Zahlen des RKI Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht auf 432

Nach einem leichten Anstieg geht die Coronainzidenz in Deutschland wieder etwas zurück. Dem Robert Koch-Institut wurden binnen 24 Stunden 36.059 Neuinfektionen gemeldet.
Corona-Intensivstation in Lutherstadt Wittenberg, Sachsen-Anhalt (am 2. Dezember)

Corona-Intensivstation in Lutherstadt Wittenberg, Sachsen-Anhalt (am 2. Dezember)

Foto: Waltraud Grubitzsch / dpa

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist leicht gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI)  vom Dienstagmorgen lag der Wert bei 432,2. Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 36.059 Neuinfektionen verzeichnet. Vor genau einer Woche waren es 45.753 Ansteckungen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Seit Anfang November war der Wert zunächst rasant gestiegen, inzwischen stagniert die Zahl aber auf hohem Niveau: Am Montag lag der Wert bei 441,9.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist aber zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher.

Seit dem Beginn der Pandemie haben die Gesundheitsämter insgesamt 6.222.020 Fälle gemeldet. Die tatsächliche Fallzahl dürfte aber höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg auf 103.520.

Als entscheidenden Maßstab für eine Verschärfung der Coronamaßnahmen hatten Bund und Länder am 18. November die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz festgelegt. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen einer Coronainfektion im Krankenhaus liegen.

Ab einem Wert von drei gilt in einem Bundesland flächendeckend für Veranstaltungen die 2G-Regel – das heißt, nur gegen das Coronavirus Geimpfte und von Covid-19 Genesene sind zugelassen. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 5,32 an.

Bundestag berät über Impfpflicht

Der Bundestag berät an diesem Dienstag erstmals über die geplante Corona-Impfpflicht für Personal in Kliniken oder Pflegeheimen. Die Pläne der Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP sehen außerdem vor, dass Impfungen künftig auch von Zahnärzten oder Apothekern durchgeführt werden können. Die Länder sollen darüber hinaus die Möglichkeit bekommen, in Hotspots auch schärfere Corona-Maßnahmen wie Restaurantschließungen zu ergreifen.

Für die Neuregelungen soll erneut das Infektionsschutzgesetz geändert werden, das erst im November reformiert worden war. Ziel ist ein Beschluss noch in dieser Woche. Der Bundesrat kommt deshalb am Freitag zu einer Sondersitzung zusammen.

mic/dpa-afx
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