Donnerstag, 17. Oktober 2019

Die teuersten Sportarten Fitness für Millionen

6. Teil: Heliskiing: Die Kostenschraube aufwärts drehen

Oben ist immer Schnee: Alaska ist ein beliebtes Ziel für Heli-Skitouren.
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Oben ist immer Schnee: Alaska ist ein beliebtes Ziel für Heli-Skitouren.

Was macht man?

Man fliegt auf einen Berg, dann fährt man wieder herunter. So einfach ist das. Aber es kribbelt einfach mehr, wenn man sich statt mit einem lahmen Lift mit dem Helikopter zum Startpunkt der Abfahrt fahren lässt. Unberührter Tiefschnee ist einem so weit oben sicher. Wenn man es ganz exklusiv haben will, bucht man das Privatprogramm mit einem kleineren Hubschrauber - das sichert eine Gruppengröße von maximal fünf Fahrern. Größere Hubschrauber nehmen bis zu elf Skifahrer plus Guide und Pilot auf. Hotspots sind Kanada und Alaska, seit neuestem auch Kamtschatka im Nordosten Russlands. In Europa ist das Heliskiing vielerorts verboten, aus Gründen des Lärm- und des Umweltschutzes.

Was braucht man?

Einen guten Guide. Wenn man abseits der Pisten im Tiefschnee unterwegs ist, besteht immer Lawinengefahr. Deshalb ist auch ein Lawinenrucksack hilfreich - nur für den Fall. Der ältere Bruder des bekennenden Playboys Gunter Sachs kam 1977 in einer Lawine ums Leben - er war mit dem Helikopter auf den Bouchet in den französischen Alpen geflogen. Man sollte natürlich außerdem schon ziemlich gut Ski fahren können. Snowboard geht auch.

Was kostet das?

Los geht es so ab 400 Euro pro Tag. Oft wird auch nach Höhenmetern abgerechnet. Wenn man aber schon mal dabei ist, kann man es auch gleich richtig krachen lassen - beim Privatprogramm mit vier Personen plus Guide und Limousinenservice ab Flughafen in Calgary, Kanada) ist man für eine Woche zu viert mit rund 100.000 Euro dabei. Vielbeschäftigte Führungskräfte buchen vielleicht auch ein zwei- oder drei-Tages-Paket für 20.000 bis 30.000 Euro. Man gönnt sich ja sonst so wenig.

Wen lernt man dabei kennen?

Russische Oligarchen, aber auch europäische Prominenz: Am Arlberg etwa ist Caroline von Monaco regelmäßig zu Gast im Heli. Ansonsten bucht man die Reise ja meist als Kleingruppe - da kann man sich aussuchen, wer mit darf.

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