Corporate Fitness Muskelspiel unter Kollegen

Wer schwächelt, muss schwitzen. Corporate Fitness-Programme boomen in deutschen Büros. Mit Laufband, Stepper und Swimmingpool suchen Arbeitgeber geistige Potenziale zu heben und kostspieliges Körperversagen zu reduzieren. Vorreiter wie T-Mobile, Deutsche Post und O2 laden zum Powern und Entspannen in ihre Wellnessoasen ein.

Bonn - Große Unternehmen setzen immer mehr auf Fitness-Programme für die Gesundheit der Mitarbeiter. Bei den Krankenkassen wird das Engagement der Unternehmen gern gesehen und auch unterstützt.

Einer der Vorreiter sogar für ein eigenes Fitnessstudio ist der Mobilfunkanbieter T-Mobile in Bonn. "Hoch motivierte Mitarbeiter machen den Erfolg eines Unternehmens aus. Sport treiben, Spaß haben und eigene Kraftressourcen aufbauen - das ist wichtig für körperliche und geistige Fitness", erklärt Holger Kranzusch, Geschäftsführer Personal und Recht bei T-Mobile Deutschland, das Projekt.

"Eine betriebliche Gesundheitsförderung ist äußerst sinnvoll. Auch wir überlegen mit den Unternehmen, wie man den Krankenstand reduzieren kann", sagt ein Sprecher des AOK-Bundesverbandes.

Jeder investierte Euro rentiert sich

"Die Gesundheitsförderung in Unternehmen befindet sich auf einem aufsteigenden Ast. Immer mehr Unternehmen kommen auf uns zu, um ein spezielles Fitness- und Präventionsprogramm mit uns zu erarbeiten, so sparen auch wir Kosten", hieß es von der Deutschen Angestellten Krankenkasse.

Gemeinsam an die Grenzen gehen: Eine Spinning-Gruppe powert sich in der neuen Bonner T-Mobile Fitness- und Erholungszone "ComVita" aus

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Foto: T-Mobile
Stepptanz gegen Fettpolster: Seit Mitte Juni sorgt T-Mobile für die Gesundheit seiner Angestellten

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Foto: T-Mobile
Fitness für den ganzen Körper: Arme und Beine werden auf dem Crosstrainer gelenkschonend trainiert

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Foto: T-Mobile


Mobil bei T-Mobile
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Laut einer Studie der Initiative Gesundheit & Arbeit, unter anderem vom BKK Bundesverband begleitet, senken gesundheitsfördernde Programme am Arbeitsplatz die Fehlzeitenrate um bis zu 36 Prozent. Jeder hier investierte Euro sei dadurch das Vier- bis Sechsfache wert.

Mitte Juni 2004 hat T-Mobile mit "ComVita" eine betriebseigene Fitness- und Erholungszone auf dem Gelände der Bonner Zentrale errichtet. "ComVita" wird von externen Anbietern getragen und finanziert sich über die Beiträge der teilnehmenden Firmenangehörigen. T-Mobile stellt dabei die Räume und das Equipment, der Mitgliedsbeitrag ist spürbar niedriger als andernorts.

Abschalten in der Spielzone

Abschalten in der Spielzone

Mitte Oktober will auch der Mobilfunkanbieter O2 in München mit einem neuen Gesundheits-Center "Studio2", sein bisheriges Sport-und Gesundheitsprogramm erweitern. Dort sollen Mitarbeiter auf über 700 Quadratmetern mit modernen Fitnessgeräten trainieren.

Die Mitarbeiter von T-Mobile können vor oder nach der Arbeit oder auch in Pausen aus einem breiten Kursangebot wählen. Es reicht von Step Aerobic über Spinning bis zu Nordic Walking und einem betreuten Training an den Fitnessgeräten.

Entspannen können die Mitarbeiter in Kursen wie Qi Gong, Yoga, Tai Chi und bei Sonnenschein auf der Dachterrasse oder im Entspannungsbereich auf Relax-Liegen. Gemeinsam Abschalten können die Kollegen in der Spielzone, etwa bei einer Partie Poolbillard oder am Turnierkicker.

Das Physio-Zentrum bietet physiotherapeutischen Rat bei Rücken-, Nacken- oder bei anderen orthopädischen Problemen. "Wir sind überzeugt, dass wir damit einen wichtigen Beitrag leisten, die Gesunderhaltung unserer Mitarbeiter zu fördern", erläutert Kranzusch.

In Bonn investieren auch Deutsche Post  und Postbank sowie die Telekom  in eine "gesunde" Unternehmenskultur und fördern mit einer eigener Betriebssportgemeinschaft, Gesundheitstagen und medizinischer Beratung die Gesundheit ihrer Mitarbeiter.

Franziska Post, DPA

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