wir vielleicht ahnen, die Verantwortung für unser digitales Leben übernehmen. Wir haben viel mehr Möglichkeiten zur Verfügung, wie wir unsere digitalen Geräte und Apps nutzen, als wir auf den ersten Blick sehen", sagt Professor Levy. Wer lernt, auf seinen Gebrauch digitaler Medien zu achten, kann diese Wahlmöglichkeiten nutzen. Wer die digitalen Medien rundweg verteufelt, bringt sich um diese Möglichkeiten.

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