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Ein Abend im "Oxalis", Schluchsee

Sake im Bauernhaus, und eine Sauna gibt es auch: ein Stilmix im Stilmixparadies Schwarzwald.
Von Viola Keeve
aus manager magazin 9/2020
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Hotel Mühle Schluchsee

Foto: PR

Baden-Württemberg war für Gourmets lange vor allem Baiersbronn, das Feinschmeckerdorf, bis im Januar die "Schwarzwaldstube" abbrannte, worauf ein Pop-up-Lokal ("Temporaire") auf dem Parkdeck folgte. Aber auch freiwillig geraten die Dinge in Bewegung: Die "Krone" in Weil versucht sich in vegetarischer Markgräfler Küche, das Durbacher Traditionshotel "Ritter" serviert im "Makidan" eine Art badische Tapas, für die der Michelin den Bib Gourmand vergab. Und das "Oxalis" in der "Mühle" am Schluchsee, 50 Kilometer von Freiburg, bietet japanische Küche.

... reservieren einen Tisch im "Oxalis", auch wenn sie Hotelgast sind. Das Restaurant hat nur sieben Tische und ist von donnerstags bis montags geöffnet.

Früher hingen hier rote Lüster unter Holzbalken, heute ist es cool, familiär, behaglich zugleich. Sauna, Kamin, zehn Zimmer. Hotelier Marius Tröndle (28) hat eine Getreidemühle von 1603 zum Hotel umgebaut, mitten im Schwarzwald, zu Fuß ist man in 15 Minuten am See. Für sein Restaurant engagierte er Max Goldberg (33), der schon bei Alain Weißgerber im "Taubenkobel" bei Wien gekocht hat, einem der besten Restaurants Österreichs.

Eigentlich aber findet Goldberg die japanische Küche faszinierend und tischt deshalb nun fernöstlich Inspiriertes auf: Binchotan-Lachsforelle mit Kürbis und Verbene. Die Neuerfindung der Schwarzwälder Vesper im Kaiseki-Menü. Da käme man allein jetzt nicht drauf, aber dafür waren die Köche im Schwarzwald ja schon immer gut.

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