Fußballclub erhält neuen Investor Toyota-Händler kauft AS Rom für fast 600 Millionen Euro

Als 2012 eine Gruppe von US-Investoren den italienischen Traditionsverein übernahm, hatten sie große Pläne. Nun verkaufen sie den Club für 591 Millionen Euro an den Milliardär Dan Friedkin.
Eignerwechsel: Spieler des AS Rom Anfang August.

Eignerwechsel: Spieler des AS Rom Anfang August.

Foto: Massimo Pinca/ REUTERS

Beim italienischen Fußballclub AS Rom kommt es zu einem spektakulären Besitzerwechsel. Der US-Unternehmer Dan Friedkin (54) einigte sich mit dem bisherigen Haupteigner James Pallotta (62) auf eine Übernahme, der Deal soll ein Gesamtvolumen von 591 Millionen Euro haben. Dabei würden auch Schulden übernommen.

Im Jahr 2011 hatte eine US-Investorengruppe um Pallotta den Traditionsverein übernommen und ehrgeizige Pläne verfolgt. AS Rom sollte einer der besten Fußballteams in Europa werden. Allerdings konnte Pallotta, der seit 2012 auch Präsident des Clubs und seit 2014 alleiniger Mehrheitseigner ist, seine hochtrabenden Pläne nicht verwirklichen. An der Übermacht des Rivalen Juventus Turin kamen die Römer in der heimischen Liga nicht vorbei. Der Club beendete die abgelaufene Saison auf dem fünften Platz.

Nun habe der bisherige Mehrheitseigner mit Friedkin eine entsprechende Vereinbarung geschlossen, teilte der Club, der auch an der Mailänder Börse notiert ist, am Donnerstag auf seiner Webseite mit. Im Laufe des August muss der Deal abgeschlossen werden.

Dass es Übernahmegespräche mit dem Texaner Friedkin gab, war seit November bekannt. Damals war aber noch von 750 Millionen Euro als möglichem Kaufpreis die Rede. In den Corona-Monaten ist die Bewertung nun offenbar gesunken.

Anders als der Milliardär Pallotta, Eigner der Investmentfirma Raptor, der mit den Boston Celtics auch Teilhaber eines NBA-Basketballteams ist und mit Fnatic im boomenden E-Sport mitmischt, sind die neuen Investoren unerfahren im Sport. Der texanische Milliardär Dan Friedkin kommt aus dem Geschäft als Toyota-Autohändler, das sein Vater einst aufbaute. Als CEO der Friedkin Group investiert er aber auch in Hotels und Abenteueranbieter. Nun also Fußball.

"Im Laufe des letzten Monats haben Dan und Ryan Friedkin ihr uneingeschränktes Engagement für den Abschluss dieses Deals und die positive Weiterentwicklung des Clubs demonstriert. Ich bin sicher, dass sie großartige künftige Besitzer des AS Rom sein werden", wurde Pallotta zitiert.

lhy/dpa
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