Dienstag, 21. Mai 2019

Die teuersten Sportarten Fitness für Millionen

5. Teil: Bergsteigen: Teure Todeszone

Gilt als der Mount Everest unter den Bergen: Der Mount Everest. Wer da hinauf möchte, muss schon eine höhere fünfstellige Summe aufbringen - mindestens.

Was macht man?

Man steigt auf Berge. Wenn man auf Ruhm aus ist, auf hohe Berge, zum Beispiel den Mount Everest, der als der Mount Everest unter den Achttausendern gilt. Wenn es nur um das Netzwerken geht, ist weniger der Berg entscheidend als das Team. Die oberste Liga ist der Männerbund der Similauner, eine Clique bergsteigender Manager rund um den Everest-Bezwinger Reinhold Messner.

Was braucht man?

Eine ziemlich gute Kondition. Und eine gute Ausrüstung. Und viel Urlaub: Eine Everest-Tour mit Höhenanpassung und allem Drum und Dran ist mit rund zwei Monaten kalkuliert. Für die Similauner: Y-Chromosomen. Frauen dürfen bei der Gruppe nämlich nicht mitmachen, warum auch immer.

Was kostet das?

Die Kondition kostet vor allem Zeit. Die Ausrüstung hält sich auch in überschaubaren fünfstelligen Grenzen. Aber die Touren sind dann wieder teuer: Wer etwa den Mount Everest besteigen möchte, ist je nach Tour mit 40.000 bis 110.000 US-Dollar dabei - letzteres beinhaltet den Aufpreis für einen persönlichen "Western Guide" - ein "Sherpa Guide" kostet dagegen nur 40.000 US-Dollar. Bei den Similaunern kann man sich nicht einkaufen - wenn man drin ist, wird das nötige Tourengeld als gegeben vorausgesetzt.

Wen lernt man dabei kennen?

Vor allem sich selbst. Denn am Berg zeigt sich, wes Geistes Kind man ist. Und natürlich auch seine Mitstreiter - man möchte nicht mit jemandem in einer Seilschaft sein, dem man nicht hundertprozentig vertraut. Bei den Similaunern, die vor 20 Jahren gegründet wurden, sind Männer dabei wie Hubert Burda, Wolfgang Reizle und Adidas-Chef Herbert Hainer. Relativ neu dabei sind René Obermann und Kasper Rorsted.

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