Dienstag, 12. November 2019

Neue Fitnessgeräte Das wird anstrengend

5. Teil: Fiveriders: Für Bauchtänzer und Skiläufer


Von führenden Bauchtänzern empfohlen: Das Ski-Laufband Fiveriders
Sarah J. Tschernigow
Von führenden Bauchtänzern empfohlen: Das Ski-Laufband Fiveriders

Die Geschichte zu dem Ski-Laufband Fiveriders ist fast spannender als das Gerät selbst. Denn Fiveriders wurde von einer tschechischen Marketing-Expertin nach ausgiebigen Unterhaltungen mit syrischen Bauchtänzern erfunden. Aber der Reihe nach.

Was aussieht wie ein Laufband mit integrierten Skiern, ist eine Cardiomaschine, die in Aktion Laufband, Skaten und Aerobic miteinander verbindet. Die klassische Übung ist: die Beine gestreckt in Scherbewegungen vor und zurück bewegen. Es sieht gefährlich aus, als würde man mit zu viel Schwung unfreiwillig im Spagat langen und sich die Sehnen durchtrennen. Abbremsen, so die Anweisung der Trainer. Schon nach wenigen Minuten ist die Übung deutlich im Oberschenkel und Hüftbeuger zu spüren. Denn so bewegt sich niemand im Alltag. Auch syrische Bauchtänzer nicht, die das Teil aber unbedingt haben wollten. "Sie haben die zündende Idee gegeben", sagt Jaroslav Kubický, der Fiveriders erstmals in Deutschland vorstellt. Seine Mutter sei in Syrien unterwegs gewesen, warum, weiß er nicht mehr, und dort hätten arabische Bauchtänzer ihr Leid geklagt: sie wünschten sich so sehr ein Fitness-Gerät, das etwas für ihre Haltung tut und gleichzeitig das Herz-Kreislauf-System fordert.

Herausgekommen ist diese Maschine, die absolut nichts Tänzerisches an sich hat, außer der hübschen Assistentin, die es vorführt. Spannend ist es dennoch: die Fußteile lassen sich herausnehmen und von einer Längs- in eine Vertikalstellung bringen. Es ist erstaunlich, wie viele verschiedene Bewegungen sich damit machen lassen. Dank einer Rundum-Stange sogar Kraftübungen, wie Crunches oder Liegestütze. "Hier wird die Tiefenmuskulatur angesprochen", erklärt Jaroslav. "Die benutzen wir im Alltag kaum. Und für arabische Bauchtänzer ist das umso wichtiger, weil die in der Regel nicht so drahtig und durchtrainiert sind, sondern meistens etwas Speck um die Hüften haben." Ah! Vielleicht sollte das Gerät dann besser in den Orient exportiert werden? "In Syrien steht ein Prototyp. Sonst gibt es die Maschine bisher nur in Tschechien."

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